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Ich frage mich manchmal, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie einfach nebeneinander wohnen und sich nur ab und zu besuchen.

(Katherine Hepburn, 1907-2003, amerikanische Schauspielerin)

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Pressemeldungen

Berlin,  Dienstag 30. September 2008

FRAUEN MACHT KOMMUNE

DEUTSCHER FRAUENRAT unterstützt EAF-Kampagne

Frauen sind in Deutschland in der Kommunalpolitik noch deutlich unterrepräsentiert. 2006 wurden lediglich 33 von 218 größeren Städten von einer Oberbürgermeisterin regiert. Das entspricht einem Anteil von 15 Prozent und auch in den meist ehrenamtlich arbeitenden Stadträten und Kreistagen sitzen deutlich weniger Frauen als im deutschen Bundestag. Die kommunale Ebene ist aber die Wurzel der Demokratie. Männer und Frauen sollten daher die Zukunft gemeinsam gestalten, das ist für mich eine Grundvoraussetzung guten Regierens“ - so die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen heute zum Auftakt der Kampagne „FRAUEN MACHT KOMMUNE“ in Berlin. 07/2008

Anschließend signierte die Bundesministerin einen roten Teppich. Er ist das Symbol für den Weg von Frauen in die Politik und wandert bis Mai 2009 quer durchs Land, von Kommune zu Kommune. In dieser Zeit finden in zehn Bundesländern Kommunalwahlen statt. Der erste Aktionstag findet am 3. November in Erfurt statt, der zweite in Bielefeld am 12. November.
 
Das Ziel der Kampagne ist dem DEUTSCHEN FRAUENRAT ein großes Anliegen. Aus diesem Grund unterstützt er die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) bei der Umsetzung der Kampagne „FRAUEN MACHT KOMMUNE“ nach Kräften - zum Beispiel durch die Weiterleitung von Informationen an seine Mitgliedsverbände - verbunden mit der Bitte, sich vor Ort zu beteiligen. Darüber hinaus hat er der EAF Ansprechpartnerinnen und Organisationen genannt. Zudem ist eine personelle Mitwirkung im Rahmen der Möglichkeiten angedacht. Der DEUTSCHE FRAUENRAT hofft, dass sich viele Frauen innerhalb und außerhalb seiner Mitgliedsverbände in der Kampagne engagieren.
 
Die Kampagne des Bundesfamilienministeriums wird von weiteren 18 zivilgesellschaftlichen Bundesorganisationen und Dachverbänden unterstützt -  darunter sind der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Caritasverband sowie weitere Wohlfahrtsverbände. Inhaltlich knüpft die Aktion an die Jubiläen „90 Jahre Frauenwahlrecht“ in diesem und „60 Jahre Gleichstellungsartikel im Grundgesetz“ im nächsten Jahr an. Abgerundet wird die Kampagne durch Plakatmotive, Informationsbroschüren, Presse- und Medienarbeit und das Onlineportal www.frauen-macht-kommune.de.
 
Bereits seit Beginn des Jahres untersucht die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) die Chancen und Hürden für Frauen in der Kommunalpolitik; erste Ergebnisse sollen Ende des Jahres vorliegen. Derzeit liegt der Anteil von Frauen in kommunalpolitischen Mandaten in Deutschland im Schnitt bei 25 Prozent. Bezogen auf die Bundespolitik steht Deutschland im europäischen Vergleich deutlich besser dar. Mit einem Frauenanteil von 32 Prozent im Deutschen Bundestag liegt Deutschland deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 23 Prozent. In den höchsten Regierungsämtern erreicht Deutschland mit der Kanzlerin und fünf Ministerinnen (38 Prozent) EU-weit sogar den vierten Platz. Nur in Finnland (60 Prozent), Schweden (45 Prozent) und Spanien (41 Prozent) sind prozentual mehr Frauen in den höchsten Regierungsämtern. Das EU-Parlament hat einen Frauenanteil von 31 Prozent. In der Europäischen Kommission stehen acht Frauen 19 Männern gegenüber (30 Prozent).

Pressekontakt DF:
Gundel Köbke
i. V./p.p. Ulrike Helwerth
Fon: +49 30 204569-17
Fax: +49 30 204569-44
g.koebke@frauenrat.de


Pressemitteilung 07/2008: FRAUEN MACHT KOMMUNE

Berlin

 

Erstellt am: Dienstag 30. September 2008

 

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