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Frauenrecht ist nicht nur ein abstrakter Begriff; es ist vor allem eine persönliche Sache. Es geht dabei nicht nur um "uns"; sondern ebenso um mich und um dich.

(Toni Morrison, amerikanische Schriftstellerin, 1979)

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Pressemeldungen

Berlin,  Donnerstag 08. März 2007

Klare Konzepte fehlen

Deutscher Frauenrat zum Kita-StreitDie Initiative von Bundesministerin von der Leyen, den Ausbau der Kinderbetreuungs-einrichtungen voranzutreiben, war längst überfällig. Nachdem sie durch die „Mutterfrage“ ins ideologische Kreuzfeuer geraten ist, soll sie nun offenbar mit der Finanzfrage torpediert werden. 05/2007

„Kinder sind das Wertvollste, was wir besitzen. Dies wird uns nicht nur von FamilienpolitikerInnen immer wieder versichert. Wenn das ernst gemeint ist, dann darf die Erziehung von Kindern die Gesellschaft auch ruhig etwas kosten. Immerhin liegt darin unsere Zukunft und angeblich unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Brunhilde Raiser, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates. „Die Portokasse wird dafür nicht ausreichen, auch nicht die Umschichtung der bisherigen Familien-förderung. Dafür müssen zusätzliche Mittel aus anderen Bereichen eingesetzt werden. Und dafür bedarf es keiner komplizierten Additions- und Subtraktionsübungen. Was fehlt, sind klare Konzepte,“ so Raiser.

„Denn einer politischen Minderheit fehlt der Wille, neue Prioritäten zu setzen und gegenüber der eigenen WählerInnenschaft zu rechtfertigen. Deswegen werden die Wünsche und Forderungen einer gesellschaftlichen Mehrheit weiter auf die lange Bank geschoben. Das ist in mehrfacher Hinsicht nicht nur empörend, es schadet auch unserem Land: den von der Kinderfrage betroffenen Frauen und Männern, den Kindern, die andere Kinder zum Großwerden brauchen, dem Wirtschaftsstandort Deutschland und der demografischen Entwicklung“, betonte die Vorsitzende der Frauenlobby.

Seit Jahren fordert der Deutsche Frauenrat zuverlässige und wirklich ausreichende Betreuungsangebote für alle Kinder von 0 bis 16 Jahren.

„Diese Angebote müssen qualitativ und quantitativ so beschaffen sein, dass sie Müttern und Vätern tatsächlich erlauben, ihre Wünsche im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit zu realisieren. Sie müssen jungen Frauen und vor allem Männern nicht nur Mut sondern auch Lust auf eigene Kinder machen, kurz den jetzigen und künftigen Bedürfnissen unserer Gesellschaft entsprechen“, sagte Brunhilde Raiser.

Berlin

 

Erstellt am: Donnerstag 08. März 2007

 

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