Inhalt Navigation Servicespalte


RSS | Drucken | Hilfe | Schriftgröße: A A A


Sie sind hier :  Start  /   Presse  /   Pressemeldungen

Glaube nicht: Es muss so sein, weil es nie anders war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte für sterile Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!

(Hedwig Dohm, deutsche Schriftstellerin und Publizistin, 1831-1919)

Weitere Meldungen

DF: Neuer Terminkalender [neu]

Mehr Informationen und Service möchte der Deutsche Frauenrat auch auf seiner Website bieten....

Unsere Zeitschrift

Die neueste Ausgabe mit ausgewählten Beiträgen.

2/2012 Care-Ökonomie

Wen kümmert's, wer sich kümmert?

Ein paar grüne Gummihandschuhe mit verziertem Bündchen

Ihre Einzelheftbestellung


Pressemeldungen

Berlin,  Mittwoch 07. Mai 2008

Männliche Monokultur abschaffen

Zur Quote für Aufsichtsratsgremien börsennotierter Unternehmen

Im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags findet heute eine Anhörung des Antrags „Quote für Aufsichtsratsgremien börsennotierter Unternehmen einführen“ statt. Der Deutsche Frauenrat begrüßt und unterstützt die von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingebrachte Forderung. 04/2008

Seit langem fordert die Lobby der Frauen generell eine paritätische Besetzung von Gremien, um den geschlechtsspezifisch oft unterschiedlichen Lebenslagen und Interessen Rechnung zu tragen und die jeweiligen Kompetenzen besser zur Entfaltung zu bringen. „Die Aufsichtsgremien der hiesigen Unternehmen haben eine solche Umstrukturierung besonders nötig. Denn mit einem Frauenanteil von unter zehn Prozent leiden sie an männlicher Monokultur, die den Erfordernissen der modernen Weltwirtschaft nicht gerecht wird - und der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen schon gar nicht“, sagt die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Brunhilde Raiser. 

Diese männliche Monokultur sei unter demokratischen Gesichtspunkten beschämend und unter wirtschaftlichen ein Innovationshindernis, „deswegen müssen wir sie abschaffen,“ sagt Raiser. „Da aber freiwillige Vereinbarungen und Selbstverpflichtungen hierzulande bekanntlich nichts bringen, fordern wir eine Änderung des Aktiengesetzes. Das kann viel bewirken, wie wir am Beispiel Norwegen gelernt haben.“ Laut Gesetz müssen in Norwegen seit dem Jahr 2006 mindestens 40 Prozent der Sitze in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen mit Frauen besetzt sein, seit Anfang diesen Jahres drohen Betrieben, die sich nicht daran halten, Sanktionen bis hin zum Entzug der Börsennotierung.

Der Deutsche Frauenrat begrüßt daher den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und unterstützt die Forderungen,

  • eine Regelung im Aktiengesetz zu verankern, die sicherstellt, dass die Aufsichtsräte deutscher Aktiengesellschaften spätestens nach der übernächsten Wahl dieser Gremien mit mindestens 40 Prozent Frauen besetzt sind,
  • im Börsengesetz für Aktiengesellschaften Sanktionen zu verankern für den Fall der Nichteinhaltung oder Nichterreichung der Quote, die bis zum Entzug der Börsenzulassung gehen,
  • § 100 des Aktiengesetzes so zu verändern, dass maximal nur fünf Aufsichtsratsmandate durch eine Person übernommen werden dürfen.

Darüber hinaus schließt sich der Deutsche Frauenrat der Forderung des Deutschen Juristinnenbundes an, mit der Einführung der Quote auch die Anforderungen an die Qualität von Aufsichtsräten insgesamt gesetzlich zu verankern. „Es kann nicht sein, dass diese Posten wie Erbhöfe innerhalb eines kleinen Kreises von Männern verteilt werden“, so Raiser. „Im übrigen gibt es genügend qualifizierte Frauen, die sich für ein Aufsichtsratsmandat empfehlen.“

Pressemitteilung formatiert und zum Ausdrucken

Berlin

 

Erstellt am: Mittwoch 07. Mai 2008

 

Pressekontakt





DF-Internet: Suche

Die Suche erfolgt im Infopool des DF.

detailierte Suche...

DF-Newsletter: Abo

Informiert bleiben: der DF-Newsletter.

DF-Presseverteiler: Abo

Informiert bleiben: der DF-Presseverteiler.

DF-Quick Link

Bitte geben Sie hier Ihren Quick Link-Code ein.

Was sind Quick Links?


Deutscher Frauenrat
Lobby der Frauen - Bundesvereinigung von Frauenverbänden und gemischter Verbände in Deutschland e.V.

Axel-Springer-Str. 54a, 10117 Berlin | Tel. 030 - 204569-0 | Fax 030 - 204569-44 | www.frauenrat.de


zum Seitenanfang