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Pressemeldungen

Berlin,  Mittwoch 13. Februar 2008

Verfallsdauer der ethischen Argumente wird immer kürzer

Deutscher Frauenrat zur morgigen Bundestagsdebatte über das Stammzellengesetz

Der Deutsche Frauenrat fordert Bundestag und Bundesregierung auf, an der bisherigen Stichtagsregelung im Stammzellengesetz festzuhalten und sich damit einer Aufweichung des Embryonenschutzes entgegen zu stellen.

 

01/2008

Bislang dürfen nur Stammzellen und Stammzelllinien aus dem Ausland importiert werden, die vor dem 1. Januar 2002 erzeugt wurden, um eine gezielte Produktion embryonaler Stammzellen für den deutschen Markt zu vermeiden. Eine Verlegung dieses Stichtages auf ein deutlich späteres Datum, wie etwa den 1. Mai 2007, nährt den Verdacht, dass damit Schritt für Schritt die bislang verbotene Vorratshaltung legalisiert und die Forschung an diesen Zellen auch in Deutschland etabliert werden soll.

„Wir nehmen mit großer Sorge zur Kenntnis, dass die Verfallsdauer der ethischen Argumente gegen die verbrauchende Forschung immer kürzer wird,“ so Brunhilde Raiser, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates. Seit Jahren verheiße die Forschung viel versprechende Alternativen durch die Verwendung zum Beispiel von „adulten Stammzellen“. In der aktuellen politischen Debatte aber fehle die Bilanz der Erfolge bzw. Misserfolge dieser alternativen Möglichkeiten der Stammzellengewinnung.

„Wir fordern unsere Vertreterinnen und Vertreter im Bundestag auf, sich nicht von Forschung und Genindustrie unter Zugzwang setzen zu lassen, sondern der Menschenwürde des Embryos auch weiterhin Priorität einzuräumen. Halten Sie daher am Gebot des 2002 mühsam gefundenen Stichtagskompromiss fest,“ so Brunhilde Raisers Appell an die ParlamentarierInnen.


Pressemitteilung formatiert zum Ausdrucken

Berlin

 

Erstellt am: Mittwoch 13. Februar 2008

 

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