Pressemeldungen
Berlin, Montag 12. November 2007
Bessere Kinderbetreuungseinrichtungen statt Betreuungsgeld
fordert die Mitgliederversammlung des DF
Auf seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Wochenende in Berlin hat der Deutsche Frauenrat mit großer Mehrheit das von der CSU geforderte Betreuungsgeld, von vielen auch „Herdprämie genannt, abgelehnt.
11/2007
Vielmehr sprach sich die Lobby der Frauen dafür aus, zunächst alle verfügbaren finanziellen Mittel in die soziale Infrastruktur und vor allem in den Ausbau von Krippenplätzen zu investieren, bevor über neue Transferleistungen nachgedacht werde.
Das von der CSU geforderte Betreuungsgeld, das vor allem auf Mütter zielt, die ihr Kind nicht in einer Bildungs- und Betreuungseinrichtung betreuen lassen und nicht erwerbstätig sein wollen, benachteilige Alleinerziehende, die auf eine Erwerbsarbeit angewiesen seien, heißt es im Beschluss des Deutschen Frauenrates.
„Wir erinnern daran, dass sich auf europäischer Ebene alle Mitgliedstaaten bereits im Rahmen der Lissabon-Strategie dazu verpflichtet haben, dass für die Dekade bis 2010 das Bildungs- und Betreuungsangebot für Kinder bis zum dritten Lebensjahr für 30 Prozent der Kinder realisiert sein soll. Wir fordern die zügige Umsetzung dieser Verpflichtung und dies nicht erst wie geplant bis 2013,“ heißt es in dem Beschluss weiter.
Des weiteren drängt der Deutsche Frauenrat auf eine Änderung des Gesetzes zu Elterngeld und Elternzeit (BEEG) zu Gunsten von Eltern, die sich beide gleichmäßig Erwerbs- und Familienarbeit teilen. Denn durch das aktuelle Gesetz würden sie gegenüber Paaren, bei denen jeweils ein Elternteil bis zu 12 Monate auf Erwerbtätigkeit verzichte, benachteiligt. Daher müssten parallel Teilzeit arbeitende Eltern zusammen 14 Monate jeweils anteiliges Elterngeld beziehen können, so die Forderung der Frauenlobby.
Berlin
Erstellt am: Montag 12. November 2007


