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Pressemeldungen

Berlin,  Freitag 30. Juli 2010

Alle sollen lernen können - Bildungspolitik braucht bundesweite Standards

07/2010

Deutscher Frauenrat erwartet nach dem Scheitern der Hamburger Schulreform ein Ende der bundesdeutschen Kleinstaaterei in Bildungsfragen. „Bildungspolitik braucht bundesweite Standards, die der Eigenverantwortung der einzelnen Schulen Rechnung tragen und Raum lassen für die Erprobung und Evaluation neuer Schulkonzepte“ sagte die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bildung im Deutschen Frauenrat, Vorstandsmitglied Almuth Kollmorgen.

Der DEUTSCHE FRAUENRAT tritt ein für eine Form der Bildung, die Kinder und Jugendliche im Bildungsprozess ernst nimmt und den Einzelnen/die Einzelne mit seinen/ihren Begabungen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt des Lernens stellt. Erfolgsmaßstab sind sowohl die Leistungen der Stärkeren als auch die Förderung der Schwächeren mit dem Ziel, ihnen eine solide Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Existenz zu vermitteln. Ein pädagogisch fundierter Reformprozess, der mit einem geschlechtersensiblen Unterricht in ein chancengerechtes Schulsystem mündet, welches bundeseinheitlichen Standards entspricht und im europäischen Vergleich besteht, ist überfällig.

Es sei ganz offensichtlich, dass die Hamburger Kampagne „Wir wollen lernen“ in erster Linie Elterninteressen vertreten hat. „Alle Kinder wollen lernen. In der frühkindlichen und schulischen Bildung werden die Weichen für ein ganzes Leben gestellt. Frühe Ausgrenzung erzeugt frühe Demotivation und beraubt die Gesellschaft der Chance von früher und nachhaltiger Integration auch der Kinder, die kein bewusst karriereförderndes Elternhaus haben“ so Kollmorgen.

Der DEUTSCHE FRAUENRAT hat in einem Öffnet externen Link in neuem Fensteraktuellen Positionspapier zur geschlechtersensiblen Bildung im Prozess des lebenslangen Lernens den auch mit Blick auf die europäische Vergleichbarkeit erforderlichen Reformbedarf benannt und Forderungen erhoben.


 

Erstellt am: Freitag 30. Juli 2010

 

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