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		<title>frauenrat.de: Infopool</title>
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		<description>Aktuelle Informationen des Deutschen Frauenrat e.V.</description>
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			<title>frauenrat.de: Infopool</title>
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			<description>Aktuelle Informationen des Deutschen Frauenrat e.V.</description>
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		<lastBuildDate>Sat, 13 Oct 2012 00:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Weibermarkt &quot;Frauen verändern die Welt&quot;</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/weibermarkt-%5Cfrauen-veraendern-die-welt%5C.html</link>
			<description>Interkulturelle und intergenerative Präsentationen/Infostände Reutlinger Unternehmerinnen,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Interkulturelle und intergenerative Präsentationen/Infostände Reutlinger Unternehmerinnen, Künstlerinnen, Frauenberatungsstellen, Frauenverbände und -gruppierungen --&gt; Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder willkommen!</p>
<p class="bodytext">Am Abend: Frauenfest mit Programm und Snacks (siehe separater Termin 19:00 Uhr).</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>Jutta@indermitte.de</author>
			<pubDate>Sat, 13 Oct 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Frauenfest</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/frauenfest-3.html</link>
			<description>Frauenfest mit Programm und Snacks. Interkulturelle und intergenerative Begegnung aller Reutlinger...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Frauenfest mit Programm und Snacks. Interkulturelle und intergenerative Begegnung aller Reutlinger Frauen mit Anwesenheit von Vertreterinnen der Reutlinger Unternehmerinnen, Künstlerinnen, Frauenberatungsstellen, Frauenverbände und -gruppierungen. Alle Frauen sind willkommen!</p>
<p class="bodytext">(Am gleichen Tag ab 11:00 Uhr Weiberamrkt; siehe separater Termin)</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>Jutta@indermitte.de</author>
			<pubDate>Sat, 13 Oct 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Konferenz der Feministischen Parteien Europas</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/konferenz-der-feministischen-parteien-europas.html</link>
			<description>Am 18. und 19. August 2012 treffen sich Vertreterinnen der Feministischen Parteien in München zur...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am 18. und 19. August 2012 treffen sich Vertreterinnen der Feministischen Parteien in München zur Konferenz der Feministischen Parteien Europas (European Feminist Cooalition Board (EFCB). </p>
<p class="bodytext">Momentan sind in mehreren Ländern Europas Initiativen zur Gründung Feministischer Parteien im Aufbau. Diese sind herzlich eingeladen, sich mit den Vertreterinnen des EFCB aus Schweden, Polen, Spanien und Deutschland auszutauschen und die Gelegenheit zur gegenseitigen Unterstützung zu nutzen.</p>
<p class="bodytext">Es wird ein umfangreiches mehrsprachiges Begleitprogramm vom 17. bis 19. August angeboten. Kostengünstige Übernachtungsplätze können vermittelt werden.</p>
<p class="bodytext">Für weitere Informationen senden Sie bitte eine Email an bsr@feministischepartei.de</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>bsr@feministischepartei.de</author>
			<pubDate>Sat, 18 Aug 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Macht. Weiter. Denken. - Frauen in Medien und Gesellschaft</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/macht-weiter-denken-frauen-in-medien-und-gesellschaft.html</link>
			<description>Wir laden ein, unser 25jähriges Bestehen mit zu feiern. Und: Wir  wollen weiterdenken, für...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wir laden ein, unser 25jähriges Bestehen mit zu feiern. Und: Wir  wollen weiterdenken, für Qualitätsjournalismus, Menschenrechte und Gender. </p>
<p class="bodytext">Mit Amelie Fried, Initiatorinnen von ProQuote, arabischen Kolleginnen u.v.m., im Landtag, dem BR, dem Haus der Bayerischen Wirtschaft (Tagungszentrum)oder dem Haus der Kunst. Kosten: 60 bis 150€, Anmeldung bis 15.6.2012!</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>journalistinnenbund@t-online.de</author>
			<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gleichstellung im Hochschulreformprozess</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/gleichstellung-im-hochschulreformprozess.html</link>
			<description>Hat die Einführung von Gleichstellungskriterien in die Hochschulsteuerung zur Versachlichung und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hat die Einführung von Gleichstellungskriterien in die Hochschulsteuerung zur Versachlichung und systematischen Berücksichtigung von Gleichstellungsanliegen an den Hochschulen geführt? Welche Ansätze zur Integration von Gleichstellungszielen lassen sich an den Hochschulen beobachten? Worin liegt das innovative Potential dieser Entwicklungen? </p>
<p class="bodytext">Im Rahmen der 1. EQUISTU-Regionalkonferenz präsentieren wir Projektergebnisse aus den Fallstudien einer gelungenen Umsetzungspraxis. Darüber hinaus wird Dr. Sigrun Nickel (CHE) einen Fachvortrag zur Frage der Integration von Gleichstellung in das Qualitätsmanagement von Hochschulen halten. Einen praxisnahen Einblick in die bisherigen Erfahrungen und die Vor- und Nachteile eines gleichstellungsorientierten Controllings an Hochschulen ermöglichen Expertinnen aus vier Fallhochschulen, der Freien Universität Berlin, der Goethe-Universität Frankfurt, der Georg-August-Universität Göttingen und der Friedrich- Schiller-Universität Jena.</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>erbe@frauenakademie.de</author>
			<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Arbeiten - Träumen - Älterwerden</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/arbeiten-traeumen-aelterwerden.html</link>
			<description>Diskussionsforum für Frauen über Modelle von Arbeiten und Älterwerden</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Diskussionsforum für Frauen über Modelle von Arbeiten und Älterwerden</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>c.sperling@reviera.de</author>
			<pubDate>Thu, 21 Jun 2012 12:48:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ist Altersarmut weiblich?</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/ist-altersarmut-weiblich.html</link>
			<description>19.6.2012, Berlin
Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich Böll Stiftung in Kooperation...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Folgen prekärer und atypischer Beschäftigungsverhältnisse von Frauen im Alter</p>
<p class="bodytext">Laut ver.di sind 29,6 Prozent aller Arbeitnehmerinnen im Niedriglohnsektor tätig. Im Vergleich zu 12,6 Prozent der männlichen Arbeitnehmer. Die Folge ist eine eklatante Altersarmut von Frauen, die wohl in den nächsten Jahren noch zunehmen wird. Darüber hinaus wird das Thema Arbeitsbedingungen in den Blick genommen, ein Bereich, in dem Frauen sehr stark von Diskriminierungen betroffen sind.</p>
<p class="bodytext">Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Achtung: Frauenarmut!“ in Kooperation mit der Landesarmutskonferenz/ Fachgruppe Frauenarmut.<br /><br />Mit: Gisela Notz (angefragt)<br /><br />Die Veranstaltung ist offen für Frauen und Männer. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sie wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>info@boell.de</author>
			<pubDate>Tue, 19 Jun 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Frauen und Technik</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/frauen-und-technik.html</link>
			<description>Frauen und Technik
Rasante technische Entwicklungen beeinflussen und durchdringen auf vielfältige...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Frauen und Technik</b></p>
<p class="bodytext">Rasante technische Entwicklungen beeinflussen und durchdringen auf vielfältige Art und Weise unsere Produktions- und Lebenswelten. Doch bei den Entscheidungen darüber spielen Frauen eine untergeordnete Rolle. Ist Technik immer noch Männersache? Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig, obwohl der Anteil von Frauen in den Fertigungsbereichen technischer Betriebe schon immer hoch war und Frauen zunehmend auch in der Forschung und Entwicklung als Technikerinnen oder Ingenieurinnen tätig sind. Und obgleich der Gebrauch avancierter Technik inzwischen auch zur Frauensache geworden ist. </p>
<p class="bodytext">Der Mythos einer technischen und einer nicht-technischen Welt, die sich in den Unterschieden zwischen Männern und Frauen traditionellerweise manifestiert, ist längst überholt und muss einer neuen Sicht auf das Thema Technik und Geschlecht Platz machen. Aus diesem Grund befasst sich der Deutsche Frauenrat seit einigen Jahren verstärkt mit dem Thema Technik aus frauenspezifischer Sicht. In einem Workshop gemeinsam mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und anderen Interessierten soll es vertieft werden.</p>
<p class="bodytext">Die Fragen sind u.a.:</p>
<p class="bodytext">- Gibt es einen spezifisch weiblichen Blick auf Technik?</p>
<p class="bodytext">- Verändert sich das Technikdesign durch die größere Teilhabe von Frauen?</p>
<p class="bodytext">- Brauchen wir eine stärkere Beteiligung von Frauen und eine bessere Berücksichtigung ihrer Interessen in der Diskussion um technische Entwicklungen und Technologiepolitik?</p>
<p class="bodytext">- Was müsste getan werden, um die höhere Beteiligung der Frauen in technischen Bereichen zu unterstützen?</p>
<p class="bodytext">Der Workshop wird gemeinsam vom Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und dem Deutschen Frauenrat unter Beteiligung des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) durchgeführt. Einführende Vorträge laden ein, sich ein eigenes Bild zu machen, um im Anschluss gemeinsam zu diskutieren, ob und wenn ja, welche Chancen sich zur Veränderung bieten.</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>kontakt@frauenrat.de</author>
			<pubDate>Wed, 23 May 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tag des Grundgesetzes: Mütter des Grundgesetzes-Helene Weber</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/tag-des-grundgesetzes-muetter-des-grundgesetzes-helene-weber.html</link>
			<description>Es waren nur vier Frauen unter den 65 Mitgliedern des Parlamentarischen Rates – aber sie sorgten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Es waren nur vier Frauen unter den 65 Mitgliedern des Parlamentarischen Rates – aber sie sorgten dafür, dass Artikel 3 ‚Frauen und Männer sind gleichberechtigt‘ als Programm formuliert wurde. Selbst nach mehr als 60 Jahren ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern noch nicht in allen Lebensbereichen Realität. Wir müssen nach wie vor jeden Tag daran arbeiten aber man sieht Fortschritte, auch wenn manches zügiger vorangehen könnte.</p>
<p class="bodytext">Die Ausstellung „Die Mütter des Grundgesetzes“ wird vom 31.10. bis zum 21.11.2012 in Schwerin zu sehen sein, zudem wird es eine Reihe von Begleitveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung während dieser Zeit geben. Schon jetzt soll aber auf die Ausstellung eingestimmt und am Tag des Grundgesetzes deshalb über die Person Helene Weber informiert werden. </p>
<p class="bodytext">Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; die Veranstaltung, die kostenfrei ist, findet im Gartensalon des Schleswig-Holstein-Hauses statt.</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>susanne.herweg@gmx.de</author>
			<pubDate>Wed, 23 May 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>webgrrls convention net+work 2012</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/webgrrls-convention-net-work-2012.html</link>
			<description>Interessiert an beruflicher Weiterentwicklung und Wissensaustausch, an Internet und Medien, an...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Interessiert an beruflicher Weiterentwicklung und Wissensaustausch, an Internet und Medien, an neuen Impulsen und Networking? Dann seien Sie dabei! </p>
<p class="bodytext">Die webgrrls convention net+work 2012 verbindet die Struktur eines klassischen Kongresses (Keynote und Panel) mit der Offenheit eines Barcamps – rund um die Themen Neue Medien, Social Media, Marketing und Arbeiten in der Zukunft.</p>
<p class="bodytext">Von Frauen für Frauen. </p>
<p class="bodytext">Freuen Sie sich auf spannende Vorträge, reges Netzwerken, neue Kontakte und einen lebendigen Erfahrungsaustausch im Münchner Literaturhaus.</p>
<p class="bodytext">Weitere Infos zur Veranstaltung sowie Anmeldemöglichkeit auf unserer Event-Webseite.</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			<category>gemeldet</category>
			
			<author>muenchen@webgrrls.de</author>
			<pubDate>Sat, 19 May 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>nichtmeineministerin.de: 24.000 sagen Nein zu Schröder</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/nichtmeineministerinde-24000-sagen-nein-zu-schroeder.html</link>
			<description>Auf große Resonanz ist ein Protestbrief an Bundesfrauenministerin Schröder (CDU) gestoßen. Das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der 529 Seiten dicke Papierstapel sollte&nbsp;der Ministerin persönlich übergeben werden. Doch obwohl sich das&nbsp;überparteiliche Bündnis von <a href="http://www.nichtmeineministerin.de" target="_self" >www.nichtmeineministerin.de</a> um einen Übergabe-Termin&nbsp;bei Schröder bemüht hatte, erschien nur eine Mitarbeiterin ihres Hauses, die das Unterschriftenpaket entgegennahm.</p>
<p class="bodytext">Offenbar habe die Ministerin keinen weiteren Diskussionsbedarf zu den Thesen ihres  Buches “Danke, emanzipiert sind wir selber”, schreiben die Initatorinnen des Online-Protests. Und weiter: &quot;Es hat den Anschein, als sei Dr. Schröder nicht in der Lage, die gesellschaftliche Diskussion zu führen, die sie selbst angestoßen hat.&quot;</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=z4C4-FMf3Us" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" >Verlesung des Offenen Briefes an Kristina Schröder auf Youtube</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 21:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Augspurg-Heymann-Preis 2012 für Inge von Bönninghausen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/augspurg-heymann-preis-2012-fuer-inge-von-boenninghausen.html</link>
			<description>Die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Frauenrates ist mit dem diesjährigen Augspurg-Heymann-Preis...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dr. Inge von Bönninghausen wurde dafür geehrt, dass sie als Redakteurin des WDR-Frauenfernsehmagazins <i>Frauen-Fragen</i> (später <i>frauTV</i>) schon früh offen über lesbische Frauen, deren Aktivitäten und Verdienste für die Frauenbewegung berichten ließ. 1991 outete sie sich zusammen mit der langjährigen <i>Zeit</i>-Autorin Viola Roggenkamp in einer ihrer Sendungen selbst als lesbisch.</p>
<h6>Vorbildlich</h6>
<p class="bodytext">„Wir lechzten nach Vorbildern“, sagte Laudatorin und <i>taz</i>-Chefredakteurin Ines Pohl auf der Festveranstaltung am 13. Mai. Inge von Bönninghausen habe „mutig immer wieder Themen gesendet, die die herrschende Ignoranz stören“ und „unliebsame Wahrheiten“ in den öffentlichen Diskurs eingeführt. „Wir alle brauchen Frauen wie sie, die nicht lockerlassen, die ihren Mut und Optimismus nie verlieren,“ so Pohl weiter.</p>
<h6>Die Namensgeberinnen: Lebens- und Kampfgefährtinnen</h6>
<p class="bodytext">Der Preis wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW ausgelobt und erinnert an Anita Augspurg und ihre Partnerin Lida Gustava Heymann. Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften die beiden auf dem radikalen Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung u.a. für das allgemeine Wahlrecht. Sie waren in der internationalen Friedensbewegung engagiert, Verfolgte und Opfer des Nazi-Regimes, mussten Anfang der Dreißigerjahre ins Schweizer Exil fliehen. In dieser ganzen Zeit haben sie offen ihre Liebesbeziehung und Freundschaft gelebt. In ihrer gemeinsamen Biografie „Erlebtes – Erschautes“ dokumentieren sie auf eindrucksvolle Weise, wie ihre lebenslang währende tiefe Verbundenheit ihnen die Kraft für ihren Widerstand gegeben hat und für ihre Ziele weiter zu kämpfen.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.augspurg-heymann-preis.de" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Der Augspurg-Heymann-Preis und seine Verleihung 2012</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 15:46:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DF: Green Economy ist mehr als das „Begrünen“ der Güterproduktion</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/df-green-economy-ist-mehr-als-das-begruenen-der-gueterproduktion.html</link>
			<description>Grüne Ökonomie und Geschlechtergerechtigkeit war das Thema eines Parlamentarischen Frühstücks, das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="indent">Bei dem Treffen mit rund 40 Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen trugen genanet – Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit – und der Deutsche Frauenrat ihre gemeinsam erarbeiteten Positionen zum Thema nachhaltiges und soziales Wirtschaften vor. Die wichtigsten Aspekte daraus referierte die Umweltexpertin und Leiterin von genanet, Ulrike Röhr: </p>
<p class="indent"><img src="uploads/RTEmagicC_pf_2012_5.jpg.jpg" height="177" width="240" alt="" />&nbsp;<br /><i><font size="1">Referentin Ulrike Röhr von genanet<br />Alle Fotos: Deutscher Frauenrat</font></i></p>
<h6 class="indent">Tiefgreifende sozial-ökologische Transformation aller Bereiche</h6><div class="indent"><p class="bodytext">1.&nbsp;Green Economy ist mehr als ein „Begrünen“ der Güterproduktion. Gefordert ist ein neues, umfassendes Konzept nachhaltigen Wirtschaftens, in das alle Bereiche gesellschaftlicher Arbeit – auch die, die keine am Markt zu handelnden Waren produziert – einbezogen sind. In diesem Konzept muss die Produktivität der Natur als Grundlage allen Wirtschaftens anerkannt werden. </p>
<p class="bodytext">2.&nbsp;Für ein grünes und nachhaltiges Wirtschaften sind nicht nur Technologieentwicklung und Energiewende wichtig. Die größere Herausforderung liegt in einer tiefgreifenden sozial-ökologischen Transformation aller Bereiche: Infrastruktur, Produktionsprozesse, Bildung, Lebensstile. Fairness und Gerechtigkeit muss dabei nicht nur im globalen Rahmen, sondern auch national als Prinzip im Mittelpunkt stehen. Eine Geschlechterperspektive ist dabei zwingend. </p></div><div class="indent"><p class="bodytext">3.&nbsp;Das setzt voraus, dass die bisher blinden Flecken einer technologiefixierten und marktorientierten Perspektive aufgedeckt werden: Wer sind die GewinnerInnen und VerliererInnen? </p></div><div class="indent"><p class="bodytext">4.&nbsp;Die Hoffnung, dass „grünes Wachstum“ die Welt rettet, zieht sich nach wie vor durch die meisten Konzepte. Aber führt wirtschaftliches Wachstum wirklich zu mehr Wohlstand und mehr Lebensqualität? Und wenn ja, für wen? orschungsergebnisse verneinen dies. Demnach sind Lebensqualität, Glück, Zufriedenheit ab einem relativ niedrigen mittleren Niveau der finanziellen Existenzsicherung nicht mehr von Einkommen und Besitz abhängig. Folglich müssen sich die politischen und gesellschaftlichen Debatten fokussieren auf die Fragen: Was brauchen wir – und was nicht – für ein „gutes Leben“? Was muss wachsen, was muss reduziert werden, um Lebensqualität, Glück und Zufriedenheit für alle zu garantieren? Und wie können wir das, was wir brauchen, ressourcenarm und emissionsfrei produzieren und dabei sogenannte Rebound-Effekte vermeiden, also das, was wir einsparen, nicht in weiteren Konsum umsetzen? Kurz: Wie produzieren wir effizienter und wie leben wir suffizienter?</p></div><div class="indent"><p class="bodytext">5.&nbsp;Der zentrale Genderaspekt nachhaltigen Wirtschaftens ist die Care-Perspektive der Lebensprozesse. Das heißt, wirtschaftliches und politisches Handeln muss sich orientieren an der Sorge für Menschen, an Bedürfnissen und Wohlergehen der heutigen und künftigen Generationen, national wie global – aber auch an der Sorge für die Natur, ohne die eine nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlagen nicht denkbar ist. </p></div><h6 class="indent">Fundamentale Kritik am herrschenden Entwicklungsmodell</h6><div class="indent"><p class="bodytext">Die Referentin von genanet&nbsp;verwies weiter darauf, dass die Forderungen im aktuellen Verhandlungsdokument für Rio+20 diesen frauen- und geschlechterpolitischen Positionen und Forderungen&nbsp;entgegen stünden. Darin gehe es u.a. um die Verwandlung von natürlichen Ressourcen wie Wald, Boden oder Biodiversität in „Naturkapital“, das damit handelbar werde und sich in Finanzmarktprodukte umbauen ließe. Röhr erinnerte auch daran, welchen Erfolg internationale Frauenbewegungen vor zwanzig Jahren auf dem ersten Nachhaltigkeitsgipfel 1992 in Rio errungen hatten. Mit ihrer fundamentalen Kritik am herrschenden Entwicklungsmodell hatten sie ihre dezidierte Teilhabe an den Verhandlungen gefordert und auch errungen. Ihre kritischen Positionen setzten sich allerdings kaum durch. Bei der kommenden Konferenz Rio+20 stehe zu befürchten, so Röhr, dass Menschen- und Frauenrechte vollends gekippt würden. Sie appellierte an die Abgeordneten, besonders an diejenigen, die an der Rio+20-Konferenz teilnehmen, dies abzuwehren.</p></div><h6 class="indent">Arbeitsmarktpolitik ist zentral</h6><div class="indent"><p class="bodytext">In der anschließenden Diskussion hob Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen) hervor, dass sich die Frauenkonferenz ihrer Partei bereits intensiv mit dem Thema der Green Economy beschäftigt habe. Die Forderungen, die sich daraus für die deutsche Frauenpolitik ableiteten, seien: Entgeltgleichheit, Abschaffung der Minijobs, Ausbau der Kinderbetreuung und Pflege sowie die Aufwertung der Care-Berufe.</p></div><div class="indent"><div class="indent"><p class="align-right"><img src="uploads/RTEmagicC_pf_2012_3.jpg.jpg" height="166" width="240" alt="" /><img src="uploads/RTEmagicC_pf_2012_8.jpg.jpg" height="167" width="236" alt="" /><br /><i><font size="1">Linkes Bild: Ekin Deligöz (B90/Die Grünen,li.)&nbsp;&nbsp;&nbsp;Rechtes Foto:Caren Marks (SPD, im Vordergrund)</font></i></p></div></div><div class="indent"><p class="bodytext">Sabine Leidig (Die Linke) warnte vor der marktförmigen Organisation von Sorgearbeit. Dieses Thema müsse die Enquetekommission Wachstum – Wohlstand – Lebensqualität im Blick behalten.</p></div><div class="indent"><p class="bodytext">Christel Humme (SPD) äußerte ihre Bedenken gegen ein Summieren von bezahlter und unbezahlter Arbeit in die Wachstumsrechnung. Damit werde die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung zementiert und die benachteiligte Stellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt fortgeschrieben. Geschlechtergerechte Partizipation müsse vor allem dort eingefordert werden.</p></div><div class="indent"></div><h6 class="indent"><img src="uploads/RTEmagicC_pf_2012_6.jpg.jpg" height="171" width="240" alt="" /></h6><div class="indent"><p class="bodytext"><i><font size="1">Ulla Burchardt (SPD, li.), daneben Monika Lazar (B90/Die Grünen)</font></i></p></div><h6 class="indent">Genderfragen spielen in der politischen Debatte kaum eine Rolle</h6><div class="indent"><p class="bodytext">Ulla Burchardt (SPD), Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, erinnerte daran, dass das Thema Nachhaltigkeit schon lange den Bundestag beschäftige, dies habe u.a. seinen Niederschlag in der Enquetekommission „Nachhaltigkeitsstrategie“ (1999-2002) gefunden. Doch sei der Frauenaspekt dort nie dezidiert diskutiert worden. Er müsse endlich mit einbezogen werden.</p></div><div class="indent"><p class="bodytext">Eva Bulling-Schröter (Die Linke), Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, bestätigte, dass im aktuellen Vorbereitungsprozess auf Rio+20 Genderfragen kaum eine Rolle spielten. Sie schlug vor, weitere Ausschüsse, wie z.B. Wirtschaft und Verkehr mit in die Thematik einzubeziehen, um mit Perspektive auf die Konferenz in Rio Erwartungen zu formulieren, wie sich die Politik in Europa und Deutschland verändern müsse. Sie hob insbesondere die Problematik der Lebensmittel- und Finanzspekulationen hervor. </p></div><div class="indent"></div><div class="indent"><p class="bodytext"> <img src="uploads/RTEmagicC_pf_2012_7.jpg.jpg" height="170" width="240" alt="" /><img src="uploads/RTEmagicC_pf_2012_9_01.jpg.jpg" height="170" width="240" alt="" /><br /><i><font size="1">Linkes Foto: Nadine Schön&nbsp; (CDU/CSU)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Rechtes Foto: Annette Hübinger (CDU/CSU)</font></i></p></div><h6 class="indent">Mehr Verantwortung gegenüber den Ländern des Südens</h6><div class="indent"><p class="bodytext"> Nadine Schön (CDU/CSU) betonte, dass der Ansatz für nachhaltige Entwicklung vor allem in den Ländern des Südens läge. Ihnen müsse geholfen werden, ihre Produktivität unter nachhaltigen Aspekten zu erhöhen; die Position der Frauen dort als Wirtschaftsakteurinnen müsse gestärkt werden. Das ginge allerdings nur im Einklang und nicht „gegen die natürlichen Kräfte des Marktes“.</p></div><div class="indent"><p class="bodytext">Annette Hübinger (CDU/CSU) verwies auf die Konzepte des „Buen Vivir“, in denen AkteurInnen in Lateinamerika Alternativen zum (westlichen) Wachstumszwang suchen und sich dabei auf Traditionen und Wertvorstellungen der indigenen Völker ihrer Regionen beziehen. Diese Konzepte seien aber an ihre Grenzen gekommen und drohten zu scheitern. Hier müsse die international agierende Wirtschaft Verantwortung übernehmen. Auch Hübinger betonte die Rolle der Frauen als Trägerinnen alternativer Entwicklungen, sie seien wesentlich weiter und hätten einen anderen Blick auf Gesellschaft, Gemeinschaft und Wirtschaft.</p></div><div class="indent"></div><p class="indent"><img src="uploads/RTEmagicC_pf_2012_10.jpg.jpg" height="170" width="240" alt="" /><br /><i><font size="1">Ute Koczy (Bündnis 90/Die Grünen)</font></i></p><div class="indent"><p class="bodytext">Ute Koczy (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte an die Agenda 21, das entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm, das 1992 in Rio verabschiedet worden war und aus dem sich auch in Deutschland in zahlreichen Kommunen unter großem Engagement der Zivilgesellschaft eine Lokale Agenda 21 entwickelte. Davon sei heute kaum etwas übrig geblieben, beklagte Koczy. Eine ähnliche Entwicklung sagte sie für die Green Economy voraus. Im Übrigen kritisierte sie die hiesigen Diskussionen als eurozentrisch. Die Länder des Südens seien weitgehend aus dem Blick verschwunden. Dort seien die Frauen jedoch wichtige Akteurinnen für einen sozialen und ökologischen Wandel. Koczy plädierte u.a. dafür, die Energiewende mit der Frauenfrage zu verknüpfen. </p></div><div class="indent"><p class="bodytext">Einig waren sich die TeilnehmerInnen darin, dass der Deutsche Frauenrat und genanet mit dem Thema Green Economy aus Genderperspektive einen aktuellen und interessanten Impuls gesetzt haben.</p></div><div class="indent"></div><div class="indent"><p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p></div><div class="indent"><p class="bodytext"><a href="0deutsch/start/statements.html#c697" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Rio+20: Stimmen aus dem Bundestag</a></p>
<p class="bodytext">Positionen und Debatten des Deutschen Frauenrates <a href="http://www.frauenrat.de/deutsch/aktionen/rio20.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />zur Green Economy aus Genderperspektive</a></p></div><div class="indent"></div>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 15:27:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DF: Neuer Terminkalender</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/df-neuer-terminkalender.html</link>
			<description>Mehr Informationen und Service möchte der Deutsche Frauenrat auch auf seiner Website bieten....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Termine können von den VeranstalterInnen direkt eingegeben werden. Und so funktioniert der <a href="0deutsch/infopool/termine.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Kalender</a>.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			<category>Weitere Meldungen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 14:32:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Brustkrebs: Schädliche Umwelteinflüsse werden kaum thematisiert</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/brustkrebs-schaedliche-umwelteinfluesse-werden-kaum-thematisiert.html</link>
			<description>Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Besonders beunruhigend: Die Zahl der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In der öffentlichen Wahrnehmung liegt&nbsp;der Fokus beim Thema Brustkrebs hauptsächlich auf der Diagnose und der Therapie der Erkrankung. Bisher kaum diskutiert wird jedoch die Vermeidung  von unnötigen und gefährlichen Risiken durch Krebs auslösende Stoffe in  der Umwelt. Viele solcher Gefährdungen werden von  Frauen selbst nicht erkannt, weil es ihnen an entsprechenden Informationen fehlt. Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF) und Women in Europe for a Common Future (WECF) haben deshalb eine Broschüre herausgegeben, die den Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Umweltbelastungen in den Fokus rückt. </p>
<p class="bodytext">Mit ihrer Broschüre wollen der AKF und WECF eine Diskussion anstoßen, in der umfassender nach den Ursachen von Brustkrebs gefragt wird. Darüber hinaus sollen Frauen ermutigt werden, sich in die Gesundheits-, VerbraucherInnen- und Umweltpolitik einzumischen. <br /><br />Auf den Begriff „Prävention“ wurde bewusst verzichtet, denn im medizinischen Kontext sei er überwiegend auf individuelles Handeln gerichtet. Beide Frauenorganisationen verstehen unter Vermeidung jedoch &quot;gemeinsame gesellschaftliche und politische Anstrengungen, aus der Welt zu schaffen, was krank macht.“</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Information:<br /></b><br />Die Broschüre „Die verkannte Gefahr - Umwelteinflüsse und Brustkrebs, Heilen ist gut, Vermeiden ist besser!“ können Sie für 2 Euro plus Porto beim AKF bestellen oder <a href="http://www.wecf.eu/download/2012/April/Brustkrebs_broschre_WECF_2012.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />hier</a> downloaden. <br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 09:56:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DF: Geschlechterpolitik ist mehr als eine Quote für Aufsichtsräte und Vorstände</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/df-geschlechterpolitik-ist-mehr-als-eine-quote-fuer-aufsichtsraete-und-vorstaende.html</link>
			<description>Im Rahmen einer öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission „zum unausgewogenen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Konsultation, eingeleitet von der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Justizkommissarin, Viviane Reding, soll eine gesetzliche Initiative zur Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit in den Entscheidungsgremien der börsennotierten Unternehmen vorbereiten.&nbsp;Die EU-weite Befragung&nbsp;startete Anfang März 2012&nbsp;und läuft noch bis Ende Mai.</p>
<p class="bodytext">Der Fragebogen erhebt Einschätzungen und Positionen: zur Wirksamkeit der Selbstregulierung durch Unternehmen in Hinblick auf die Beseitigung des Geschlechterungleichgewichtes in genannten Gremien; zu zusätzlichen Regulierungsmaßnahmen; zu den vermuteten wirtschaftlichen Vorteilen, die eine stärkere Präsenz von Frauen in diesen Gremien bringt; zu den Zielvorgaben (Quoten), deren zeitlichem Rahmen und Verbindlichkeiten; zur Zielgruppe der Unternehmen und Gremien, für die diese Maßnahmen gelten sollen und zu Sanktions- und Kontrollmöglichkeiten.</p>
<h6>DF fordert Gleichstellungsgesetz, Quote, Sanktionen</h6>
<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat legt in seiner <a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-2/Stellungnahme_Konsultation.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" />Antwort</a> die mehr als bescheidenen Ergebnisse dar, die sowohl aus der mehr als zehn Jahre alten freiwilligen Vereinbarung&nbsp;zwischen Bundesregierung und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft bislang resultieren, als auch aus dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Selbstregulierungen könnten zwar „die Basis für gesetzgeberisches Vorgehen sein, müssen aber Zielvorgaben, Fristen und staatliches Monitoring beinhalten“, heißt es in der Stellungnahme des DF. Darin wird im Weiteren ein Gleichstellungsgesetz&nbsp;für die&nbsp;Privatwirtschaft und eine gesetzliche Geschlechterquote (40 Prozent) für Aufsichtsräte und Vorstände gefordert – und zwar in öffentlichen und privaten börsennotierten und nicht-börsennotierten Unternehmen ab einer bestimmten Größe. Verbindliche Regelungen seien nur dann effektiv, „wenn mit der Nichteinhaltung einschneidende Sanktionen verbunden sind&quot;. </p>
<h6>Quote bringt betriebs- wie volkswirtschaftlich Vorteile</h6>
<p class="bodytext">Im Übrigen ließen mehr Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten neben nachgewiesenen betriebswirtschaftlichen Vorteilen wie Umsatzsteigerung, mehr Wettbewerbsfähigkeit und bessere Vertretung der Unternehmensinteressen auch volkswirtschaftliche Vorteile erwarten: beispielsweise die Veränderung von Unternehmenskulturen und Managementstilen, neue Rollenvorbilder und stärkere Berücksichtigung der Vereinbarkeitsproblematik, heißt es in der DF-Stellungnahme</p>
<h6>Feld nicht den QuotengegnerInnen überlassen</h6>
<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat und die Europäische Frauenlobby rufen ihre Mitgliedsverbände und KooperationspartnerInnen auf, sich an der Konsultation zu beteiligen und das Feld nicht jenen Unternehmen und Individuen zu überlassen, die das Verfahren bereits nutzen, um kräftig Stimmung gegen eine gesetzliche Quote zu machen.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">Teilnehmen an der Konsultation können sowohl Organisationen als auch Einzelpersonen.<br /> <a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-2/28051_consultation_questions_de.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" height="10" width="14" />Zum Fragebogen und den Teilnahmebedingungen</a> </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 08 May 2012 15:35:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Studie: Berufswahl von Mädchen wird von Bildung und Schichtzugehörigkeit der Eltern bestimmt</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/studie-girls-day-hat-keinen-nachweisbaren-einfluss-auf-berufswahl.html</link>
			<description>Seit nunmehr elf Jahren haben Schülerinnen einmal im Jahr die Möglichkeit, in einen technisch,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Keinen nachweisbaren Einfluss auf die Berufswünsche hätten Angebote, die Mädchen männlich dominierte Berufe näher bringen sollen. Die Vorstellung, dass punktuelle Maßnahmen wie der Girls’- und Boys’ Day das Berufswahlverhalten beeinflussen könnten, sei im Spiegel dieser Ergebnisse nicht haltbar, schreiben die WissenschaftlerInnen.<br /><b><br />Mehr Information über unterschiedliche Bezahlung<br /></b>Eine viel größere Rolle für die Berufswahl ihrer Kinder spiele vielmehr der Einfluss der Eltern, ihnen komme eine „wichtige, jedoch geschlechtsspezifische Sozialisationsfunktion“ zu. Denn bei ihrer Auswertung von Daten der PISA-Ergänzungsstudie 2006 fanden Kathrin Leuze und Marcel Helbig vom WZB heraus: Insbesondere Mädchen aus höheren Schichten interessierten sich für &quot;männliche&quot; Berufe. Als Ursache dafür machten die beiden ForscherInnen einen „Informationsvorsprung“ aus. Die&nbsp;Eltern geben ihr Wissen über die unterschiedliche Bezahlung bestimmter Berufe an ihre Kinder weiter. </p>
<p class="bodytext"><b>Mütter beeinflussen die Berufswahl von Mädchen kaum<br /></b>Doch auch weil in diesen Familien eher moderne Geschlechterrollen vermittelt werden, streben die Töchter seltener Frauenberufe an. Zudem neigten Mädchen eher zu Männerberufen, wenn sie vom Vater mehr Informationen über diese Berufe erhalten. Die Mutter beeinflusst der Studie nach die Berufswahl der Mädchen allerdings weniger als bisher vermutet, während sich&nbsp;Jungen klar am Vater orientieren.<br /><br /><b>Weitere Informationen:<br /></b><br />Die Ergebnisse sind unter dem Titel „Ich will Feuerwehrmann werden!“ in Heft 1/2012 der „Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie“ erschienen.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 17:46:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>BAGSO: Ja zum Alter – Nein zum Anti-Aging</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/bagso-ja-zum-alter-nein-zum-anti-aging.html</link>
			<description>Der Umbau der sozialen Sicherungssysteme, vor allem aber die Einschnitte bei der gesetzlichen Rente...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„So wird ein Durchschnittseinkommen künftig nach 35 Beitragsjahren gerade einmal einen Rentenanspruch in Höhe der sogenannten Grundsicherung im Alter ergeben. Diese dramatische Absenkung muss, vor allem im Interesse künftiger Rentnergenerationen, gestoppt werden, da betriebliche und private Altersvorsorge nicht für alle zugänglich bzw. erschwinglich sind,“ heißt es in dem Dokument weiter.</p>
<h6>Auskömmlich, selbstbestimmt, würdig leben auch im Alter</h6>
<p class="bodytext">Die <a href="http://www.deutscher-seniorentag.de/fileadmin/user_upload/redaktion/PDFs/pressemitteilungen/Hamburger_Erklaerung_BAGSO_10._Deutscher_Seniorentag.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Hamburger Erklärung</a>, die unter dem Titel „Ja zum Alter“ steht, fordert auskömmliche Altersrenten und mit besonderem Blick auf die von Altersarmut besonders bedrohten Frauen damit verbundene Korrekturen am Arbeitsmarkt: Maßnahmen gegen Niedriglöhne, Arbeitslosigkeit sowie unstete Beschäftigungsverhältnisse und Erwerbsminderung. Weitere Forderungen sind der eigenverantwortliche Umgang mit Gesundheit, ein adäquates und bezahlbares Gesundheitssystem, ein neues Verständnis von Pflege, die Flexibilisierung der Lebensarbeitszeiten und des Renteneintrittsalters, die Förderung gesellschaftlichen Engagements, Selbstbestimmung der Lebensform und ein würdiges Sterben.</p>
<h6>Politprominenz und zahlreiche BesucherInnen</h6>
<p class="bodytext">Der von der BAGSO ausgerichtete 10. Deutsche Seniorentag mit der Messe SeNova und ihren rund 200 kommerziellen und nicht-kommerziellen Ausstellern fand vom 3. bis 5. Mai in Hamburg statt. Rund 20.000 BesucherInnen machten von den zahlreichen Angeboten Gebrauch. </p>
<p class="bodytext">Zu den Highlights der Veranstaltung zählten die <a href="http://www.deutscher-seniorentag.de/fileadmin/user_upload/redaktion/PDFs/pressetexte/Gauck/Rede_des_Bundespraesidenten_DST_2012.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Rede von Bundespräsident Joachim Gauck</a> und die Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die den&nbsp;TeilnehmerInnen versicherte: „Sie diskutieren über zentrale Felder unserer Gesellschaft. Und dass Sie das so selbstbewusst tun, ‚Ja zum Alter‘ sagen – aber auch zur Einmischung, zum Mitreden, zum Engagement, ist unendlich wichtig für uns.&quot;<br />Auch <a href="http://www.deutscher-seniorentag.de/fileadmin/user_upload/redaktion/PDFs/pressetexte/Rede_Bundesministerin_Dr._Schroeder_10._DST.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Bundesseniorenministerin Kristina Schröder (CDU)</a> trat auf: „Es ist ein großes Glück für meine Generation, die Chance zu haben, lange zu leben und so lange gemeinsam mit Älteren leben zu können!“, würdigte sie das Engagement für ein „Ja zum Alter in allen seinen Facetten“ und warb damit auch für die „Solidarität zwischen den Generationen“, unter der das EU-Jahr 2012 „Aktives Altern“ steht.</p>
<h6>DF und EFiD: Entfalten statt liften – im bürgerlichen Engagement</h6>
<p class="bodytext">In&nbsp;rund 100 Einzelveranstaltungen präsentierten die Mitgliedsorganisationen der BAGSO eine große Zahl von Themen und Anliegen. So luden Der Deutsche Frauenrat und die Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) zu einer Diskussion über Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement im Alter unter dem Motto „Entfalten statt liften“. Vor dem Hintergrund, dass sich immer mehr Menschen nach ihrem Berufsleben (weiterhin) politisch und sozial engagieren wollen und Einsatzmöglichkeiten suchen, wurden die Fragen nach Freiwilligkeit und Entfaltungsmöglichkeiten im Ehrenamt erörtert. Einig waren sich die TeilnehmerInnen: Ehrenamtliche wollen nicht billige Ergänzung oder Ersatz für Hauptamtliche sein; sie wollen nicht der Deprofessionalisierung im sozialen und pflegerischen Bereich Vorschub leisten. Und sie wollen sich nach dem Erwerbsleben nicht „freiwillig“ einem berufsähnlichen Zeitregime unterwerfen, sondern sich weitgehend selbstbestimmt im Rahmen ihrer je spezifischen Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen und entfalten.</p>
<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat wird sich darüber hinaus mit der Thematik „Altern“ ausgiebig auf einem Zukunftsforum vom 7. bis 9. September 2012 beschäftigen. Das ausführliche Programm und die Einladungen dazu folgen zeitnah.</p>
<p class="bodytext">Die BAGSO vertritt die Interessen von über 110 Organisationen. Der Deutsche Frauenrat ist Mitglied.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.bagso.de" target="_self" >www.bagso.de</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 15:07:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hebammen: Krankenhausbetreiber sollen Haftpflichtprämien übernehmen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/hebammen-krankenhausbetreiber-sollen-haftpflichtpraemien-uebernehmen.html</link>
			<description>Freiberufliche Hebammen müssen ab Juli noch mehr für ihre Berufshaftpflichtversicherung bezahlen....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ursache&nbsp;für die deutlich gestiegenen Prämien für  Berufshaftpflichtversicherungen sind erhöhte Schmerzensgeldaufwendungen,  gestiegene Therapie- und Pflegekosten sowie Kompensationszahlungen für  den zu erwartenden zukünftigen Verdienstausfall von geschädigten  Kindern. Nach einem Gutachten des IGES Instituts&nbsp;zur „Versorgungs- und Vergütungssituation in der außerklinischen Hebammenhilfe“, das im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums erstellt wurde, lag der Anteil der befragten Hebammen, die  eine Jahresprämie von mehr als 3.600 Euro zahlten, im Jahr 2011 bei 16  Prozent. </p>
<p class="bodytext"><b>Vergütungsverhandlungen unterbrochen<br /></b>Zur Veröffentlichung des Gutachtens ließ das Ministerium mitteilen: Es gehe davon aus, dass die erneute Erhöhung der Haftpflichtprämien für Hebammen bei den derzeitigen Vergütungsverhandlungen angemessen berücksichtigt werde. Gegenwärtig stocken diese Verhandlungen allerdings. Wie der Deutsche Hebammenverband erklärte, hätten die maßgeblichen Verbände wie der Deutsche Hebammenverband (DHV), der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschland (BfHD) und das Netzwerk der Geburtshäuser die Verhandlungen mit den Spitzenverbänden der Krankenkasse unterbrochen – und zwar kurz vor Abschluss der seit Monaten andauernden&nbsp;Gespräche&nbsp;zu den Hebammengebühren und dem Schiedsstellentermin.</p>
<p class="bodytext"><b>Deutscher Hebammenverband: Das kann nur Taktik sein<br /></b>Anlass für den Verhandlungsstopp ist die unangekündigte Einbeziehung eines weiteren Verhandlungspartners durch den GKV. „Das kann nur Taktik sein, denn nun muss alles bereits Verhandelte neu geregelt werden. Eine vollkommene Neuausrichtung ist dafür notwendig. Das verzögert die Verhandlungen auf unbestimmte Zeit. Mit jeder vergangenen Woche sparen die Krankenkassen, während die Hebammen zu wenig Geld bekommen “, so Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. Die Hebammenverbände drängen deshalb den GKV, die Verhandlungen zum Abschluss zu bringen. <br /><b><br />BMG: Prämienerhöhung nicht unerhebliche finanzielle Belastung</b><br />Immer wieder haben die Hebammen in der Vergangenheit auf ihre prekäre Lage aufmerksam gemacht, die vor allem auf den&nbsp;drastischen Anstieg der Haftpflichtprämien in den vergangenen Jahren zurückzuführen ist. Danach fallen für Haftpflichtversicherungen, die auch die Betreuung von Geburten abdecken, aktuell Jahresprämien von fast 3.700 Euro an. Im Juli 2012 wird mit einem weiteren Anstieg um 15 Prozent gerechnet. „Dies stellt für die Hebammen eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung dar“, pflichtete auch das Bundesgesundheitsministerium bei. </p>
<h4><b>Prämienerhöhung führt zur Einschränkung des Leistungsangebots</b></h4>
<p class="bodytext">Auch das im Auftrag des Gesundheitsministeriums erstellte <a href="http://www.iges.de/presse07/pressemeldungen_2012/hebammenhilfe/index_ger.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />IGES-Gutachten</a>, für das rund 3.600 Hebammen befragt wurden, ist zum Schluss gelangt: Schon jetzt haben Hebammen aufgrund früherer Prämienerhöhungen ihr Angebot etwa in der Geburtshilfe eingeschränkt, weil es sich schlichtweg für sie nicht mehr rechnet. Tatsächlich habe sogar jede vierte ausschließlich freiberuflich tätige Hebamme schon einmal darüber nachgedacht, ihren Beruf an den Nagel zu hängen – mehrheitlich wegen der gestiegenen Haftpflichtprämie.<br /><br /><b>Die Mehrzahl kommt selbst für die Haftpflichtversicherung auf<br /></b>Überrascht hat das IGES Institut, dass das Gros der freiberuflich aber auch angestellt tätigen Hebammen in der Befragung angegeben hatte, die Prämien für ihre Berufshaftpflichtversicherungen mit Abdeckung von Geburtshilfeschäden selbst zu zahlen. Denn auch das zeigt das Gutachten: Die Mehrzahl dieser Hebammen betreuen Geburten ausschließlich im Rahmen ihres Angestelltenverhältnisses im Krankenhaus. Normalerweise übernähmen aber Arbeitgeber die hierfür erforderliche Absicherung gegen Haftungsschäden. Nach Auffassung der Gutachter besteht deshalb Klärungsbedarf, warum und in welchem Ausmaß freiberufliche Hebammen, die Geburtshilfe ausschließlich als Angestellte in Kliniken betreuen, zusätzlich selbst das Berufshaftpflichtrisiko abdecken.</p>
<p class="bodytext"><b>BMG kündigt Gespräche an<br /></b>Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, sieht hier ebenfalls dringenden Gesprächsbedarf und den Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in der Pflicht: So habe das Ministerium dafür zu sorgen, „dass eine bundesweite Versorgung mit Hebammenhilfe sichergestellt wird und dass die Krankenhausbetreiber ihrer Pflicht nachkommen und die Haftpflichtprämien für die angestellten Hebammen komplett übernehmen“. Das Bundesgesundheitsministerium reagierte prompt und kündigte an, „in  Kürze die Hebammenverbände, den GKV-Spitzenverband sowie Vertreter der  Versicherungswirtschaft und der Krankenhäuser zu Gesprächen einladen“. <br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br /> <b>Weitere Informationen:<br /><br /></b><a href="http://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/dateien/Downloads/H/120504_IGES-Gutachten_Versorgungs-_und_Verguetungssituation_in_der_ausserklinischen_Hebammenhilfe.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Versorgungs- und Vergütungssituation in der außerklinischen Hebammenhilfe - Ergebnisbericht für das Bundesministerium für Gesundheit</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 06 May 2012 15:48:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>56. FRK-Nachlese: Regierung und NGOs müssen enger zusammenarbeiten</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/56-frk-nachlese-regierung-und-ngos-muessen-enger-zusammenarbeiten.html</link>
			<description>Auf einer gemeinsamen Veranstaltung von UN Women Nationales Komitee Deutschland, vom...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Eva Maria Welskop-Deffaa, Leiterin der Abteilung für Gleichstellung und Chancengleichheit des BMFSFJ, bedauerte eingangs das Nicht-Zustandekommen einer gemeinsamen Abschlusserklärung bei der 56. FRK, stellte aber heraus, dass es trotzdem zu einigen Empfehlungen und Resolutionen gekommen sei.</p>
<h6>UN Women Deutschland und Deutscher Frauenrat planen intensive Zusammenarbeit</h6>
<p class="bodytext">DF-Vorstandsmitglied Elisabeth Botsch erinnerte daran, dass der Deutsche Frauenrat seit 1987 einen offiziellen Beraterstatus beim UN Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) hat und daher zur Beratung der Regierungsdelegationen nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet sei. Sie forderte eine stärkere Anerkennung zivilgesellschaftlicher Kräfte durch die Regierung; so könne die Vernetzung der nationalen und der internationalen Gleichstellungspolitik gefördert werden. Eine intensivere Kooperation und Kommunikation zwischen Regierung und NROs könne die Effektivität dieser Arbeit nicht nur im Hinblick auf die FRK, sondern auch auf die Umsetzung des Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) deutlich steigern. Die zivilgesellschaftlichen Kräfte zur Durchsetzung der internationalen Geschlechtergerechtigkeit würden in Deutschland zukünftig durch die intensive Zusammenarbeit zwischen&nbsp;UN Women Deutschland und dem Deutschen Frauenrat, der mit der Schaffung einer neuen Stelle zur internationalen Gleichstellungspolitik hier einen Schwerpunkt gesetzt hat, verstärkt.</p>
<h6>Von den „Vereinten Regierungen“ zu den „Vereinten Nationen“</h6>
<p class="bodytext">Brigitte Triems, Präsidentin der Europäischen Frauenlobby (EWL) verwies darauf, dass diese Kooperation in anderen Ländern schon längst und mit guten Ergebnissen praktiziert werde. Dies sei der richtige Schritt, um von den „Vereinten Regierungen“ wieder zur Gründungsidee der „Vereinten Nationen“ zurück zu kommen. Von anderen Ländern zu lernen, könne auch bedeuten, dass ranghohe Personen an der Regierungsdelegation teilnähmen. Das sei eine angemessene und notwendige Aufwertung internationaler und nationaler Frauen- und Geschlechterpolitik. Damit könne Deutschland auf dem UN-Parkett eine stärkere Rolle spielen und Vorbildfunktion haben, führte die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Christel Humme, aus.</p>
<h6>UNSR-Resolution 1325: Nationaler Aktionsplan lässt auf sich warten</h6>
<p class="bodytext">Ein weiteres Thema der Zusammenkunft war der von zahlreichen Frauenorganisationen, darunter auch&nbsp;vom Deutschen Frauenrat, seit langem geforderte nationale Aktionsplan für die UNSR-Resolution 1325 und Folgeresolutionen. Seitens des Auswärtigen Amtes wurde darüber informiert, dass es für einen solchen Aktionsplan bislang weder Eckpunkte, Inhalte noch einen Zeitplan gäbe; man sei aber in einer entsprechenden Abstimmung mit anderen Ressorts. Die Geschäftsführerin des Deutschen Frauenrates, Henny Engels, wies auf das zivilgesellschaftlich getragene nationale „Bündnis 1325“ und auf die von ihm ausgearbeiteten Eckpunkte zur Umsetzung der UNSR-Resolution 1325 hin. Sie forderte die anwesenden Regierungsvertreterinnen auf, das Bündnis bei der Ausarbeitung eines nationalen Aktionsplans zu beteiligen.</p>
<h6>Pro und Kontra fünfte Weltfrauenkonferenz</h6>
<p class="bodytext">Zur Durchführung einer fünften Weltfrauenkonferenz (WFK), die im Rahmen der FRK von UN-Generalsekretär, Ban Ki-moon, und dem Vorsitzenden der UN-Vollversammlung, Nassir Abdulaziz Al-Nasser, vorgeschlagen wurde, hatten die Teilnehmerinnen keine einhellige Meinung. Während die einen in einer fünften WFK die Chance sahen, Frauenrechte und Chancengleichheit auf der Grundlage der Pekinger Aktionsplattform von 1995 neu bzw. weiter zu verhandeln, fürchteten die anderen, dass die Ergebnisse neuer Verhandlungen hinter bereits Errungenem zurückbleiben würden. Einen aktuellen Beleg für diese Gefahr sahen die Skeptikerinnen im Ausgang der 56. Sitzung der FRK in New York. Dort scheiterte ein gemeinsames Abschlussdokument der Regierungen an Unstimmigkeiten vor allem hinsichtlich der Frage sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte. Auch die Aufnahme des Begriffs „Gender Equality“ war umstritten ebenso wie die Forderung, dass Frauen nicht aufgrund ihres Familienstandes diskriminiert werden dürfen, obwohl dies bereits in der o.a. Konvention (CEDAW) festgeschrieben ist.</p>
<h6>Gemeinsames Engagement für die FRK 2013</h6>
<p class="bodytext">Mit Blick auf die 57. Sitzung der FRK im nächsten Jahr, die unter dem Thema „Beseitigung und Prävention von jeder Form der Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ stehen wird, waren sich die Anwesenden einig, dass im Vorbereitungsprozess das nationale Engagement gebündelt und zwischen Regierung und NROs gut koordiniert werden muss. Gemeinsam wollen die nationalen Akteurinnen der Regierung, des Parlaments und der NROs zukünftige Implementierungsstrukturen und -strategien für die Umsetzung der Ergebnisse der FRK erarbeiten. </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 04 May 2012 13:24:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Endlich eine Staatssekretärin für das Bundesfrauenministerium</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/article/endlich-eine-staatssekretaerin-fuer-das-bundesfrauenministerium.html</link>
			<description>fordert der Deutsche Frauenrat von Kristina Schröder</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Anlässlich des Ausscheidens von Staatssekretär Josef Hecken aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat sich der Deutsche Frauenrat an die Bundesministerin gewandt mit der Aufforderung, die Stelle mit einer Frau neu zu besetzen. </p>
<p class="bodytext">„Dieser Wechsel ist eine gute Gelegenheit, den Anteil von Frauen in Leitungspositionen Ihres Hauses zu erhöhen. Dies entspräche auch dem Koalitionsvertrag, der als eines der Ziele der Bundesregierung die maßgebliche Erhöhung des Anteils von Frauen in Leitungspositionen auch im Öffentlichen Dienst benennt. Dass es hier einen großen Nachholbedarf gibt, haben Sie selbst im Rahmen der Gespräche mit den Vorständen der DAX-30-Unternehmen ausgeführt,“ heißt es dazu in einem Brief der Vorsitzenden des Deutschen Frauenrates, Marlies Brouwers, an Bundesministerin Schröder. Und weiter: „Wir sind sicher, dass es eine ausreichende Zahl von Frauen gibt, die dieses Amt mit großem Engagement und Fachkenntnis ausfüllen können.“</p>
<p class="bodytext">Josef Hecken wird Ende Juni das BMFSFJ verlassen. Das Ministerium hat derzeit zwei Staatssekretäre, die sechs Führungspositionen der dritten Leitungsebene sind mit fünf Männern und einer Frau besetzt. In Leitungsfunktionen deutlich unterrepräsentiert sind Frauen nicht nur im BMFSFJ sondern auch in den anderen Bundesministerien: Die vierzehn Häuser werden derzeit von acht Ministern und sechs Ministerinnen geleitet, das entspricht einer Frauenquote von knapp 43 Prozent. Bei den Parlamentarischen StaatssekretärInnen kommen auf 21 Männer sechs Frauen (22,2 Prozent), bei den beamteten StaatssekretärInnen auf 19 Männer fünf Frauen (20,8 Prozent). Bei den Abteilungsleitungen ist das Missverhältnis noch größer, dort liegt der Frauenanteil deutlich unter zwanzig Prozent.&nbsp; Auf diese Zahlen wies der DF bereits im Dezember 2011 anlässlich zehn Jahren Bundesgleichstellungsgesetz hin. </p>
<p class="bodytext">„Die gläserne Decke für Frauen kann nur von oben durchstoßen werden: Indem Chefs und Chefinnen mehr professionellen Ehrgeiz und Verantwortung für Gleichstellung entwickeln, Ziele vereinbaren und dafür sorgen, dass sie umgesetzt werden“, erinnerte die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates jetzt noch einmal im Zusammenhang mit dem Leitungswechsel im BMFSFJ.</p>
<p class="bodytext">PM 06/2012</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldungen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 03 May 2012 10:34:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Altersarmut: Regierung will Minijobs nicht abschaffen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/altersarmut-regierung-will-minijobs-nicht-abschaffen.html</link>
			<description>Die Bundesregierung sieht derzeit keinen Anlass zur Besorgnis: Nach ihrer Antwort (17/9117) auf...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Gegenwärtig schnürt die Bundesregierung ein Renten-Reformpaket, um den „Bedürftigkeitsrisiken wirksam“ entgegen zu wirken. Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat dafür seit Herbst vergangenen Jahres ihre Vorschläge mit Gewerkschaften, Verbänden und Fachleuten diskutiert. Auch eine Zuschussrente in Höhe von 850 Euro, mit der die Ministerin vor allem Frauen unterstützen will, ist Teil des Gesamtpakets. Ein entsprechender Entwurf aus dem Hause von der Leyens scheiterte jedoch jüngst schon in der Ressortabstimmung an der Ablehnung des Gesundheits- und des Wirtschaftsministeriums. <br /><b><br />Nettogesamteinkommen liegen über den durchschnittlichen Renten</b><br />Nach Angaben der Regierung lägen die Nettogesamteinkommen von RentnerInnenhaushalten deutlich über den durchschnittlichen Renten. Alleinstehende Männer verfügten im Alter im Durchschnitt über rund 1.451 Euro monatlich, bei alleinstehenden Frauen seien es rund 1.188 Euro. Rentnerehepaaren stehe durchschnittlich ein Nettogesamteinkommen von rund 2.248 Euro im Monat zu Verfügung. Rund 16,4 Millionen Menschen in dieser Altersgruppe bzw. rund 97,5 Prozent bezögen keine Leistungen der Grundsicherung. <br /><b><br />Rentenlücke von Frauen im Westen liegt bei 64 Prozent</b><br />Unter Hinweis auf eine Studie des Bundesfrauenministeriums (BMFSFJ) räumt die Regierung jedoch ein, dass der Gender Pension Gap zu Lasten von Frauen bei knapp 60 Prozent liege. In Westdeutschland betrug im Jahr 2007 die Rentenlücke für Frauen 63,8 Prozent und in Ostdeutschland 36,7 Prozent. Dabei habe sich der Unterschied seit 1992 deutlich um 10 Prozentpunkte verringert, weil die eigenen Alterssicherungseinkommen der Frauen relativ stärker gestiegen seien, so die Regierung. Dieser Unterschied werde von den AutorInnen der Studie auf die ungleichen Chancen zur Erwerbsarbeit und strukturelle Nachteile beim beruflichen Wiedereinstieg nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung zurückgeführt, heißt es weiter.<br /><b><br />Jede dritte Frau arbeitet zu Niedriglohn</b><br />In der Tat arbeiten vor allem Frauen im Niedriglohnsektor für einen Stundenlohn von 8,50 Euro, 10 Euro und auf der Höhe der Niedriglohnschwelle. Nach den Worten der Regierung liegt der Niedriglohnanteil bei Frauen zwischen 28 und 30 Prozent, bei Männern dagegen bei 15 bis 18 Prozent. Ganz wesentlich für den Bezug von Niedriglöhnen dürfte dabei auch die geringfügige Beschäftigung/Minijobs sein. Hier liegt der Frauenanteil an denjenigen, die ausschließlich einen Minijob ausüben, bei 69 Prozent, der Rest übt eine geringfügige Beschäftigung im Nebenjob aus. Der Regierungsantwort ist außerdem zu entnehmen, dass nur ein geringer Teil der Minijobberinnen (7%) die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung durch eigene Beiträge aufstocken.<br /><b><br />Abschaffung Minijobs: Regierung teilt nicht Auffassung der Sachverständigenkommission</b> <br />Die Sachverständigenkommission zum Ersten Gleichstellungsbericht hatte in ihrem Gutachten die gegenwärtige Minijobstrategie „aus der Perspektive der Geschlechtergleichstellung über den Lebensverlauf als desaströs“ bezeichnet und der Regierung die Abschaffung dieser Beschäftigungsverhältnisse empfohlen. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung jedoch auf ihre Stellungnahme zum Bericht: „Die Bundesregierung teilt nicht alle daraus erwachsenen einzelnen Schlussfolgerungen“. Gleichwohl wolle sie faire Einkommensperspektiven für Frauen und Männer im Lebensverlauf schaffen. </p>
<p class="bodytext"><b>Erhöhung und Dynamisierung von Minijobs soll geprüft werden<br /></b>Gänzlich abschaffen will die Regierung die Minjobs allerdings nicht, stattdessen&nbsp;schreibt sie: „Hinsichtlich der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse ist im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP das Ziel formuliert, die Brückenfunktion von Mini- und Midijobs in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu stärken.“ Darüber hinaus sei im Koalitionsvertrag vereinbart, die Erhöhung und die Dynamisierung der Grenzen sozialversicherungsfreier Minijobs zu prüfen. „Diese Prüfung umfasst auch gleichstellungspolitische Aspekte.“</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://dip.bundestag.de/btd/17/091/1709117.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Antwort der Bundesregierung<br /></a>auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Yvonne Ploetz, Matthias W. Birkwald, Diana Golze, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 17/8928 – <b>Altersarmut von Frauen und die Pla&#776;ne der Bundesregierung</b></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 13:26:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>BAG: Schröder soll auch für nicht privilegierte Frauen Verantwortung übernehmen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/bag-schroeder-soll-auch-fuer-nicht-privilegierte-frauen-verantwortung-uebernehmen.html</link>
			<description>Auch die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten (BAG) verstärken den Druck auf ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"> Die BAG, das Netzwerk von rund 1.900 kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, bietet Schröder dafür den „persönlichen Dialog an, damit unsere Erfahrungen, unser Wissen und unsere Fachkompetenz genutzt werden kann für mehr Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland“.<br />&nbsp;<b><br />Empfehlungen der Sachverständigenkommission endlich umsetzen</b><br />Nur wenige Tage, bevor der Brief an die Ministerin veröffentlicht wurde, hatten die Gleichstellungsbeauftragten auf ihrer 21. Bundeskonferenz bekräftigt: Kristina Schröder müsse die Empfehlungen der Sachverständigenkommission für den Ersten Gleichstellungsbericht „endlich&quot; umsetzen. </p>
<p class="bodytext">Seit Übergabe des Gutachtens an das Bundesfrauenministerium hatte die BAG immer wieder ihre Übereinstimmung mit den einzelnen Forderungen der Sachverständigenkommission betont. Die Abschaffung der Minijobs sowie eine Reform des Ehegattensplitting halten die Gleichstellungsbeauftragten für eine konsistente Gleichstellungspolitik ebenso für unveräußerlich wie die Einführung einer Quote für Führungspositionen. Auch die Entgeltlücke von 23 Prozent ist für die BAG kein haltbarer Zustand. Sie forderte deshalb auch von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften ein Bewertungssystem für Tarifverträge, dass Frauen nicht weiter benachteilige. <br /><b><br />BAG bemängelt Arbeitsbedingungen</b><br />Doch auch die eigene Arbeit in den Kommunen war Thema der 21. Bundeskonferenz in Düsseldorf. Nach einer Expertise zur Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten, für die 70 Prozent der Gleichstellungsbeauftragten an einer bundesweiten Online-Befragung teilgenommen hatten, sind deren Arbeitsbedingungen schlecht: „Fehlende Anerkennung der Gleichstellungsstellen und ihrer Arbeit, schlechte Bezahlung, unzureichende personelle und finanzielle Ausstattung, sowie fehlende Unterstützung seitens der Politik.“ Die BAG-Bundessprecherinnen fordern daher die Novellierung der Landesgleichstellungsgesetze. Diese sollten künftig die Rechte und die Mitwirkungs- und Einflussmöglichkeiten der Gleichstellungsbeauftragten in den Kommunen stärken. Für eine gute Arbeit brauche es ausreichend Personal und Geld.<br /><br /><b>Neue Sprecherinnen gewählt</b><br />Die 21. BUKO hat in Du&#776;sseldorf neue Sprecherinnen gewa&#776;hlt: </p><ul><li><b>Katrin Morof</b>, Landkreis Helmstedt </li><li><b>Beate Ebeling</b>, Stadt Wolfsburg </li><li><b>Petra Borrmann</b>, Stadt Delmenhorst,</li><li> <b>Gabriele Wenner</b>, Stadt Frankfurt/Main</li></ul><p class="bodytext">Wiedergewa&#776;hlt wurde: </p><ul><li><b>Carmen Mun&#771;oz-Berz</b>, Stadt Waldbro&#776;l</li></ul><p class="bodytext">Im Amt bleiben:</p><ul><li><b>Roswitha Bocklage</b>, Stadt Wuppertal </li><li><b>Heidrun Dra&#776;ger</b>, Landkreis Ludwigslust-Parchim</li></ul><p class="bodytext"><img title="Ausscheidende und neue Sprecherinnen: Foto Sitzend v. lks. : Katrin Morof, Kreis Helmstedt, Roswitha Bocklage, Stadt Wuppertal, Heidrun Dräger, Landkreis Ludwigslust/Parchim Stehend v. lks.: Dörthe Domzig, Stadt Heidelberg, Carmen Munoz-Berz, Stadt Waldbröl, Beate Ebeling, Stadt Wolfsburg, Petra Borrmann, Stadt Delmenhorst, Dr. Hiltrud Höreth, Stadt Aschaffenburg, Gabriele Wenner, Stadt Frankfurt/Main, Ida Hiller, Stadt Nürnberg © Simone Leuschner" src="../uploads/RTEmagicC_ausscheid3SL_9793_01.jpg.jpg" height="220" width="300" alt="" /></p>
<p class="bodytext"><br />Dem Sprecherinnengremium gehören nicht mehr an: </p><ul><li>Do&#776;rthe Domzig, Stadt Heidelberg </li><li>Ida Hiller, Stadt Nu&#776;rnberg </li><li>Dr. Hiltrud Ho&#776;reth, Stadt Aschaffenburg</li><li>Margareta Seibert, Stadt Hessisch Oldendorf</li></ul><p class="bodytext"><br /><b>Weitere Informationen</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.frauenbeauftragte.de/bundeskonferenzen/21-bundeskonferenz-2012-dusseldorf/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />zur 21. Bundeskonferenz 2012 in Düsseldorf<br /></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 09:51:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>nichtmeineministerin.de: Unterschriftenkampagne gegen Bundesfrauenministerin zieht Kreise</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/nichtmeineministerinde-unterschriftenkampagne-gegen-bundesfrauenministerin-zieht-kreise.html</link>
			<description>Innerhalb weniger Tage haben über 19.000 Personen einen Offenen Brief an Kristina Schröder (CDU)...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Politische Projekte gehen in die falsche Richtung<br /></b>&quot;Wir fühlen uns von der für Frauen- und Familienpolitik zuständigen Ministerin Kristina Schröder nicht vertreten&quot;, schreiben die KritikerInnen. Die UnterzeichnerInnen fordern von Schröder, sich endlich ihren Aufgaben als Frauen- und Familienministerin zu widmen: Rahmenbedingungen zu schaffen, &quot;die eine wirkliche Chancengleichheit von Frauen und Männern ermöglichen&quot;.&nbsp;Schröders Projekte wie das Betreuungsgeld und die Flexiquote gingen in die falsche Richtung, daher appellieren die UnterzeichnerInnen an die Adressatin:&nbsp;„Schaffen Sie in Ihrer Funktion als Frauen- und&nbsp; Familienministerin gleiche Voraussetzungen für Frauen und Männer und&nbsp; setzen Sie eine moderne Geschlechterpolitik durch. Oder machen Sie den&nbsp; Weg frei!“ So heißt es weiter in dem <a href="http://nichtmeineministerin.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Offenen Brief</a>, der kommende Woche der Bundesministerin übergeben werden soll.</p>
<h6>Oppositionelle Breitseite</h6>
<p class="bodytext">Zum Bündnis nichtmeineminsterin.de zählen unter anderem die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes, der feministische Blog Mädchenmannschaft, die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), der Kegelklub der Piratenpartei, der sich als Plattform für Geschlechterpolitik versteht, sowie der Berliner Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen, der die Initiative gestartet hat.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">Der Offene Brief <a href="http://nichtmeineministerin.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Kristina Schröder? Nicht meine Ministerin!</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 10:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Versicherungen dürfen nur noch Unisex-Tarife anbieten</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/versicherungen-duerfen-nur-noch-unisex-tarife-anbieten.html</link>
			<description>Das deutsche Versicherungsaufsichtsrecht wird neu geregelt. Dazu hat die Bundesregierung den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach dem Entwurf sind nach Geschlecht unterschiedliche Versicherungsbeiträge und Leistungen nur bei vor dem 21. Dezember 2012 begründeten Versicherungsverhältnissen unter bestimmten Bedingungen noch zulässig. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 1. März vergangenen Jahres führe dazu, dass beispielsweise private Krankenversicherungen „spätestens ab dem 21. Dezember 2012 geschlechtsunabhängig kalkuliert werden“, heißt es in der Begründung des Gesetzentwurfs. Der EuGH hatte in seinem Urteil vom 1. März 2011 auf die EU-Gleichstellungsrichtlinie aus dem Jahr 2004 verwiesen. Sie verlange sogenannte Unisex-Tarife im Grundsatz schon ab dem 21. Dezember 2007 und sehe eine Überprüfung nach fünf Jahren, also am 21. Dezember 2012, vor.&nbsp; <br /><b><br />DF: Mehr Gerechtigkeit darf nicht zu Preistreiberei führen</b><br />Der Deutsche Frauenrat hatte sich schon im Jahr 2004 für Unisex-Tarife stark gemacht und die Bundesregierung damals aufgefordert, das Gebot der geschlechtsneutralen Tarife bei Lebens- und Krankenversicherungen EU-rechtskonform umzusetzen. Anlässlich des Urteilspruchs des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 2011 warnte die Frauenlobby allerdings davor, im Zuge der&nbsp;neuen Unisextarife&nbsp;die Prämien grundsätzlich zu erhöhen, um auf diesem Weg die Prämienangleichung von männlichen weiblichen Versicherten zu kompensieren. „Mehr Gerechtigkeit darf nicht heißen: Alle zahlen automatisch drauf. Wir fordern die Privatversicherer daher auf, offenzulegen, auf welcher Basis sie die angekündigten Tariferhöhungen kalkuliert haben&quot;, so der DF. Die Bundesregierung müsse sich bei der Umsetzung der EU-Richtlinie &quot;opportuner Preistreiberei&quot; konsequent entegegen stellen. </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 20:41:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bündnis gegen Lebensmittelspekulation: &quot;Mit Essen zockt man nicht!&quot;</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/buendnis-gegen-lebensmittelspekulation-mit-essen-zockt-man-nicht.html</link>
			<description>Terminmärkte für Nahrungsmittel entwickeln sich mehr und mehr zum Spielfeld für Finanzinvestoren....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Mit einer gemeinsamen Aktion vor dem Bundeskanzlerinnenamt unter dem Motto &quot;Spekulation macht unbezahlbar - Mit Essen zockt man nicht!&quot; machten die Organisationen Attac, Weed, Oxfam, das Südwind-Institut, Medico international und die Welthungerhilfe am 24. April auf das Problem aufmerksam. Das Bündnis forderte die Politik auf, endlich zu handeln und preistreibende Spekulation mit Nahrungsmitteln zu stoppen. </p>
<h6>Thema auch im Europäischen Parlament</h6>
<p class="bodytext">Aktuelle Gelegenheit&nbsp;bietet&nbsp;die laufende Reform der europäischen Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID). Am 25. April war im Finanzausschuss des Europäischen Parlaments der Entwurfsbericht des Abgeordneten Markus Ferber (CSU) Thema, der unter anderem für Handelsgrenzen (&quot;Positionslimits&quot;) für Spekulanten eintritt. Für die GegnerInnen von Lebensmittelspekulation ein erster Schritt. Doch müssten die EP-Abgeordneten über die aktuellen Vorschläge hinausgehen,&nbsp;denn&nbsp;„noch immer gibt es keine Vorgabe, exzessiven Spekulationen bei Rohstoffen vorzubeugend - von Verboten für bestimmte Spekulationsprodukte ganz zu schweigen“, sagte dazu Markus Henn von der globalisierungskritischen Umweltorganisation Weed.</p>
<h6>Deutsche Regierung bleibt Position bisher schuldig</h6>
<p class="bodytext">Auch die Regierungen arbeiten im Hintergrund an der MiFID. Ebenfalls am 25. April tagte die Arbeitsgruppe des Rates der FinanzministerInnen (ECOFIN). „Doch die deutsche Bundesregierung hat bislang in den Verhandlungen keine klare Position bezogen&quot;, kritisierte Frank Braßel von Oxfam. &quot;Finanzminister Schäuble und Kanzlerin Merkel haben sich - im Gegensatz zu den Franzosen - bis heute nicht dazu bekannt, die Spekulation mit Nahrung zu begrenzen.&quot;&nbsp;</p>
<h6>Unterschriftenaktion: Schäuble soll Spekulation stoppen</h6>
<p class="bodytext">Um Bundesfinanzminister Schäuble zu einer deutlichen Aussage zu bringen, sammeln sieben Organisationen - Attac, Weed, Oxfam, Südwind-Institut, Welthungerhilfe, Fian und Medico International - seit Ostern <a href="https://www.attac.de/mitmachen/hungerstopp/?L=2" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Unterschriften </a>gegen Nahrungsmittelspekulation. Im Herbst sollen sie in einer symbolischen Aktion übergeben werden.</p>
<h6>DF: Keine Börsenspekulation mit Lebensmitteln</h6>
<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat teilt die Forderung nach einem Ende der Lebensmittelspekulationen. Das Thema steht seit Beschluss der Mitgliederversammlung 2011 auf seiner Agenda.&nbsp;Der DF&nbsp;ruft daher dazu auf, die Unterschriftenaktion zu unterstützen.</p>
<h6>Europaweite Mobilisierung</h6>
<p class="bodytext">Der Protest in Deutschland ist Teil einer europaweiten Mobilisierung. So hat ein breites internationales Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen in einer am 23. April veröffentlichten <a href="http://link.attac.de/stellungnahme" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Erklärung</a> die Regierungen und Abgeordneten in der EU aufgefordert, der Spekulation mit Nahrungsmitteln und anderen Rohstoffen im Zuge der MiFID-Reform Einhalt zu gebieten.</p>
<h6>Weitere Informationen:</h6>
<p class="bodytext"><br />Zur Unterschriftenaktion <a href="https://www.attac.de/mitmachen/hungerstopp/?L=2" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />&quot;Keine Geschäfte mit dem Hunger“</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 14:14:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Silikon-Skandal: Linke fordert Finanzierungssicherheit für Betroffene </title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/silikon-skandal-linke-fordert-finanzierungssicherheit-fuer-betroffene.html</link>
			<description>Die Beteiligung an Kosten für Folgebehandlungen nach Schönheitsoperationen ist umstritten. In einer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Linken-Fraktion fordert in ihrem Antrag die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Regelungen des § 52 Absatz 2 SGB V (Leistungsbeschränkungen bei Selbstverschuldung) rückwirkend zum 6. Januar 2012 abschafft. Danach haben die Kassen die Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten einer Folgeerkrankung einer nicht indizierten medizinischen Operation, einer Tätowierung oder eines Piercings in angemessener Höhe zu beteiligen und das Krankengeld für die Dauer der Behandlung ganz oder teilweise zu versagen oder zurückzufordern.<br /><b><br />Linke schlägt Fonds zur Finanzierung der Folgekosten vor</b><br />Für die Kosten sollen nach dem Willen der Linken in Zukunft weder die Versicherten noch die gesetzliche Krankenversicherung aufkommen. Für die Finanzierung halten die Abgeordneten&nbsp;Fondslo&#776;sungen  für denkbar, welche die Risiken von einzelnen Unternehmen  beispielsweise auf eine Branche umlegten. </p>
<p class="bodytext">Anbieter ko&#776;nnten zudem  verpflichtet werden, Komplettpakete auf den Markt zu bringen, die alle  vorhersehbaren und unvorhersehbaren Folgebehandlungen&nbsp;  umfassen. &quot;Dies wa&#776;ren auch wirksame Anreize, damit sich gute Qualita&#776;t  und eine bessere Aufkla&#776;rung hinsichtlich der gesundheitlichen Risiken  in diesem Bereich durchsetzen ko&#776;nnen&quot;, heißt es im Antrag der Linken. Anlass für die parlamentarische Inititiative war der aktuelle Skandal um minderwertige Brustimplantate des französischen Herstellers Firma Poly Implant Prothèse (PIP), die Hunderttausenden Frauen eingesetzt wurden.<br /><b><br />Solidarität in der GKV keine Einbahnstraße</b><br />Ulrich M. Gassner, Professor für öffentliches Recht an der Universität Augsburg, sieht hier&nbsp;anders als die Linken-Fraktion keinen Handlungsbedarf. Er bezeichnete den entsprechenden Paragrafen im Fünften Sozialgesetzbuch als „absolut legitimen Ansatz“. Solidarität in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sei „keine Einbahnstraße“. <br /><b></b></p>
<p class="bodytext"><b>SoVD: Verschuldungsprinzip untypisch für die GKV</b><br />Der  Sozialverband Deutschland (SoVD) sieht sehr wohl die Notwendigkeit einer  Kostenübernahme durch die Krankenkassen: „Wir teilen die Einschätzung  der Antragssteller, dass § 52 Abs. 2 SGB V, der bei Krankheiten aufgrund  von ästhetischen Operationen, Tätowierungen oder Piercings eine  Beteiligung der Betroffenen an den Kosten vorschreibt, abgeschafft  werden sollte“ heißt es in seiner Stellungnahme. Das Verschuldensprinzip  sei untypisch für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und öffne  „Tür und Tor dafür, auch Kosten auf Grund anderer risikobehafteter  Lebensweisen auf die Betroffenen umzulagern“.  </p>
<p class="bodytext">Darüber hinaus, so der SoVD weiter, stelle sich die Frage, ob es  dieser Regelung überhaupt bedürfe, da der Anwendungsbereich  verschwindend gering gewesen sei. Erst der Skandal um die gefährlichen  Brustimplantate, der durch kriminelles Verhalten Dritter verursacht  worden wäre, führe zu einer hohen Anzahl von An- wendungsfällen. <br /><b><br />SoVD sieht Wertungswiderspruch</b><br />Dass  in anderen Fällen (Tätowierungen, Piercings, plastisch-chrirurgische  Eingriffe) die Kassen eine Kostenbeteiligung im Einzelfall prüften,  deutet der Sozialverband Deutschland als „Wertungswiderspruch“. „Da die  Regelung des § 52 Abs. 2 SGB V bisher weitestgehend leer lief, nur in  dem atypischen Fall der Brustimplantate großflächige Anwendung  entfaltet, Wertungswidersprüche und der GKV wesensfremde Prinzipien  enthält, sollte diese Regelung abgeschafft werden.“<b><br /></b></p>
<p class="bodytext"><b>Beschränkung der Risiken eine sachlich nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung<br /></b>Die Position des SoVD teilte Matthias Bernzen, Richter am Sozialgericht Düsseldorf. Er erläuterte, dass die derzeitige Beschränkung auf Gesundheitsrisiken infolge von Schönheitsoperationen, Tätowierungen und Piercings eine „sachlich nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung“ darstelle. „Sie können sich die Zunge aufschneiden lassen und die Behandlung wird bezahlt, die Behandlung nach einem Zungenpiercing aber nicht“, erläuterte Bernzen seinen Standpunkt.<br /><b><br /></b><b>GKV: Kostenbeteiligung weit auslegbar</b><br />Der Experte des GKV-Spitzenverbandes, Ralf Kollwitz, wies darauf hin,  dass die Formulierung des betreffenden Paragrafen eine weit auslegbare  Regelung beinhalte. Unter medizinisch nicht indizierten ästhetischen  Operationen könnten auch sogenannte Brandings und andere Eingriffe in  den Körper aus rein ästhetischen Gründen gefasst werden, im Zweifelsfall  auch Ohrlochstechen. Zunächst übernähmen die Kassen die Kosten für  medizinisch notwendige Behandlungen infolge von Körpereingriffen aus  ästhetischen Gründen vollständig. Dann werde grundsätzlich in jedem  Einzelfall eine Kostenbeteiligung geprüft. Als grundsätzlich akzeptabel  werde eine Kostenbeteiligung in Höhe von 50 Prozent angesehen. <br /><b><br /></b><b>GKV und Bundesärztekammer: Silikon-Opfer tragen keine Schuld</b><br />Hans-Jürgen Maas von der Bundesärztekammer betonte, die Selbstverschuldensregel im Fünften Sozialgesetzbuch werde von seiner Organisation grundsätzlich für richtig gehalten. Die von den PIP-Billigsilikonkissen ausgehenden Risiken seien aber weder ÄrztInnen noch den Operierten bekannt gewesen. Die Frauen seien daher nicht bewusst ein spezielles Gesundheitsrisiko eingegangen. Deshalb solle in diesem Fall die Kostenbeteiligungspflicht hintangestellt werden. </p>
<p class="bodytext">Die Frauen, denen minderwertige PIP-Silikonkissen implantiert worden  sind und nun entfernt werden müssen, seien ein spezieller Fall,  erläuterte Kollwitz vom GKV-Spitzenverband. Bei der Prüfung einer  Kostenbeteiligung sei hier zu berücksichtigen, dass die Betroffenen  „unverschuldet in diese Situation geraten“ seien. </p>
<p class="bodytext">Die <a href="0deutsch/infopool/informationen/informationdetail/back/7/jahres_archiv/2012/article/silikonskandal-kassen-tragen-kosten-fuer-entfernung-von-brustimplantaten/silikon.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Bundesregierung</a> hatte am 18. Januar vor dem Gesundheitsausschuss klar gestellt, dass die Kosten für den Austausch von Brustimplantaten von den Kassen getragen würden, wenn von den eingesetzten Implantaten eine Gesundheitsgefährdung ausgehe. </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:<br /></b><br />Antrag der Abgeordneten Harald Weinberg, Kathrin Vogler, Diana Golze, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.&nbsp;&#8232;<a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/085/1708581.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><br />Opfer des Brustimplantate-Skandals unterstützen - Keine Kostenbeteiligung bei medizinischer Notwendigkeit &#8232;(BT-Drs. 17/8581) <br /></a><br /><a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a14/anhoerungen/t_Opfer_des_Brustimplantate-Skandals/Stellungnahmen/index.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Die Stellungnahmen der Öffentlichen Anhörung am 25.04.2012</a></p>
<p class="bodytext"><a href="0fileadmin/Website_Archiv/files/Schoenheitsop_Stellungnahme_080417.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Stellungnahme des Deutschen Frauenrates</a> vom 17.04.2008 zum Antrag „Missbräuche im Bereich der Schönheitsoperationen gezielt verhindern – Verbraucher umfassend schützen“ für die Anhörung im Deutschen Bundestag am 23.04.2008<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 11:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kristina Schröder: Breitseiten gegen Bundesministerin</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/kristina-schroeder-breitseiten-gegen-bundesministerin.html</link>
			<description>Mit ihrem Buch „Danke, emanzipiert sind wir selber!“ hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Kritik an dem Buch lautet im Wesentlichen: Zwar ist die Beschreibung der Lebenswünsche und -realitäten junger (emanzipierter) Frauen zwischen Beruf und Familie wirklichkeitsnah. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Zwänge und Hindernisse sind richtig benannt, doch die Fokussierung auf den „bevormundenden“ Feminismus als Hauptfeind ist so historisch falsch wie zwanghaft. Politische Vorschläge und Ideen bleibt das Buch – und damit die in dieser Regierung Hauptverantwortliche für Familien- und Frauenpolitik – gänzlich schuldig.</p>
<h6>Machen Sie den Weg frei für eine Ministerin, die unsere Interessen endlich vertritt!</h6>
<p class="bodytext">Im Wesentlichen von Grünen-Politikerinnen und grünnahen UnterstützerInnen initiiert, wurde ein <a href="http://maedchenmannschaft.net/offener-brief-kristina-schroeder-nicht-meine-ministerin/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Offener Brief</a> an Kristina Schröder. Die UnterzeichnerInnen, inzwischen mehr als 14.000, beklagen darin, dass die Ministerin Frauen mit ihren „strukturellen Problemen“ alleine lasse und letztere zu individuellen umdefiniere. Die Verfasserinnen schreiben wörtlich: <br /><i>„Wir fordern Sie auf: Tun Sie endlich, wofür Sie bezahlt werden – von unseren Steuergeldern! Machen Sie Politik für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die echte Wahlfreiheit ermöglichen!“</i> <br />Der Brief endet mit der Aufforderung an Schröder:<br /><i>„Wenn Sie gemäß Ihrer individuellen Überzeugung weiterhin vorhaben, die Bedeutung von struktureller Ungleichheit für die aktuelle Lage der Frauen in unserem Land zu leugnen, bitten wir Sie von ganzem Herzen: Machen Sie den Weg frei für eine Ministerin, die unsere Interessen endlich vertritt!“</i></p>
<h6>Gesellschaftspolitisch ein vorsintflutlicher Ansatz</h6>
<p class="bodytext">Auch in den Medien ist die Kritik an Schröders Buch überwiegend unverblümt. So kommentierte die Publizistin und Autorin von „Die Feigheit der Frauen“, Bascha Mika, in der <i><a href="http://www.fr-online.de/meinung/schroeder-buch--danke--emanzipiert-sind-wir-selber--die-leere-im-denken-der-kristina-schroeder,1472602,14942574.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Frankfurter Rundschau</a></i> und <i>Berliner Zeitung</i> am 18.4.:<br /><i>„Kristina Schröder versucht, das Private und das Politische radikal voneinander abzugrenzen. Sie unterschlägt die gegenseitigen Einflusssphären und will trennen, was zusammen gedacht werden muss, sollen sich die Verhältnisse ändern. Gesellschaftspolitisch ist das ein vorsintflutlicher Ansatz; von einer Politikerin gedacht, ist das gemeingefährlich. Und feige. Da spricht eine Ministerin sich selbst die Zuständigkeit für das Politische ab. Da leugnet ein Kabinettsmitglied, dass Politik dazu da ist zu gestalten. Da macht sich Frau Schröder frei von Verantwortung. Alles Privatsache!“</i> </p>
<h6>Die allerletzte Postfeministin</h6>
<p class="bodytext"><i>„Das Private ist politisch? Ganz und gar nicht. Das Private hat privat zu bleiben, niemand darf sich einmischen“</i>, schreibt Heide Oestreich am 16.4. in der Onlineausgabe der <i><a href="http://www.taz.de/Kristina-Schroeders-Buch/!91514/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />taz</a></i>. Und weiter: <br />Die Frauen <i>„erwarten Initiativen von ihrer Ministerin. Nun wissen sie, was sie bekommen: Ihre Probleme werden nicht als politische anerkannt. Und deshalb lässt Schröder die Strukturen, wie sie sind, anstatt etwa Teilzeitoffensiven für Männer zu starten. Das wäre moderner Feminismus. Aber Schröder hat ihr Bild vom Feminismus nie erweitert. Und so geriert sie sich ganz allein als kritische Postfeministin. Die letzte ihrer Art.“</i> </p>
<h6>Politikerin sein, ohne politische Anreize zu geben, geht nicht</h6>
<p class="bodytext"><i>„Und natürlich macht sie genau das Gleiche wie ihre Feinde: Sie beansprucht für sich das ‚Wir‘, also das Recht, stellvertretend für ‚die Frauen‘ zu sprechen, und sie gibt ihnen außerdem Ratschläge (Eigenverantwortung und den Mann bei der Zubereitung des Babybreis nicht bevormunden). An sich wirkt das überhaupt nicht paternalistisch, es müsste es aber doch nach ihrer Logik eigentlich sein, und das bringt einen Aspekt der großflächigen Kristina-Schröder-Buch-Problematik auf den Punkt: Als Familienministerin ein Buch schreiben, ohne konkret über Politik zu reden, geht nicht; Politikerin sein, ohne politische Anreize zu geben, geht ebenso wenig.“</i>&nbsp;<br /> So Antonia Baum in der <i>Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung</i> vom 22.4.2012.</p>
<h6>Eine glatte Fehlbesetzung</h6>
<p class="bodytext"><i>„Ihr Buch ist eine intellektuelle Bankrotterklärung, die in der Anschuldigung gipfelt, der Feminismus dominiere wie eine Quasi-Religion die Debatte über die Gleichstellung der Geschlechter und blockiere somit den Fortschritt,“</i> schreibt Tina Groll auf <i><a href="http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-04/kommentar-feminismusbuch-schroeder/seite-1" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Zeit online</a></i> vom 18.4. Und weiter:<br /> <i>„Die Frauen in Deutschland brauchen keine Ministerin, die gegen imaginäre Feindbilder ankämpft. Sie brauchen eine lebensnahe Politik. Schröder sagt, sie wolle kein Vorbild sein und keine Politik von der Stange machen. Vielleicht sollte sie es lieber ganz sein lassen. Als Frauenministerin ist sie eine glatte Fehlbesetzung.“</i> </p>
<h6>Offensichtliches politisches Versagen</h6>
<p class="bodytext"><i>„Danke, dass die Lage schlecht ist, wissen wir selber</i>“, ist der Kommentar von&nbsp; Corinna Nohn überschrieben, der am 16.4. auf den Online-Seiten der <i><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/buch-von-familienministerin-schroeder-danke-dass-die-lage-schlecht-ist-wissen-wir-selber-1.1333998" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Süddeutschen Zeitung</a></i> erschien. Kristina Schröder schildere zwar in ihrem Buch „präzise“ die gesellschaftlichen Strukturen, die alle theoretische Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern in der Realität behinderten. <br /><i>„Doch gerade nach Lektüre dieser treffenden Zustandsbeschreibung wird ihr politisches Versagen umso offensichtlicher“. Von der ersten Seite an stelle sich nämlich eine Frage, die bis zum Schluss nicht beantwortet werde: „Warum schildert die für Frauen zuständige Ministerin eingängig, dass und warum es noch keine Chancengleichheit gibt - um dann nichts dagegen zu tun?“</i></p>
<h6>Aus der Verantwortung stehlen</h6>
<p class="bodytext"><i>„Sie findet den Kampf gegen den Feminismus offenbar wichtiger als den politischen Kampf für gleiche Rechte und Chancen und ein besseres Leben für berufstätige Eltern,“</i> meint Anna Reimann auf <i><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,825967,00.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Spiegel online</a></i> am 16.4.<br /> <i>„Schröder setzt also darauf, dass jede selbst ihren Weg findet - ihr Credo verkauft sie als Wahlfreiheit. In Wirklichkeit versucht Schröder sich so aus der Verantwortung zu stehlen, Entscheidungen zu treffen. Die von ihr propagierte Wahlfreiheit bedeutet so nichts anderes als das Gegenteil von Politik.“</i></p>
<h6>An Jahren jung – uralt im Kopf</h6>
<p class="bodytext"><i>„Die Thesen, die die Frauenministerin in ihrem Buch vertritt, sind einfach jenseits der Realität von Frauen und Müttern in unserer Republik. Jede Frau solle selbst entscheiden, wie sie leben will - das ist ihr zentrale Botschaft. Richtig. Nur sie, als Frauenministerin, muss dafür sorgen und kämpfen, dass wir tatsächlich frei entscheiden können. Warum zum Beispiel sollten Frauen, die ihr Kind zu Hause behalten, Geld dafür bekommen - Geld, das für den Ausbau der Kitas fehlt. Solange es an Krippenplätzen mangelt, gibt es eben keine wirkliche Wahl für Mütter. Mit aller Kraft diesen Mangel zu beheben - das wäre die allererste Aufgabe einer Familienministerin der heutigen Zeit“, <br /></i>stellt Silke Baumgarten in der Online-Ausgabe der<i><a href="http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/ministerin-schroeder-1124782/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" /> Brigitte</a></i>&nbsp; fest<i>.</i> Und weiter: <i>„Wer immer Kristina Schröder geraten hat dieses Buch zu schreiben - er hat ihr einen Bärendienst erwiesen. Ihr Standing als Familien- und Frauenministerin war nie besonders anerkannt, aber zumindest unterstellte man ihr gute Absichten. Damit ist es jetzt vorbei. Kristina Schröder hat bewiesen: Sie ist zwar jung an Jahren, aber uralt im Kopf. Und mit Ideen von gestern, kann man keine Politik für morgen gestalten.“</i></p>
<h6>Eine (frauen-)politische Zumutung</h6>
<p class="bodytext">Auf <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/kristina-schroeders-buch-ueber-das-ende-der-frauenpolitik-1815779.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Stern online</a> kommentiert die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela&nbsp; Schwesig:<br /><i>„Es ist schon paradox, wenn eine Frauenministerin nicht die offensichtlichen Barrieren für Frauen ins Visier nimmt, sondern als größten Feind der Frauen den Feminismus ausmacht. Solange es diese Barrieren gibt, solange kann von Wahlfreiheit, welche Frau Schröder so gerne im Munde führt, nicht die Rede sein. Deshalb ist es eine (frauen-)politische Zumutung, wenn ausgerechnet die Bundesfrauenministerin die postfeministische Ära ausruft. Ich finde es dreist, dass jemand, der selbst noch nichts für Frauen erreicht hat, anderen ihr Engagement für Frauen vorwirft.“</i></p>
<h6>Abbau von Widersprüchen</h6>
<p class="bodytext">Auch andere SPD-Politikerinnen nutzten das Buch für eine erneute Abrechnung mit der Bundesfrauenministerin:<br /><i>„Jede Frau soll nach ihren Vorstellungen leben können, als Karrierefrau genauso wie als Vollzeit-Mutter, schreibt Schröder. Wer würde das heute noch ernsthaft bestreiten wollen? Doch hat die Ministerin eines noch nicht verstanden: Um alle Lebensmodelle für Frauen zu ermöglichen, muss das Etablierte, nämlich das jahrzehntelang gültige Rollenbild von der Frau als Zuverdienerin, aufgebrochen werden,“</i>&nbsp; schreiben die beiden Frauenpolitikerinnen und SPD-Bundestagsabgeordneten Christel Humme und Caren Marks in der SPD-Online-Zeitung <i><a href="http://www.vorwaerts.de/Politik/71274/marks_humme.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />vorwärts</a></i> am 20.4. fest. Und weiter:<br /><i>„Damit Frauen ganz nach ihren persönlichen Vorstellungen leben können, braucht es also durchaus die Politik. Und dabei geht es nicht um staatliche Bevormundung, wie Schröder offenbar immer wieder die Gleichstellungspolitik missversteht. Sondern es geht um den Abbau von Widersprüchen. In genau diese aber verstrickt sich die Ministerin Tag für Tag aufs Neue.“</i></p>
<h6>Wir brauchen keine Leitbilder und Bevormundung</h6>
<p class="bodytext">Und Kristina Schröder?&nbsp;Die Bundesministerin trotzt&nbsp;tapfer dem Gewitter, das ihr Buch verursacht hat. Dem politischen Streit fühle sie sich gewachsen, sagte sie in einem Interview mit <i><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article106207522/Mutter-Karriere-Geliebte-Das-erschlaegt-Frauen.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Welt online</a></i> am 21.4. und beharrte auf ihrer These, dass Freiheit und Selbstbestimmung nirgendwo einen besseren Platz habe als in der Familienpolitik. Frauen, Männer und Familien sollten und könnten selbst entscheiden, was sie wollen.<br /><i>„Wir brauchen keine Leitbilder und keine Bevormundung. Dass ich als Ministerin natürlich auch Vorbildfunktion habe, ist doch klar. Aber ich erhebe mein Lebensmodell eben nicht zum einzig richtigen,“</i> so Schröder. Im Übrigen habe sie kein privates sondern ein politisches Buch geschrieben<i>, „auch weil es eine Abgrenzung vornehmen will, bis wohin geht das Recht aufs Private, wo fängt die Pflicht der Politik an. Es geht um die zutiefst politische Frage nach den Grenzen der Politik.“</i></p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">Kristina Schröder , Caroline Waldeck: Danke, emanzipiert sind wir selber! Abschied vom Diktat der Rollenbilder, Piper Verlag, München 2012, 240 S.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 15:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Skandinavien: Betreuungsgeld steht und fällt mit Kinderbetreuungsangebot</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/skandinavien-betreuungsgeld-steht-und-faellt-mit-kinderbetreuungsangebot.html</link>
			<description>Das Betreuungsgeld in Skandinavien hat negative Folgen für die Erwerbstätigkeit von Frauen. Das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Finnland, das eine solche Prämie bereits seit dem Jahr 1985 auszahlt, bietet sogar zusätzliche Leistungen an, etwa für Geschwisterkinder, wodurch Eltern ermuntert würden, auch ihre älteren Kinder Zuhause zu betreuen, heißt es in der Studie. Norwegen zahlt das Betreuungsgeld seit 1998 an Eltern aus, die ihr Kind überwiegend Zuhause betreuen. Während Finnland und Norwegen das Betreuungsgeld als nationale Leistung konzipiert haben, entscheiden in Schweden (Einführung des Betreuungsgeldes im Jahr 2008) die Gemeinden darüber, ob sie die Leistung anbieten. </p>
<p class="bodytext"><b>Hauptargument: Wahlfreiheit der Eltern<br /></b>Eines der Hauptargumente für das Betreuungsgeld war in allen drei Ländern die Wahlfreiheit der Eltern. In Finnland spielte jedoch laut FES-Expertise auch der Kostenfaktor eine große Rolle. „Durch das Betreuungsgeld sollte der Bedarf an teureren staatlichen Kinderbetreuungsplätzen verringert werden“, weil das Betreuungsgeld&nbsp;für den&nbsp;Staat kostengünstiger&nbsp;ist als die Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen.<br /><b><br />Befürchtungen haben sich bestätigt<br /></b>Genauso wie in Deutschland, wo die Bundesregierung – wenn auch nicht einmütig – die Einführung eines bundesweiten Betreuungsgeldes plant, stieß die Prämie in den skandinavischen Ländern auf breiten Widerstand. Auch in Finnland, Norwegen und Schweden wurden mit der Einführung Nachteile für die Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen und für den Ausbau der Kinderbetreuungsangebote befürchtet. Diese Vorbehalte haben sich zu großen Teilen der FES-Analyse nach bestätigt: Zwar weicht die Inanspruchnahme der Leistungen in den drei Ländern erheblich voneinander ab. Allerdings zeigt sich in allen drei Ländern: Die große Mehrheit derjenigen, die das Betreuungsgeld beanspruchen, sind Mütter, vor allem solche mit geringem Einkommen, niedrigem Bildungsstandard und mit Migrationshintergrund. Zudem wirkt sich die Auszahlung eines Betreuungsgeld negativ aus auf die Inanspruchnahme eines Betreuungsplatzes.<br /><b><br />Finnland: Nur die Wahl zwischen Vollzeit-Erwerbstätigkeit und Vollzeit-Hausfrau</b><br />Dass in Finnland die finanziellen Anreize für die überwiegend häusliche Kinderbetreuung auf so wenig Widerstand stießen, führen die Autorinnen vor allem darauf zurück, dass „fast die Hälfte der Mütter, die Betreuungsgeld bekommen, nicht wirklich zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit wählen konnten, da sie keine Beschäftigung hatten, zu der sie zurückkehren könnten.“ Erschwert wird die Situation dadurch, dass Teilzeitbeschäftigung in Finnland deutlich seltener möglich sei als etwa in Norwegen und Schweden, „so dass eine Wahl auch nur zwischen Vollzeit-Arbeit oder Vollzeit-Hausfrau bestünde“.<br /><b><br />Betreuungsausbau entscheidet über Inanspruchnahme des Betreuungsgeldes</b><br />Einen deutlichen Zusammenhang stellt die Friedrich-Ebert-Stiftung allerdings her zwischen den vorhandenen Kinderbetreuungsplätzen und der Inanspruchnahme des Betreuungsgeldes. So hatte die Einführung des Betreuungsgeldes in Finnland durchaus Folgen für das Angebot an öffentlichen Betreuungsangeboten. Während in Norwegen im Jahr 1999 noch drei Viertel aller Eltern von ein- bis zweijährigen Kindern Betreuungsgeld erhielten, war es im Jahr 2011 nur noch ein Viertel. „Der Rückgang der Inanspruchnahme kann sicherlich auf den erheblichen Ausbau der staatlichen Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren und auf die gesenkten Gebühren für einen Kinderbetreuungsplatz zurückgeführt werden“, heißt es in der FES-Analyse. Auch in Schweden hat der Betreuungsausbau und andere gleichstellungs- und familienpolitische Maßnahmen dazu geführt, dass nur ein geringer Teil der Eltern Betreuungsgeld bezogen: im Jahr 2011 nur 2,5 Prozent aller Eltern mit ein- bis zweijährigen Kinder.&nbsp; </p>
<p class="bodytext"><b>Deutschland:&nbsp;CSU will Betreuungsgeld ohne Abstriche</b><br />Indes reißt in Deutschland innerhalb der Bundesregierung der Streit um das geplante Betreuungsgeld nicht ab. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) wertete die Einführung der Prämie als verfassungsrechtlich bedenklich: „Die Frage wird sein, ob Grundsätze der Gleichbehandlung verletzt werden“, sagte die FDP-Politikerin der Zeitung <i>Die Welt</i> am 21. April. Doch die CSU gibt sich angesichts solcher Warnungen unbeeindruckt. „Wer jetzt beim Betreuungsgeld nachträglich etwas ändern will, beißt bei der CSU auf Granit“, sagte CSU-Chef Horst Seehofer der <i>Passauer Neuen Presse</i> vom 21. April. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) forderte er auf, einen Gesetzentwurf „ohne Bedingungen, ohne Abstriche“ vorzulegen.</p>
<p class="bodytext"><b>Gesetzentwurf: Schröder will Arbeitsgruppe einsetzen <br /></b>Nach Informationen des <i>Spiegel</i> will Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) nun&nbsp;vorerst doch keinen Gesetzentwurf für ein Betreuungsgeld vorlegen. Stattdessen strenge sie eine Arbeitsgruppe aus Spitzenleuten der Koalitionsfraktionen an, die sich mit der Erarbeitung des Entwurfs beschäftigen sollen. Schröder wolle so verhindern, dass die Kritik an der umstrittenen Regelung sich an ihrer Person entlädt, berichtet das Nachrichtenmagazin.</p>
<p class="bodytext"><b>Hartz IV-Empfänger sollen nicht vom Betreuungsgeld profitieren<br /></b>Nach einem Bericht der&nbsp;<i>Süddeutschen Zeitung</i> überlegt die Koalition nun, das Betreuungsgeld in voller Höhe auf das Arbeitslosengeld II anzurechnen, d.h. Hartz IV-Empfänger würden das Betreuungsgeld zwar in voller Höhe erhalten; es würde ihnen aber anschließend wieder in voller Höhe  abgezogen. Damit würden Hartz IV-Empfänger nicht vom Betreuungsgeld profitieren. Auch Schweden zahlt das Betreuungsgeld nicht an Eltern aus, die Arbeitslosen-, Kranken-, Elterngeld, Asylbewerberbeihilfe oder eine staatliche Rente bekommen.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/FES-Betreuungsgeld.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" />Betreuungsgeld. Erfahrungen aus Finnland, Norwegen und Schweden, Expertise Friedrich-Ebert-Stiftung <br /></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 15:19:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Islamkonferenz: Zwangsheirat und häusliche Gewalt verstoßen gegen Menschenrechte</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/islamkonferenz-zwangsheirat-und-haeusliche-gewalt-verstossen-gegen-menschenrechte.html</link>
			<description>Die Deutsche Islamkonferenz (DIK) hat am 19. April eine Erklärung gegen häusliche Gewalt und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die DIK wertet in ihrer Erklärung häusliche Gewalt und Zwangsverheiratung als „Verstöße gegen fundamentale Menschenrechte“. Jedes Individuum habe das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit sowie das Recht, freiwillig und im Rahmen er geltenden Gesetze zu heiraten. <br /><b><br />Islam ermutigt zur individuellen Selbstbestimmung</b><br />Klar stellt die DIK, dass weder ha&#776;usliche Gewalt noch die Praxis der Zwangsverheiratung ihren Ursprung in einer bestimmten Religion hätten, „sondern in bestimmten traditionell-patriarchalischen Strukturen“. „Die in der DIK vertretenen MuslimInnen betonen ausdru&#776;cklich, &quot;dass der Islam ha&#776;usliche Gewalt und gegen den Willen eines Ehepartners zustande gekommene Ehen ablehnt“, heißt es in ihrer Erklärung. Der Islam sei vielmehr eine offene und tolerante Religion, „die sich gegen physische und psychische Gewalt und Zwangsverheiratung wendet und zur individuellen Selbstbestimmung, Perso&#776;nlichkeitsentfaltung und zur freien Meinungsbildung und -äußerung ermutigt“. Im Sinne eines solchen Verständnisses rufen die Mitglieder der DIK dazu auf, diese Praktiken nicht zu billigen und Gewalt zu a&#776;chten: So sollten gesellschaftliche AkteurInnen Betroffene u&#776;ber ihre Rechte aufklären und Unterstü&#776;tzungs- und Interventionsmö&#776;glichkeiten bereit stellen.<br /><b><br />Verbesserung der realen Lebensverhältnisse von Musliminnen ist staatliche Pflicht<br /></b>Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) sagte auf der Deutschen Islamkonferenz: &quot;Dem Staat obliegt die Pflicht, die freie Entfaltung der Lebensentwürfe der Individuen zu sichern und zu ermöglichen.&quot; Insbesondere die Verbesserung der realen Lebensverhältnisse der Musliminnen sei dabei ein wichtiges Anliegen. Die Öffentlichkeit solle zur Kenntnis nehmen, dass muslimische Mädchen und Frauen mittlerweile höhere Schulabschlüsse als Jungen und Männer aufwiesen und auch erfolgreicher in der Ausbildung seien.</p>
<p class="bodytext"><br /><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.deutsche-islam-konferenz.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Website der Deutschen Islamkonferenz (DIK)</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 11:06:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>ADS: Anonymisierte Bewerbungsverfahren fördern Chancengleichheit</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/ads-anonymisierte-bewerbungsverfahren-foerdern-chancengleichheit.html</link>
			<description>Bewerbungen, bei denen Namen, Geschlecht, Alter und Familienstand nicht angegeben werden, erhöhen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">An dem&nbsp;Pilotprojekt, initiiert von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), hatten sich im von November 2010 bis Dezember 2011 fünf Unternehmen und drei öffentliche Arbeitgeber beteiligt; 246 Stellen wurden besetzt, mehr als 8.550 Bewerberinnen und Bewerber hatten sich anonymisiert beworben.</p>
<h6>Qualifikation ist entscheidend</h6>
<p class="bodytext">„Alle Bewerbenden hatten innerhalb des Verfahrens die gleiche Chance auf eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch – unabhängig davon, ob sie potentiell von Diskriminierung betroffen sind oder nicht“, sagte Christine Lüders, Leiterin der ADS, bei der Präsentation des Abschlussberichtes am 17. April. Entscheidend sei dabei die Qualifikation der Bewerbenden gewesen, nicht ihr Aussehen, Geschlecht oder die Herkunft.</p>
<h6>Auch Frauen profitieren vom Anonymisierung</h6>
<p class="bodytext">Im Vergleich zu klassischen Bewerbungsverfahren gebe es darüber hinaus Anzeichen dafür, dass Frauen von anonymisierten Bewerbungsverfahren besonders profitieren könnten, sagte Lüders. Das gelte etwa für jüngere Frauen, die bereits Berufserfahrung haben und zum Beispiel wegen eines möglichen Kinderwunsches bislang schlechtere Chancen hatten. Für Bewerbende mit Migrationshintergrund gilt: Hatten sie zuvor geringere Chancen auf eine Einladung, haben sich diese nach der Einführung anonymisierter Bewerbungsverfahren verbessert.</p>
<h6>Anregungen für die Rekrutierungspraxis</h6>
<p class="bodytext">Auch die Einschätzung vieler Personalverantwortlicher im Pilotprojekt fiel positiv aus. Das Fehlen persönlicher Angaben in den Bewerbungsunterlagen wie Name, Geschlecht, Alter und Familienstand stellte für die Mehrheit der Personalverantwortlichen kein Problem dar, sagte Lüders. Viele Beteiligte hätten positiv angemerkt, dass die Einführung anonymisierter Bewerbungsverfahren eine Diskussion der bisherigen Rekrutierungspraxis in der entsprechenden Organisation angeregt habe.</p>
<h6>Mehrheit der BewerberInnen bevorzugt anonymisiertes Verfahren</h6>
<p class="bodytext">Eine Umfrage unter Bewerbenden, die ein standardisiertes Bewerbungsformular ausgefüllt haben, ergab darüber hinaus eine deutliche Zustimmung zum Konzept anonymisierter Bewerbungsverfahren. Bei der Frage nach der Präferenz zeigte sich, dass eine Mehrheit das anonymisierte Bewerbungsverfahren bevorzugt. Deutlich wurde auch, dass Bewerbende gut mit dem neuen Verfahren zurecht kommen. 75 Prozent der Befragten gaben an, dass sie für die anonymisierte Bewerbung weniger Zeit benötigten als in herkömmlichen Verfahren oder dass es keinen Unterschied für sie mache, mit welchem Verfahren sie sich bewerben.</p>
<p class="bodytext">Mehrere der beteiligten Partner wollen nach Angaben der ADS auch in Zukunft mit Teil- oder Voll-Anonymisierungen arbeiten. Darüber hinaus planen die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz weitere Pilotprojekte, auch mehrere Unternehmen und Kommunen haben ihr Interesse an dem Verfahren angemeldet.</p>
<h6>Signal für neue Bewerbungskultur</h6>
<p class="bodytext">„Anonymisierung wirkt. Sie stellt Chancengleichheit her und macht Bewerbungsverfahren fairer. Und: Weitere Unternehmen und Personaler beginnen jetzt, ihren bisherigen, traditionellen Ansatz zu überdenken. Das ist ein gutes Signal für eine neue Bewerbungskultur in Deutschland“, so die Leiterin der ADS.</p>
<h6>Wissenschaftliche Begleitung</h6>
<p class="bodytext">Das Pilotprojekt wurde vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn und der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt der Europa-Universität Viadrina (KOWA) in Frankfurt (Oder) wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.</p>
<h6>Die Projektpartner</h6>
<p class="bodytext">Bei den Projektpartnern handelte es sich um die Deutsche Post DHL, die Deutsche Telekom, das Kosmetikunternehmen L´Oréal, den Geschenkdienstleister mydays, den Konsumgüterkonzern Procter &amp; Gamble, das Bundesfamilienministerium, die Bundesagentur für Arbeit in Nordrhein-Westfalen und die Stadtverwaltung von Celle.<br />&nbsp;<br /><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Kurzfassung-Abschlussbericht-anonymisierte-Bwerbungsverfahren-20120417.pdf?__blob=publicationFile" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Zusammenfassung der Ergebnisse des Pilotprojektes &quot;Anonymisierte Bewerbungsverfahren</a>&quot; (PDF, 256 KB)</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 13:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Deutscher Frauenrat: Ihre Stimme für die Quote!</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/deutscher-frauenrat-ihre-stimme-fuer-die-quote.html</link>
			<description>Die Forderung nach einer verbindlichen Quotenregelung für Führungspositionen – nicht nur in der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Jüngstes Beispiel: Der Bundeskongress der Türkischen Gemeinden in Deutschland (TGD) beschloss Anfang April einstimmig eine verbindliche Geschlechterquote, das heißt Führungspositionen in der hierzulande größten MigrantInnenorganisation müssen zukünftig mit mindestens 30 Prozent Frauen besetzt werden. Mit der Forderung nach einer 30-Prozent-Frauenquote für Führungspositionen in den Medien machte die Initiative „ProQuote“ vor einigen Wochen von sich reden.</p>
<p class="bodytext"><b>Breiter politischer Konsens für „Berliner Erklärung“ <br /></b>Bereits im Dezember veröffentlichte eine fraktionsübergreifende und gesellschaftliche Initiative aus Parlamentarierinnen aller Bundestagsfraktionen und Vertreterinnen von Frauenverbänden, darunter der Deutsche Frauenrat, eine „Berliner Erklärung“. Darin wird als erster Schritt für mehr Chancengleichheit für Frauen und Männer in Spitzenpositionen der Wirtschaft eine 30-Prozent-Geschlechterquote für Aufsichtsräte der börsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und öffentlichen Unternehmen gefordert. </p>
<h6>Jetzt unterzeichnen!</h6>
<p class="bodytext">Die Berliner Erklärung wird bislang von rund 16.000 UnterzeichnerInnen unterstützt. Der Deutsche Frauenrat ruft seine Mitgliedsverbände und Verbündeten dazu auf, die Erklärung <a href="http://www.berlinererklaerung.de" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />zu verbreiten und zu unterzeichnen</a>. Die Unterschriften sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben werden.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">Die Berliner Erklärung kann im Internet unterschrieben werden: <a href="http://www.berlinererklaerung.de" target="_self" >www.berlinererklaerung.de</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 11:14:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gleichstellung von Mann und Frau weltweit: Neue Partnerschaft zwischen EU und UN Women</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/gleichstellung-von-mann-und-frau-weltweit-neue-partnerschaft-zwischen-eu-und-un-women.html</link>
			<description>Die Europäische Union und die UN-Frauenorganisation UN Women haben ein neues Partnerschaftsprogramm...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wie die Euroäische Kommission am 16. April mitteilte, wurde am Rande des EU-Gipfels &quot;Nachhaltige Energie für alle&quot; eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit der beiden Organisationen unterschrieben. Die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der EU-Kommission, Catherine Ashton, EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs und die UN-Untergeneralsekretärin und geschäftsführende Direktorin von UN Women, Michelle Bachelet, unterzeichneten diese Erklärung.<br /><br /><b>Diskriminierung von Frauen und Mädchen ist hartnäckigste Form der Ungleichbehandlung<br /></b>&quot;Die Diskriminierung von Frauen und Mädchen ist die am weitesten verbreitete und hartnäckigste Form der Ungleichbehandlung&quot;, sagte Catherine Ashton. Gemeinsam mit UN-Frauen will die Europäische Union darauf hinarbeiten, die Rolle der Frau in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen zu stärken. „Wir werden auch gegen die Straflosigkeit bei sexueller Gewalt vorgehen, einen besseren Schutz der Frauen gewährleisten und ihren Zugang zur Justiz verbessern“, so Ashton. Die neue Partnerschaft stärke die Fähigkeit, noch härter für die Verwirklichung dieser Ziele zu arbeiten.<br /><b><br />Viviane Reding: Mehr Frauen in Top-Positionen sind wirtschaftlich geboten</b><br />Die Gleichstellung der Geschlechter wurde 2010 auch in der Europäischen &quot;Charta für Frauen“ als wichtiges Ziel festgeschrieben. Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und EU- Justizkommissarin, bekräftigte anlässlich des neu aufgelegten Programms ihre jüngsten Forderungen, gegen die Unterrepräsentanz von Frauen in Top-Positionen vorzugehen: &quot;Es gibt sehr starke wirtschaftliche Argumente dafür, dass in der EU eine höhere Frauenbeschäftigungsquote erreicht wird und mehr Frauen Spitzenpositionen bekleiden. Wir können unsere wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Ziele nur erreichen, wenn wir alle unsere Humanressourcen uneingeschränkt nutzen &#8209; sowohl auf dem Arbeitsmarkt insgesamt als auch in Führungspositionen.“ Dies sei wesentlicher Bestandteil der Konjunkturprogramme der Kommission, sagte die EU-Justizkommissarin.<br /><br />Das neue Partnerschaftsprogramm zwischen der EU und UN Women soll den Austausch von Informationen, Expertise und Analysen, zwischen den Organisationen stärken und damit dazu beitragen, die Frauenrechte zu fördern. Die Zusammenarbeit wird sich vornehmlich darauf konzentrieren, den Frauenanteil in Entscheidungspositionen der Wirtschaft, Politik und Justiz zu erhöhen. Darüber hinaus soll es einen besseren Zugang zur Arbeit und mehr soziale Chancengleichheit geben.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 08:36:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Höhere Bildung: In Deutschland profitieren Frauen weniger als in anderen Ländern</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/hoehere-bildung-in-deutschland-profitieren-frauen-weniger-als-in-anderen-laendern.html</link>
			<description>Frauen in Deutschland profitieren von ihrer höheren Bildung nicht in gleichem Maße wie in anderen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das IAB hat für seine Analyse zwölf westeuropäische Länder miteinander verglichen und dabei untersucht, welchen Ertrag höhere Bildung im Verlauf des Erwerbslebens für Frauen und Männer abwirft. </p>
<p class="bodytext"><b>Jedes Jahr Bildung bringt fünf Prozent mehr Einkommen<br /></b>Nach Angaben des Nürnberger Instituts zahlt sich jedes Jahr, das jemand in Schule, Ausbildung oder Studium investiert, in barer Münze aus. Danach steigt das Einkommen mit jedem Jahr Bildung um durchschnittlich fünf Prozent. Ein Beschäftigter, der 16 Jahre in seine Bildung (ohne betriebliche und private Weiterbildung) investiert hat, hat demnach ein um 25 Prozent höheres Einkommen im Laufe seines Lebens zu erwarten als jemand, der oder die das Bildungssystem bereits nach elf Jahren verlässt.<br /><b><br />In neun von zwölf Ländern zahlt sich Bildung für Frauen aus<br /></b>Es könnte hoffnungsfroh stimmen, dass Frauen und Männer in Deutschland - zusammen mit Luxemburg und Dänemark - 13 Jahre und länger&nbsp;in der Schule verbringen&nbsp;und damit über dem Gesamtdurchschnitt der zwölf westeuropäischen Länder liegt. Doch lohnt sich der lange Verbleib im Bildungssystem für Frauen in Deutschland nicht in gleichem Maße wie in anderen Ländern.&nbsp;Denn hierzulande, so das IAB, unterschieden sich die Bildungsrenditen zwischen Frauen und Männern nur geringfügig, während er in neun der insgesamt zwölf Staaten für Frauen höher als für Männer ausfalle.<b></b></p>
<p class="bodytext"><b>Schweden: Frauen arbeiten vornehmlich im schlechter entlohnten öffentlichen Sektor</b><br />Geringere Bildungsrendite als in Deutschland fahren Frauen nur in den Niederlanden und Schweden ein. Das hat aus Sicht der IAB-ForscherInnen Concetta Mendolicchio und Thomas Rhein vor allem damit zu tun, dass in&nbsp;Schweden Frauen eher im schlechter entlohnten öffentlichen Sektor arbeien, während Männer ihr Geld vornehmlich in der Privatwirtschaft verdienen. Und in den Niederlanden fällt der Bildungsertrag für Frauen deshalb geringer aus, weil sie den Hauptanteil an den Teilzeitbeschäftigten stellen.<br /><b><br />Entscheidend für Bildungsrendite: Lohnprämie und Steuersystem</b><br />Die größte Bedeutung&nbsp;für die Bildungsrenditen von Frauen und Männern&nbsp;haben nach der Analyse der ArbeitsmarktforscherInnen die Lohnunterschiede und die Steuer- und Abgabenbelastung. Da Frauen in Deutschland seit Jahren im Durchschnitt 23 Prozent weniger verdienen als Männer, wirkt sich die höhere Bildung folgerichtig auch weniger stark aus, als das in Ländern der Fall ist, wo der Gender Pay Gap deutlich geringer ausfällt.<br /><br />Auch eine hohe Progression im Steuersystem senkt laut IAB-ExpertInnen den Bildungsertrag deutlich. „Davon sind Männer vor allem dann stärker betroffen als Frauen, wenn es große geschlechtsspezifische Lohnunterschiede gibt“, schreiben die AutorInnen in ihrem Ländervergleich.<br /><br />Einen weniger starken Effekt attestieren Mendolicchio und Rhein dagegen staatlichen Unterstützungsleistungen für Arbeitslose sowie familienpolitischen Leistungen wie dem Kinder- oder Elterngeld.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 21:34:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Betreuungsgeld - Teil II: Zehn Abgeordnete gegen die eigene Regierung</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/betreuungsgeld-teil-ii-neun-abgeordnete-gegen-die-eigene-regierung.html</link>
			<description>Einen heftigen Schlagabtausch lieferten sich am 29. März Abgeordnete der Koalitions- und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Grünen-Fraktion: Investitionen in Betreuungsausbau und Bekämpfung der Kinderarmut<br /></b>Statt ein Betreuungsgeld einzuführen, fordern die Grünen-Abgeordneten, die 1,9 Milliarden Euro jährlich in den Ausbau der Kinderbetreuung sowie in die Bekämpfung der Kinderarmut zu investieren. Ihrer Ansicht nach führe das Betreuungsgeld ohnehin in die Irre: „Das Betreuungsgeld konterkariert zentrale bildungs- und sozialpolitische Zielstellungen“, heißt es in ihrem Entwurf. Mit ihm habe &quot;ein vages, konzeptionell nicht hinterlegtes Instrument mit bildungs-, sozial-, familienpolitisch und gleichstellungspolitisch kontraproduktiven Folgen Eingang in einen Gesetzestext gefunden&quot;. Statt eine Art „Fernbleibeprämie“ zu schaffen, wird die Regierung aufgefordert, die durch die Streichung des Betreuungsgeldes frei werdenden Mittel in den qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung zu stecken. Zudem sollte für einkommenschwache Familien die Absenkung der Elternbeiträge forciert werden.<br /><b><br />Staat muss Frauen beides ermöglichen</b><br />Für die CSU, die im kommenden Jahr eine Landtagswahl in Bayern zu bestreiten hat, rechtfertigte der Abgeordnete Norbert Geis die Einführung des Betreuungsgeldes. So habe der Staat die Aufgabe, Eltern mit unter dreijährigen Kindern, beides zu ermöglichen: „der Frau zu helfen, die daheim bleibt und daheim ihr Kind erziehen will“ und gleichzeitig dafür Sorge zu tragen, dass „die Frau, die ihre Erwerbstätigkeit nicht unterbrechen will, ihr Kind in die Kita geben kann“. <br /><b><br />Dörner: Betreuungsgeld nicht seriös finanziert</b><br />Die Opposition reagierte entsprechend mit Ablehnung: Katja Dörner, familienpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, bezeichnete das Betreuungsgeld als „gleichstellungspolitische und bildungspolitische Katastrophe“ und als „verfassungsrechtlich höchst bedenklich“. Davon abgesehen sei die staatliche Leistung nicht seriös finanziert. Für 2013 seien 400 Millionen Euro und für 2014 bereits 1,2 Milliarden Euro als globale Minderausgabe zur Finanzierung in der Haushaltsplanung vorgesehen. „Den Haushältern müssten sich da eigentlich die Fußnägel hochrollen“, so Dörner.<br /><b><br />Marks: Alte Rollenbilder werden zementiert</b><br />Auch die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Caren Marks, fand deutliche Worte gegen das Betreuungsgeld: „Mit diesem Unsinn zementieren Sie die veraltete Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern. Sie setzen falsche Anreize, insbesondere für Frauen, länger zu Hause zu bleiben und die eigene Existenzsicherung und damit auch die eigene Alterssicherung zu vernachlässigen.“ Allein auf Druck der CSU halte die Regierung an ihren Plänen fest – und das obwohl es massive Kritik von Seiten der Fachverbände, der Wissenschaft, den Gewerkschaften bis hin zu den Arbeitgeberverbänden hagele. </p>
<p class="bodytext"><b>Golze: Erwerbstätige Eltern werden doppelt bestraft<br /></b>Die kinderpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Diana Golze, warnte ebenso vor dem Betreuungsgeld. Sie stellte klar, dass auch erwerbstätigen Eltern Anerkennung gebühre, denn auch sie erbrächten eine Betreuungs- und Erziehungsleistung. „Sie würden doppelt bestraft: Sie müssten Kitagebühren bezahlen und könnten kein Betreuungsgeld bekommen. Andere bekämen die Anerkennung und müssten keine Kitagebühren bezahlen“, sagte Golze.<br /><br /><b>KoalitionspolitikerInnen bringen sich in Stellung gegen Betreuungsgeld<br /></b>Allerdings brachten sich nicht nur Abgeordnete der Opposition gegen das Betreuungsgeld in Stellung. Insgesamt zehn ParlamentarierInnen der Koalitionsfraktionen hatten nicht gegen den Grünen-Entwurf gestimmt – und waren somit vom Prinzip der Koalitionssdiziplin abgewichen. Während sich vier Abgeordnete von Union (Maria Flachsbarth, Anette Hübinger, Katharina Landgraf, Rita Pawelski) und fünf ParlamentarierInnen der FDP (Nicole Bracht-Bendt, Sylvia Canel, Miriam Gruß, Sibylle Laurischk, Johannes Vogel) ihrer Stimme enthielten, stimmte Jürgen Köppelin (FDP), Mitglied im Haushaltsausschuss, für den Gesetzentwurf der Grünen. Allerdings fand der Entwurf der Grünen keine Mehrheit im Parlament: Von den insgesamt 538 abgegebenen Stimmen, votierten 297 Abgeordnete gegen den Grünen-Vorschlag. <br /><b><br />Gruß: Familienpolitik ohne ideologische Scheuklappen</b><br />Die FDP-Politikerin Miriam Gruß, familienpolitische Sprecherin der Liberalen, begründete ihre Enthaltung so: Angesichts der für 2013 erwarteten Gesamtevaluation familienpolitischer Leistungen in Deutschland gelte es, so Gruß, „die gesamte Familienpolitik ohne ideologische Scheuklappen effizienter zu gestalten“. Denn bislang sei es so, „dass wir in der einen Richtung etwas fördern und es mit einer anderen Maßnahme wieder konterkarieren. Familienpolitik muss effizienter gestaltet werden“.</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/back/11/article/betreuungsgeld-teil-i-institut-zur-zukunft-der-arbeit-raet-von-einfuehrung-ab.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Betreuungsgeld Teil I<br /><br /></a></p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/015/1701579.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Gesetzentwurf</a> der Fraktion BU&#776;NDNIS 90/DIE GRU&#776;NEN (Drs. 17/1579)<br />Entwurf eines Dritten Gesetzes zur A&#776;nderung des Achten Buches Sozialgesetzbuch – Aufhebung der Anku&#776;ndigung eines Betreuungsgeldes<br /><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 12:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Betreuungsgeld - Teil I: Institut zur Zukunft der Arbeit rät von Einführung ab</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/betreuungsgeld-teil-i-institut-zur-zukunft-der-arbeit-raet-von-einfuehrung-ab.html</link>
			<description>Das Betreungsgeld hält Frauen vom Arbeitsmarkt fern. Mit diesem Befund reiht sich das Institut zur...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Freistaat Thüringen gewährt seit 2006 das von KritikerInnen als  &quot;Herd- oder Fernhalteprämie&quot; bezeichnete Betreuungsgeld in Höhe von 150  bis 300 Euro für Zweijährige, die nicht in öffentlichen Einrichtungen  betreut werden. Auf der Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und  des Mikrozensus untersuchten WissenschaftlerInnen der Universitäten  Mannheim und Heidelberg im Auftrag des IZA, wie die betroffenen Familien auf die relative  Verteuerung der öffentlichen Kinderbetreuung reagiert haben.<br /><b><br />Vor allem Familien mit niedrigen Einkommen nehmen Betreuungsgeld in Anspruch</b><br />Der Studie zufolge hat das sogenannte Landeserziehungsgeld in Thüringen dazu geführt, dass vor allem Geringqualifizierte, Alleinerziehende und Familien mit niedrigem Einkommen dem Arbeitsmarkt fern blieben, um die staatliche Leistung in Anspruch zu nehmen.</p>
<p class="bodytext"><b>Thüringer Betreuungsgeld: Mehr Kinder werden Zuhause betreut</b><br />Die ForscherInnen ermittelten, dass der Anteil der ausschließlich zu Hause betreuten Kinder in Folge der Reform um 20 Prozent anstieg. Neben der Betreuung in Kindertagesstätten ging auch die Betreuung durch NachbarInnen und FreundInnen zurück. </p>
<p class="bodytext">Laut Studie schränkten vor allem Mütter mit geringem Qualifikationsniveau und niedrigem Einkommen ihre Erwerbstätigkeit ein. Darüber belegt sie Auswirkungen auf die gesamte Familie: Ältere Geschwister blieben dem Kindergarten häufiger fern, die Erwerbsbeteiligung der Väter ging ebenfalls leicht zurück. Der erwartete Effekt auf eine steigende Geburtenraten ließ sich im Freistaat allerdings nicht nachweisen. </p>
<p class="bodytext">Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse plädieren die AutorInnen dafür, die für 2013 geplante bundesweite Einführung des Betreuungsgelds erneut auf den Prüfstand zu stellen.</p>
<p class="bodytext"><b>IW: Je länger der Besuch einer Betreuungseinrichtung desto größer die Chance, ein Gymnasium zu besuchen<br /></b>Auch eine <a href="http://www.etracker.de/lnkcnt.php?et=lKbSM9&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.iwkoeln.de%2F_storage%2Fasset%2F82584%2Fstorage%2Fmaster%2Ffile%2F525178%2Fdownload%2F29032012_Alleinerziehende_Gutachten.pdf&amp;lnkname=29032012_Alleinerziehende_Gutachten.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Studie des Instituts für Wirtschaft (IW)</a> legt den Verzicht auf ein bundesweites Betreuungsgeld nahe. Das Kölner Institut hatte die gesamtgesellschaftlichen Effekte der Ganztagsbetreuung von Kinder in Ein-Elternfamilien untersucht und war zum Schluss gekommen: &quot;Für Kinder eröffnen sich durch den längeren Besuch einer Betreuungseinrichtung bessere Bildungschancen. Kinder von Alleinerziehenden können ihre schulischen Leistungen um mehr als ein Jahr verbessern. Die Wahrscheinlichkeit, später ein Gymnasium zu besuchen, erhöht sich für alle Kinder.&quot;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/back/11/article/betreuungsgeld-teil-ii-neun-abgeordnete-gegen-die-eigene-regierung.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Weiter zu Betreuungsgeld Teil II<br /></a><br /><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">Die englischsprachige Studie ist über die IZA-Homepage abrufbar:<br /><a href="http://ftp.iza.org/dp6440.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Christina Gathmann/Björn Sass: Taxing Childcare: Effects on Family Labor Supply and Children, IZA Discussion Paper No. 6440<br /></a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 11:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Afghanistan: Unrechtmäßig inhaftierte Frauen freilassen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/afghanistan-unrechtmaessig-inhaftierte-frauen-freilassen.html</link>
			<description>Die afghanische Regierung soll die etwa 400 Frauen und Mädchen freilassen, die derzeit in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach dem Willen der Menschenrechtsorganisation sollen die USA und andere Geberländer sich bei der afghanischen Regierung dafür einsetzen, dass die unrechtmäßige Inhaftierung von Frauen und Mädchen beendet wird. Denn diese Frauen und Mädchen seien keine Straftäter, sondern vielmehr Opfer von Verbrechen.<br /><b><br />Die Hälfte der Frauen wegen Zwangsheirat oder häuslicher Gewalt inhaftiert</b><br />Laut dem Bericht von Human Rights Watch werden fast alle Mädchen und rund die Hälfte aller Frauen in afghanischen Haftanstalten wegen Flucht vor einer Zwangsheirat oder häuslicher Gewalt inhaftiert – einige von ihnen wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs (zina), der zurückgeht auf Vergewaltigung oder Zwang zur Prostitution. <br /><b><br />Roth: Niemand darf wegen einer Notlage eingesperrt werden</b><br />„Es ist schockierend, dass Frauen und Mädchen zehn Jahre nach dem Sturz der Taliban immer noch ins Gefängnis kommen, wenn sie vor häuslicher Gewalt oder einer Zwangsheirat fliehen“, sagte Human Rights Watch-Direktor Kenneth Roth. „Niemand soll dafür eingesperrt werden, dass er aus einer Notlage flieht, auch wenn diese zu Hause besteht.&quot; Präsident Karsai und Afghanistans Verbündete müssen daher dieser diskriminierenden und unmenschlichen Praxis ein Ende setzen.<br /><b><br />Oberster Gerichtshof: Flüchtige Frauen als Straftäterinnen behandeln</b><br />Obwohl die Flucht dieser Frauen von Zuhause nach afghanischem Recht keine Straftat darstelle, berichtet Human Rights Watch, habe der Oberste Afghanische Gerichtshof seine Richter angewiesen, flüchtige Frauen als Straftäter zu behandeln. Und auch das prangert die Organisation an: Nach dem 2009 verabschiedeten Gesetz zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen gelte Gewalt gegen Frauen als Straftat. Dennoch ignorierten die gleichen Polizeibeamten, Staatsanwälte und Richter, die Sittenverbrechen rigoros verfolgen, regelmäßig Beweise für Gewalttaten gegen die beschuldigten Frauen. „Die Gerichte schicken Frauen für fragwürdige ‚Straftaten‘ ins Gefängnis, während ihre Peiniger, die wahren Verbrecher, weiter frei herumlaufen“, so Roth. <br /><b><br />Neues Familienrecht liegt auf Eis</b><br />Auch verschärft das in Afghanistan geltende Scheidungsrecht die desolate Situation von Frauen, ist Human Rights Watch überzeugt: Während Männer sich selbst für geschieden erklären können, bleibt dieses Recht Frauen bis heute verwehrt. Dabei habe sich die afghanische Regierung im Jahr 2007 im Rahmen ihres Nationalen Aktionsplans für Frauen in Afghanistan verpflichtet, diese Gesetze zu ändern. Der Entwurf eines neuen Familienrechts liege seit 2010 vor. Bislang gebe es aber „keinerlei Anzeichen für eine baldige Verabschiedung“.<br /><br />„Es ist höchste Zeit, dass Afghanistan seine Versprechen einlöst und Gesetze, die Frauen zu Bürgern zweiter Klasse machen, ändert“, drängte Roth. „Gesetze, die Frauen das Recht auf eine Scheidung verwehren und sie damit zwingen, Gewalt über sich ergehen zu lassen, sind nicht nur unzeitgemäß, sondern grausam.“<br /><b><br />Über 400 Mädchen und Frauen wegen sog. Sittenverbrechen in Haft<br /></b>Human Rights Watch geht von über 400 Frauen und Mädchen in Haft bzw. Untersuchungshaft wegen unrechtmäßiger Inhaftierungen für „Sittenverbrechen“ aus. Der <a href="http://hrw.org/reports/2012/03/29/i-had-run-away-0" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />120-seitige Bericht</a> „‘I Had to Run Away’: Women and Girls Imprisoned for ‘Moral Crimes’ in Afghanistan“ stützt sich auf 58 Interviews mit Frauen und Mädchen, denen „Sittenverbrechen“ vorgeworfen werden. Die Gespräche fanden in drei Gefängnissen und drei Haftanstalten für Jugendliche statt. <br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 12:43:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Genitalbeschneidung: Bundesregierung sieht keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf </title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/genitalbeschneidung-bundesregierung-sieht-keinen-gesetzgeberischen-handlungsbedarf.html</link>
			<description>Einen zwingenden gesetzgeberischen Handlungsbedarf bei Genitalverstümmelung (FGM) sieht die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach den Worten der Bundesregierung stelle die Genitalverstümmelung schon jetzt eine vorsätzliche oder gefährliche Köperverletzung mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs dar. Ob zusätzlich der Tatbestand der Misshandlung von Schutzbefohlenen erfüllt sei, hänge von den Umständen des Einzelfalls ab, ebenso ob eine schwere Köperverletzung wegen Verlustes der Fortpflanzungsfähigkeit vorliege.<br /><b><br />TDF und Bundesärztekammer: Bundesweit 5.000 Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht</b><br />Die Bundesregierung wies außerdem darauf hin, dass sie über keine &quot;eigenen gesicherten empirischen Erkenntnisse bzw. Daten&quot; darüber verfüge, wie viele in Deutschland lebende Frauen und Mädchen derzeit von Genitalverstümmelung betroffen sind. Nach Angaben der Bundesärztekammer sind in Deutschland rund 18.000 davon betroffen. Nach Schätzungen der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes sind bundesweit über 5.000 Mädchen dem Risiko ausgesetzt, heimlich entweder hierzulande oder in den Ferien im Herkunftsland ihrer Eltern Opfer dieser schweren Menschenrechtsverletzung zu werden.&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>FGM: Keine Statistiken in der Strafrechtspflege und der Polizei<br /></b>Auf die Frage der SPD-Fraktion, wie viele Ermittlungsverfahren wegen Genitalverstu&#776;mmelung nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland zwischen den Jahren 2000 bis 2010 jeweils eingeleitet worden seien, antwortet die Bundesregierung: &quot;In den Statistiken der Strafrechtspflege und der Polizei werden Fa&#776;lle der Genitalverstu&#776;mmelung nicht gesondert erfasst.&quot;</p>
<p class="bodytext"><b>Keine neuen Erkenntnisse über Schutzlücke<br /></b>Gleichwohl will die Regierung nicht von einer Schutzlücke für die betroffenen Frauen sprechen: So habe der Rechtsausschuss bereits in der vergangenen Legislaturperiode &quot;einen Handlungsbedarf im Ergebnis verneint, weil in den diskutierten Fallkonstellationen, namentlich bei sogenannten Ferienbeschneidungen, die Anwendbarkeit deutschen Strafrechts grundsa&#776;tzlich bereits jetzt gewa&#776;hrleistet ist&quot;. Für eine davon abweichende Bewertung dieser Einschätzung lägen der Bundesregierung&nbsp;jedoch nach eigenen Angaben keinerlei Erkenntnisse vor.<br /><b><br />Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen</b><br />Auch wenn die Regierung in ihrer Antwort klar stellte, die sehe derzeit keinen zwingenden gesetzgeberischen Handlungsbedarf, räumte sie zugleich ein: &quot;Die Meinungsbildung dazu in der Bundesregierung ist noch nicht abgeschlossen.&quot;</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/090/1709005.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Antwort der Bundesregierung <br /></a>auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Christine Lambrecht, Burkhard Lischka, Sonja Steffen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD – Drucksache 17/8811 – Wirksame Beka&#776;mpfung der Genitalverstu&#776;mmelung</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 11:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Equal Pay Day - Teil I: Recht auf mehr - nur mit einem Gesetz!</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/equal-pay-day-recht-auf-mehr-nur-mit-einem-gesetz.html</link>
			<description>Deutschland braucht gesetzliche Regelungen, um Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Auch in diesem Jahr hat das Statistische Bundesamt (Destatis) Deutschland in Sachen Entgeltungleichheit kein gutes Zeugnis ausgestellt: Durchschnittlich 23 Prozent verdienen Frauen hierzulande weniger als Männer - seit sechs Jahren immer wieder die gleiche Zahl. Damit ist das bevölkerungsreichste Land der EU eines der Schlusslichter. Nur Österreich, die Tschechische Republik und Estland schneiden nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat im EU27-Vergleich beim Gender Pay Gap noch schlechter ab.<br /><br /><b>DF fordert seit zehn Jahren Entgeltgleichheitsgesetz<br /></b>Marlies Brouwers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, ist überzeugt, dass das Engagement der Frauen am Equal Pay Day inzwischen Wirkung gezeigt hat: „Das Thema Entgeltgleichheit hat rasant an Fahrt aufgenommen, seit wir es Jahr für Jahr am Equal Pay Day auf die Straße tragen.“ Jetzt seien gesetzliche Regelungen notwendig, um diesen Prozess weiter zu beschleunigen. Der Deutsche Frauenrat, in dem auch die DGB-Frauen Mitglied sind, fordert seit zehn Jahren ein Gesetz zur Herstellung von Entgeltgleichheit.<br /><b></b></p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_epd2012_marlies_brouwers.jpg.jpg" title="Marlies Brouwers, Foto: Simone M. Neumann" height="177" width="300" alt="" /><b><br /><br />SPD-Fraktion will Entgeltgleichheitsgesetz vorlegen</b><br />„Unsere Forderungen werden inzwischen von immer mehr Politikerinnen und Politikern in Bund und Ländern aufgegriffen“, so Brouwers. Passend zum diesjährigen Equal Pay Day brachte die SPD-Bundestagsfraktion einen <a href="http://dip.bundestag.de/btd/17/050/1705038.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Antrag</a> in den Bundestag ein, in dem die Bundesregierung zu einem Entgeltgleichheitsgesetz aufgefordert wird. In den kommenden Wochen will die SPD-Fraktion einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. </p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_epd2012_marlies_brouwers2.jpg.jpg" title="Marlies Brouwers, DF-Vorsitzende: DF in guter Gesellschaft, Foto: Simone M. Neumann" height="204" width="300" alt="" /></p>
<p class="bodytext"><b>DF in guter Gesellschaft: Hessen und Baden-Württemberg kündigen Initiativen an<br /></b>Brouwers verwies außerdem auf verschiedene Inititiativen aus den Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen. So hatte kürzlich das <a href="0deutsch/infopool/informationen/informationdetail/browse/2/back/55/article/hessen-entgeltgleichstellungsgesetz-kann-loesung-sein.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />hessische Sozialministerium </a>verlautbart, auf der nächsten gemeinsamen Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsministerinnen und -minister (GFMK) in einem Antrag einen Prüfauftrag für ein solches Gesetz einzubringen. Auch die baden-württembergische Landesregierung will in der nächsten Bundesratssitzung hierfür mit einer Initiative aufwarten. „Wir sind also in guter Gesellschaft. Und wir setzen darauf, dass diese Impulse dafür sorgen, dass sich die Bundesregierung endlich unseren Forderungen anschließt und handelt“, sagte Brouwers. Erst kürzlich hatte der Deutsche Frauenrat in einem <a href="0deutsch/infopool/informationen/informationdetail/back/11/article/df-bundesfrauenministerin-soll-gesetzliche-regelung-fuer-entgeltgleichheit-befoerdern.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Brief an Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU)</a> von dieser Unterstützung für eine gesetzliche Lösung gefordert.<br /><b><br />Sehrbrock: Gesetzlicher Mindestlohn und Sozialversicherungsschutz für jede Beschäftigung</b><br />Auch die stellvertretende Vorsitzende des DGB, Ingrid Sehrbrock, will die Lohndiskriminierung von Frauen nicht länger hinnehmen: Frauen arbeiteten überdurchschnittlich häufig in so genannten Mini-Jobs ohne soziale Absicherung, noch dazu in Bereichen ohne Tarifbindung, wo sie mit Dumpinglöhnen abgespeist würden. „Wir brauchen deshalb einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde und einen Sozialversicherungsschutz ab der ersten Arbeitsstunde“, drängt die DGB-Vizechefin.<br /><b><br />Entgeltgleichheit zieht sich quer durch die Einkommensskala</b><br />Doch Sehrbrock stellte auch klar, dass sich die Diskriminierung von Frauen bei Löhnen und Gehältern nicht nur auf den Niedriglohnbereich beschränke. „Die Entgeltlücke zieht sich quer durch die gesamte Einkommensskala – bis in die Spitzenpositionen der Wirtschaft.“ Der DGB fordert daher eine gesetzliche Regelung, „die Unternehmen und Verwaltungen dazu verpflichtet, ihre Entgeltpraxis systematisch zu überprüfen und geschlechtergerecht zu gestalten – kontrolliert von einer unabhängigen Stelle.“<br /><b><br />Mehr Befugnisse für die ADS</b><br />Eine solche Stelle könnte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) sein. Die ADS Leiterin, Christine Lüders, zeigte sich aufgeschlossen, der Antidiskriminierungsstelle mehr Befugnisse zu geben, um Entgeltungleichheit effektiver bekämpfen zu können. „Hier ist der Gesetzgeber gefragt.“ Instrumente wie das Logib-D oder der EG-Check, um die Lohnlücke zwischen den Geschlechter zu bekämpfen, stünden längst zur Verfügung. „Nutzen wir sie!“, sagte Lüders. <br /><b><br />SoVD fordert transparentes Tarifsystem</b><br />Die Bundesfrauensprecherin des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), Edda Schliepack, sieht die deutsche Politik ebenfalls in der Pflicht. „Die Zeit drängt, denn dieser Missstand ist sowohl aus sozialen als auch aus ökonomischen Gründen beschämend.“ Schliepack betonte zudem, dass gleiche Löhne für Männer und Frauen auch zu einer massiven Steigerung des&nbsp; Bruttoinlandsprodukts führen könnten. </p>
<p class="bodytext">Der SoVD verlangt deshalb von Arbeitgebern und Gewerkschaften, gemeinsam gegen die ungleiche Bezahlung vorzugehen: Dafür bräuchten aber Beschäftigte auch ein transparentes Tarifsystem, um so überhaupt individuelle Gehaltsunterschiede nachvollziehen zu können. Neben einem gesetzlichen Mindestlohn fordert der SoVD auch ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 09:49:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Equal Pay Day - Teil II: Front für Entgeltgleichheitgesetz wird immer breiter</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/equal-pay-day-teil-ii-breite-front-fuer-entgeltgleichheitgesetz.html</link>
			<description>Frauen müssen für gleiche und gleichwertige Arbeit endlich genauso viel verdienen wie Männer. Darin...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Bundesfrauenministerin Schröder hob hervor, dass die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit durchschnittlich 8 Prozent betrage. Diese sogenannte bereinigte Lücke bildet allerdings nur einen Teil der Wahrheit ab, denn sie rechnet bestimmte Faktoren heraus. Die unbereinigte Lohnlücke, die sich errechnet aus dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern, beträgt jedoch nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wie in den Vorjahren unverändert 23 Prozent – und bestätigt Deutschland damit im EU27-Vergleich als eines der Schlusslichter in Europa. &quot;Von fairen Chancen für Frauen kann solange keine Rede sein, wie sich Arbeitnehmerinnen mit familiären Fürsorgeaufgaben fehlenden Ehrgeiz vorhalten lassen müssen, Teilzeitarbeit aufs Abstellgleis führt und Frauen der Wiedereinstieg und Wiederaufstieg unnötig erschwert werden&quot;, so Schröders Analyse.<br /><br /><b>Schröder will Tarifpartner in die Pflicht nehmen<br />&#8232;&#8232;</b>Für die Beseitigung des Gender Pay Gaps will die Ministerin vor allem die Tarifpartner in die Pflicht nehmen. An deren Adresse gerichtet, sagte sie: „Wir brauchen eine Debatte darüber, welche Rolle faire Chancen und faire Bezahlung für Frauen eigentlich in den Tarifverhandlungen spielen. Wer die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern kleiner machen will, muss bei den Ursachen für die Benachteiligung von Frauen in der Arbeitswelt ansetzen.&quot;<br /><br /><b>Frauenunion fordert Stärkung der eigenständigen Alterssicherung&#8232;&#8232;<br /></b>Schröders Parteikollegin, Maria Böhmer, richtete den Fokus demgegenüber auf die Alterssicherung von Frauen. Die Vorsitzende der Frauenunion in der CDU will vor allem Mütter nicht länger in die Armutsfalle laufen lassen. Denn nach einer aktuellen Studie des Bundesfrauenministeriums (BMFSFJ) haben Frauen auch ein Nachsehen bei den Rentenansprüchen. Danach beträgt der sogenannte Gender Pension Gap (die geschlechtsspezifische Rentenlücke) fast 60 Prozent. </p>
<p class="bodytext">Böhmer fordert deshalb mehr Rentengerechtigkeit für Frauen - indem auch diejenigen Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, drei Jahre Kindererziehungszeiten angerechnet bekommen. „Wir brauchen jetzt Maßnahmen zur Stärkung der eigenständigen Alterssicherung von Frauen, um Altersarmut vorzubeugen“, so Böhmer anlässlich des „Gleichbezahltages“. Die Erziehungszeiten werden wie die Pflichtbeitragszeiten eines Durchschnittverdieners in der Deutschen Rentenversicherung bewertet. <br /><br /><b>ASF: Lohnlücke ist skandalös ungerecht und skandalös unproduktiv<br /></b>Die Opposition fordert von der Regierung ein Gesetz zur Beseitigung des Gender Pay Gaps. Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, findet die Entgeltlücke nicht nur „skandalös ungerecht“, sondern zugleich „skandalös unproduktiv“. Die Sozialdemokratin wertete die anhaltende ungleiche Bezahlung als „organisierten Verfassungsbruch“, denn Frauen hätten nicht nur ein Anliegen auf gerechte Bezahlung, sondern vielmehr einen verfassungsrechtlichen Anspruch darauf. Die SPD hat einen&nbsp;Entwurf für ein Entgeltgleichheitsgesetz eingebracht, um die Lohndiskriminierung von Frauen zu beenden.<br /><br /><b>SPD und Grüne sind sich einig<br /> &#8232;</b>Auch Bündnis 90/Die Grünen erwarten mehr von der Bundesregierung: „Statt auf die Freiwilligkeit der Unternehmen zu setzen, muss Frauenministerin Schröder ihr Amt und die Anliegen der Frauen ernst nehmen und Fakten schaffen. Sie muss ein Gesetz vorlegen, das die Entgeltdiskriminierung von Frauen wirksam verhindert“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ekin Deligöz.<br /><br />&#8232;&#8232;Wie auch die SPD-Fraktion haben die Grünen im Bundestag Eckpunkte für ein Entgeltgleichheitsgesetz formuliert. In ihren Grundlinien decken sich die Grünen-Eckpunkte mit den Ansprüchen an ein solches Gesetz, das der SPD-Fraktion vorschwebt. Beide Fraktionen wollen, dass die Bewertung von Arbeit nach geschlechtsneutralen Kriterien erfolgt. Zudem wollen beide im Bundestag vertretenen Parteien Betriebe und Tarifpartner zum Nachweis verpflichen, dass ihre tariflichen und nichttariflichen Entgeltregelungen sowie deren innerbetrieblichen Umsetzung diskriminierungsfrei ausgestaltet sind. <br /><br /><b>Die Linke: Weitreichende Kontrollrechte für Betriebs- und Personalräte&nbsp;<br /></b>Auch die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Yvonne Ploetz, sprach sich für eine gesetzliche Regelung aus: „Wir benötigen endlich ein gut ausgearbeitetes Entgeltgleichheitsgesetz.“ Der Lohndiskriminierung könne nur begegnet werden, „wenn wir mehr Transparenz über betriebliche Bezahlungen schaffen und die Betriebs- und Personalräte mit weitreichenden Kontrollrechten ausstatten.“&#8232; <br /><b><br />&#8232;BAG: Faktoren für bereinigte Lohnlücke per se frauendiskriminierend</b> <br />Die sogenannte bereinigte Lohnlücke hält die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) nicht für aussagekräftig: „Dass der Grundsatz lautet: gleicher Lohn fu&#776;r gleiche und gleichwertige Arbeit und nicht etwa fu&#776;r gleiche Betriebszugeho&#776;rigkeit wird geflissentlich u&#776;bersehen&quot;, so die BAG-Bundessprecherin Ida Hiller. Davon abgesehen seien Faktoren wie Berufswahl, Wirtschaftsbranche, Ausbildungsabschluss, Arbeitszeitumfang, Berufserfahrung und Betriebszugeho&#776;rigkeit, berufliche Position, Befristung des Arbeitsvertrages, Tarifbindung, Unternehmensgro&#776;ße und Betriebsort „per se frauendiskriminierend“ – und zudem abgeleitet vom männlichen Normalarbeitsverhältnis. <br /><b><br />Diskriminierung fängt bei den Arbeitsmarktstrukturen an</b><br />„Mit anderen Worten steckt die geschlechtsspezifische Diskriminierung bereits in den Arbeitsmarktstrukturen und ‚bereinigt’ wird bei diesem hilflosen Versuch nichts, vielmehr wächst die Verstimmung angesichts der allzu durchschaubaren Absicht“, empört sich Hiller. Umso mehr erhoffen sich die kommunalen Frauen- und Gleichstellunsgbeauftragten hier einen Schub durch die Inititiativen von SPD und Grünen.<br /><b><br />Bundesregierung muss ihrer Verpflichtung zur EU-Gleichstellungsstrategie nachkommen</b><br />Hiller forderte die Bundesregierung erneut auf, ihrer Verpflichtung im Rahmen der EU-Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern, die dem Abbau dieses Lohngefälles besondere Priorität einräumt, endlich nachzukommen. „Mit gesetzgeberischen und anderen Maßnahmen muss an dieser Stelle dringend mehr soziale Gerechtigkeit hergestellt und zunehmende Armutsrisiken müssen vermieden werden.“ <br /><br /><b>Allmendinger: Gesetzlicher Mindestlohn gegen ungleiche Bezahlung von Frauen<br />&#8232;</b>Die Schirmherrin des diesjährigen Equal Pay Days, Jutta Allmendinger, forderte indes auch einen gesetzlichen Mindestlohn als Strategie gegen die ungleiche Bezahlung von Frauen. Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) sagte: „Der Niedriglohnsektor ist weiblich. Gerade Frauen werden besonders oft mit Dumpinglöhnen abgespeist. Sie arbeiten in Bereichen, in denen es keine Tarifverträge gibt. Deshalb muss der gesetzliche Mindestlohn eine Grenze definieren, die nicht unterschritten werden darf.“</p>
<h6>Bundesforum Männer: Haupternährermodell legitimiert Verdienstunterschied</h6>
<p class="bodytext">Als skandalös bezeichnete die Interessenvertretung für Jungen, Männer und Väter den fortdauernden Gender Pay Gap. Der Verweis auf individuelle Berufsentscheidungen reiche nicht aus, weil damit die Verantwortung für Lohnunterschiede auf ein Problem der &quot;richtigen&quot; bzw. &quot;falschen&quot; Berufswahl von Männern und Frauen und auf das Maß ihres persönlichen Führungs- und Weiterbildungwillens reduziert werde, hieß es in einer Erklärung des Bundesforum Männer anlässlich des Equal Pay Day 2012. Es handele sich aber um ein strukturelles Problem. &quot;Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die Gewerkschaften zwar Lohngleichheit in viele Tarifverträge hineinverhandeln konnten, dass die betriebliche Realität aber doch viel zu häufig wiet dahinter zurück bleibt. Verschärfend wirkt der expandierende Bereich der Leiharbeit und - nicht nur dort - der teils massive Widerstand gegen die Einführung von Mindestlöhnen.&quot;</p>
<p class="bodytext">Das Bundesforum Männer tritt für eine egalitäre und partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeiten sowie für die freie Berufswahl jenseits traditioneller Rollennormen für Jungen und Mädchen ein. &quot;Die Verwirklichung dessen scheitert aber am gesellschaftlich vorherrschenden und strukturell nach wie vor fest verankerten Haupternährermodell und dem damit (implizit) legitimierten Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern&quot;, so die Interessenvertretung von Jungen, Männern und Vätern.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 09:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gesetzliche Regelungen für mehr Entgeltgleichheit  notwendig</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/article/gesetzliche-regelungen-fuer-mehr-entgeltgleichheit-notwendig.html</link>
			<description>DGB und Deutscher Frauenrat zum Equal Pay Day 2012</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><span style="font-family:Arial">Frauen bekommen durchschnittlich immer noch 23 Prozent weniger Lohn und Gehalt als Männer. Damit sich das endlich ändert, muss die Politik auch mit gesetzlichen Regelungen für mehr Entgeltgleichheit sorgen. Das forderten Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, und Marlies Brouwers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, im Rahmen der Aktionen zum diesjährigen Equal Pay Day unter dem Motto „Recht auf Mehr!“ am Freitag in Berlin.</span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-family:Arial">„Frauen arbeiten besonders häufig in so genannten Minijobs ohne soziale Absicherung. Sie werden oft mit Dumpinglöhnen abgespeist, weil sie in Bereichen arbeiten, in denen es keine Tarifverträge gibt. Wir brauchen deshalb einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro  Stunde und einen Sozialversicherungsschutz ab der ersten Arbeitsstunde“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock. <br /></span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-family:Arial">Diskriminierung von Frauen bei Löhnen und Gehältern gäbe es aber nicht nur im Niedriglohnbereich. „Die Entgeltlücke zieht sich quer durch die gesamte Einkommensskala – bis in die Spitzenpositionen der Wirtschaft“, kritisierte Sehrbrock. „Wir brauchen deshalb eine gesetzliche Regelung, die Unternehmen und Verwaltungen dazu verpflichtet, ihre Entgeltpraxis systematisch zu überprüfen und geschlechtergerecht zu gestalten – kontrolliert von einer unabhängigen Stelle.“</span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-family:Arial">Sehrbrock forderte außerdem, die gesetzlichen Teilzeitregelungen weiterzuentwickeln. „Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit und auf ein erneutes Aufstocken der Arbeitszeit nach der Teilzeit-Phase. So erleichtern wir Frauen die Rückkehr in die Vollzeit und Männern den Weg in eine mögliche Teilzeit. Das ist ein wichtiger Beitrag für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatem und für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt.“</span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-family:Arial">Marlies Brouwers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, zeigte sich überzeugt, dass das Engagement der Frauen am Equal Pay Day Wirkung zeigt: „Das Thema Entgeltgleichheit hat rasant an Fahrt aufgenommen, seit wir es Jahr für Jahr am Equal Pay Day auf die Straße tragen. Nun sind gesetzliche Rahmenbedingungen notwendig, um diesen Prozess weiter zu beschleunigen.“ Der Deutsche Frauenrat, in dem auch die DGB-Frauen Mitglied sind, fordert seit zehn Jahren ein Gesetz zur Herstellung von Entgeltgleichheit.</span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-family:Arial">„Unsere Forderung greifen inzwischen immer mehr Politikerinnen und Politiker in Bund und Ländern auf“, so Brouwers. „Heute wird im Bundestag ein Antrag der SPD-Bundestagsfraktion beraten, der fordert, die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern gesetzlich durchzusetzen. Das CDU-geführte hessische Sozialministerium will in der nächsten gemeinsamen Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsministerinnen und -minister den Antrag stellen, ein solches Gesetz zu prüfen. Und die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg hat eine Bundesratsinitiative für eine gesetzliche Regelung gegen Entgeltdiskriminierung angekündigt. Wir sind also in guter Gesellschaft. Und wir setzen darauf, dass diese Impulse dafür sorgen, dass sich die Bundesregierung endlich unseren Forderungen anschließt und handelt.“</span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-family:Arial">Der Equal Pay Day markiert den Tag, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus weiterarbeiten müssten, um rechnerisch auf das durchschnittliche Jahresgehalt eines Mannes zu kommen – in diesem Jahr der 23. März.</span></p>
<p class="bodytext">PM 05/2012</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldungen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 11:48:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vorwärts und nicht vergessen: Kundgebung am 23. März am Brandenburger Tor</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/vorwaerts-und-nicht-vergessen-kundgebung-am-23-maerz-am-brandenburger-tor.html</link>
			<description>Dem gemeinsamem Aufruf von Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) und Deutschem Frauenrat zur Equal Pay...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><a href="0fileadmin/user_upload/infopool/aktionen_kampagnen/EPD_2012/Aufruf_DGB-_DF_zum_EPD2012.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" />Der Aufruf</a></p>
<p class="bodytext">Die Kundgebung beginnt um 12:00 Uhr. Ab 11:30 Uhr&nbsp;werden Mitglieder des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)&nbsp; das Thema &quot;geschlechtsspezifische Entgeltlücke&quot; live in Szene&nbsp;setzen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 14:47:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DF gratuliert Gauck: Geschlechtergerechtigkeit nicht vergessen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/df-gratuliert-gauck-geschlechtergerechtigkeit-nicht-vergessen.html</link>
			<description>In ihrem Glückwunschschreiben an den neu gewählten Bundespräsidenten Joachim Gauck hat die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Der Brief im Wortlaut:</b></p>
<p class="bodytext">Berlin, 19. März 2012</p>
<p class="bodytext">Sehr geehrter Herr Bundespräsident, </p>
<p class="bodytext">im Namen des Deutschen Frauenrates gratuliere ich Ihnen sehr herzlich zu Ihrer Wahl zum Bundespräsidenten und zu dem beeindruckenden Wahlergebnis.</p>
<p class="bodytext">Wie Sie selbst in Ihrer kurzen Rede sagten, werden hohe Erwartungen an Sie gerichtet – dafür wünschen wir Ihnen Kraft und Phantasie und denjenigen, die diese Erwartungen an Sie richten, Geduld. Wir hoffen, dass Sie in Ihrer Amtsführung deutlich machen, dass zu einer gelingenden Demokratie als ein wichtiges Element die Geschlechtergerechtigkeit gehört. Dass diese noch nicht gegeben ist, ist ein offenes Geheimnis. Gerne möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und Ihnen unsere Vorstellungen und Erwartungen vortragen.</p>
<p class="bodytext">Wir wünschen Ihnen gute und hilfreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter und Gottes reichen Segen in Ihrem neuen Amt.<br /><br />Hochachtungsvoll</p>
<p class="bodytext">Marlies Brouwers<br /><i>Vorsitzende<br /></i></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 13:42:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DF: Bundesfrauenministerin soll gesetzliche Regelung für Entgeltgleichheit befördern</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/df-bundesfrauenministerin-soll-gesetzliche-regelung-fuer-entgeltgleichheit-befoerdern.html</link>
			<description>Der Deutsche Frauenrat fordert von Kristina Schröder (CDU) öffentliche Unterstützung für ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Der Wortlaut des DF-Briefes:</b>&nbsp; </p>
<p class="bodytext">Berlin, 13. März 2012<br /><br />Gesetz zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit</p>
<p class="bodytext">Sehr geehrte Frau Bundesministerin,</p>
<p class="bodytext">seit einigen Tagen gibt es Bewegung im Anliegen, die gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit voran zu treiben.</p>
<p class="bodytext">Die Staatssekretärin Petra Müller-Klepper im Hessischen Sozialministerium kündigte an, bei der 22. Sitzung der GFMK einen Antrag auf Prüfung eines Entgeltgleichstellungsgesetzes einzubringen. Die Landesregierung von Baden-Württemberg beschloss vor wenigen Tagen, mit einer Bundesratsinitiative zugunsten einer gesetzlichen Regelung gegen die Entgeltungleichheit vorzugehen. Diese Überlegungen und Forderungen decken sich mit einer zentralen Forderung des Deutschen Frauenrates; bereits 2009 haben wir mit dem Positionspapier „Entgelt – gleich“ die Einführung einer entsprechenden gesetzlichen Regelung verlangt. Dieser Forderung wird der Deutsche Frauenrat u.a. anlässlich des Equal Pay Day 2012 erneut Nachdruck verleihen.</p>
<p class="bodytext">Da die Überwindung der Entgeltungleichheit auf der Agenda Ihres Hauses ganz oben steht, fordern wir Sie auf, sich als die für das Thema zuständige Bundesfrauenministerin diesen Überlegungen öffentlich anzuschließen.</p>
<p class="bodytext">Wir würden uns freuen, wenn Sie den diesjährigen Equal-Pay-Day nutzen würden, sich mit einer Erklärung hinter die Forderungen nach einer gesetzlichen Regelung zu stellen.</p>
<p class="bodytext">Ich freue mich auf Ihre hoffentlich positive Antwort.</p>
<p class="bodytext">Mit freundlichen Grüßen</p>
<p class="bodytext">Marlies Brouwers<br /><i>Vorsitzende</i></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 13:47:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Attac: Hunger wird gemacht</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/attac-hunger-wird-gemacht.html</link>
			<description>Das globalisierungskritische Netzwerk attac fordert von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="indent">„Nahrungsmittelspekulationen gehören mit zu den skandalösesten Geschäften der Finanzmärkte“, warnt attac. Denn Banken und Fonds ermöglichten ihrer Kundschaft, auf die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen zu wetten und damit die Nahrungsmittelpreise in die Höhe zu treiben. „So wird am Hunger nicht nur verdient, er wird gemacht“, heißt es in einer Mitteilung des Netzwerks. <br /><b><br />attac: Transparenz über Rohstoffgeschäfte<br /></b>Da in diesem Jahr auf europäischer Ebene die Finanzmarktrichtlinie verhandelt wird, will attac seinen Einsatz gegen Nahrungsmittelspekulationen noch verstärken. Das Netzwerk ruft deshalb zur Unterstützung seines Anliegens auf und wirbt für die <a href="http://www.attac.de/hungerstopp" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Unterzeichnung eines Appells</a>, der Bundesfinanzminister Schäuble übergeben werden soll. Darin fordert attac: </p><div class="indent"><ul><li>Transparenz über die börslichen und außerbörslichen Rohstoff-Geschäfte, </li><li>Stopp der preistreibenden Spekulation mit Agrarrohstoffen,</li><li>Wirksame Kontrolle durch eine Aufsichtsbehörde, die auch präventiv eingreifen soll.</li></ul></div><p class="bodytext"><b>DF:&nbsp;Spekulationen mit Lebensmitteln verbieten<br /></b>Auch der Deutsche Frauenrat hatte auf seiner Mitgliederversammlung 2011 zur Regulierung der Finanzmärkte einen Beschluss gefasst. Darin kündigt die Frauenlobby an, sich in Gesprächen mit der Bundesregierung sowie anderen Gruppierungen vor allem auch gegen die Börsenspekulationen mit Lebensmitteln einzusetzen.</p>
<p class="bodytext">Die EU-Finanzmarktrichtlinie (Markets in Financial Instruments Directive  – MiFID) regelt und harmonisiert die Bedingungen für den  Wertpapierhandel europaweit. Darüber hinaus soll&nbsp;sie den  Anlegerschutz in Europa verbessern. </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.attac.de/hungerstopp" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" >Hier können Sie den Aufruf von attac unterzeichnen.<br /></a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 09:25:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Brustkrebssterblichkeit in Deutschland nicht höher als in anderen EU-Ländern</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/brustkrebssterblichkeit-in-deutschland-nicht-hoeher-als-in-anderen-eu-laendern.html</link>
			<description>Das Robert-Koch-Institut hat klar gestellt: Entgegen jüngster Berichte sterben im EU-Vergleich in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom 2. März lag die Brustkrebssterblichkeit im Jahr 2009 in Deutschland nur minimal über dem EU-Durchschnittswert. Nur wenige Tage zuvor hatten verschiedene Medien berichtet, dass die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland europaweit am höchsten sei. Gestützt hatten sich die Berichte dabei auf eine Analyse, die im Fachmagazin <i>Annals of Oncology</i> veröffentlicht worden war. <br /><b><br />Datengrundlage ist veraltet</b><br />Bei den Brustkrebstodesfällen hatten die Mailänder ForscherInnen für Deutschland auch&nbsp;einen drastischen Rückgang um 7,5 Prozent, in einem europäischen Vergleich von sechs Ländern sogar um neun Prozent vorausgesagt. Allerdings, so relativiert das RKI die Prognose, hatten die Mailänder ForscherInnen nur Daten bis zum Jahr 2006 ausgewertet. Der aktuelle Trend werde damit nur unzureichend abgebildet, so das RKI. Würden neuere Daten der deutschen Todesursachenstatistik (bis 2010 vorliegend) einbezogen, ergebe sich ein Rückgang der Brustkrebssterberate von etwas mehr als 9 Prozent. Dies entspreche etwa dem Trend in der EU insgesamt.<br /><br /><b>Abwärtstrend ist zu erwarten<br /></b>Da der Rückgang der Sterberate für die Vorhersage unterschätzt worden sei, liegt nach Einschätzung des RKI auch die für Deutschland ermittelte altersstandardisierte Mortalitätsrate zu hoch. Sie wurde von den Mailänder Forschern mit 16,5 betroffenen Frauen pro 100.000 angegeben. „Dies wird jedoch bereits von den tatsächlich gemessenen Sterberaten in 2009 und 2010 leicht unterschritten (16,4 pro 100.000 beziehungsweise 16,2 pro 100.000)“, teilte das Bundesinstitut mit und ergänzt: „Ein weiterer Abwärtstrend ist zu erwarten.“ </p>
<p class="bodytext"><b>Mammographie Screening nicht entscheidend für Rückgang der Brustkrebssterblichkeit</b><br />Das zwischen 2004 und 2008 in Deutschland flächenweit eingeführte Mammographie Screening scheint offenbar nicht verantwortlich zu sein für den Rückgang der Brustkrebssterblichkeit. Zumindest&nbsp;legt das die Analyse der Mailänder&nbsp;Forschungsgruppe nahe. Denn der Rückgang war auch für Frauen zwischen 20 und 49 Jahre prognostiziert worden, die am&nbsp;bundesweiten Programm zur  Brustkrebsfrüherkennung nicht teilnehmen. Aufgerufen zur  Röntgenuntersuchung der Brust werden alle zwei Jahre Frauen im Alter  zwischen 50 und 69 Jahren. Nach Einschätzung des Forschungsteams von der Universität Mailand lässt die rückläufige Brustkrebssterblichkeit in allen Altersgruppen vor allem auf Fortschritte in der Therapie und Betreuung von Brustkrebspatientinnen schließen.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 08:32:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Merkel: Kein Quotengesetz in dieser Legislaturperiode</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/merkel-kein-quotengesetz-in-dieser-legislaturperiode.html</link>
			<description>Bundeskanzlerin Merkel hat in einer Gesprächsrunde mit dem Vorstand des Deutschen Frauenrates einer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das Treffen zwischen dem Vorstand der Frauenlobby und der Bundeskanzlerin fand am Vortag des Internationalen Frauentages statt. Begleitet wurde Merkel vom Chef des Bundeskanzleramtes, Ronald Pofalla, von Regierungssprecher Steffen Seibert, vom Leiter der Gruppe „Gesellschaftspolitik; Bildung und Forschung“ im Kanzleramt, Matthias Graf von Kielmansegg und der Mitarbeiterin des Referates Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Doris Marquardt, die auch Gleichstellungsbeauftragte des Hauses ist. Folgende Themen wurden in dem einstündigen Gespräch erörtert: </p>
<h6>Quote: Selbst eine bescheidene gesetzliche Regelung hat derzeit keine Chance</h6>
<p class="bodytext">Astrid Hollmann, stellvertretende DF-Vorsitzende, informierte über die aktuellen und fortdauernden Forderungen des Deutschen Frauenrates: ein Quotengesetz für die Besetzung von Führungspositionen und ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft. Sie verwies dabei auch auf den aktuellen Entwurf der SPD-Fraktion für ein Quotengesetz, das am 9. März im Bundestag beraten werden solle.</p>
<p class="bodytext">Die Bundeskanzlerin sieht derzeit selbst für eine bescheidene gesetzliche Regelung für die Privatwirtschaft keine Chance. Dies scheitere insbesondere am Widerstand der FDP. Damit könnten die 2013 anstehenden Aufsichtsratswahlen bedauerlicherweise nicht für Veränderungen genutzt werden. Da die auf Selbstverpflichtungen basierende Bilanz der DAX-Unternehmen sehr bescheiden sei,&nbsp; müsse ein gewisser rechtlicher Druck aufgebaut werden. Daher werde das Thema in ihrer Partei auf der Tagesordnung bleiben und auch im nächsten Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen. Die unterschiedlichen Positionen von Bundesfrauenministerin Schröder und Bundesarbeitsministerin von der Leyen in Sachen Quote seien auf Dauer sicherlich miteinander vereinbar. <br />Auch auf EU-Ebene, so Merkel, werde es ohne die Zustimmung der Mitgliedsländer keine Richtlinie für ein Quotengesetz geben.</p>
<h6>Betreuungsgeld: hart umkämpft – aber es kommt</h6>
<p class="bodytext">Marlies Brouwers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, erläuterte die ablehnende Position des DF zum Betreuungsgeld: Diese Transferleistung sei besser investiert in den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen oder in Rentenanwartschaften für Frauen.</p>
<p class="bodytext">Dazu die Bundeskanzlerin: Das Betreuungsgeld kommt, auch wenn es selbst in der CDU hart umkämpft sei. Die Investition der Mittel, die für das Betreuungsgeld vorgesehen seien, in die rentenrechtliche Verbesserung brächten sehr wenig, hierdurch würden lediglich Ansprüche von sieben Euro/Monat erwachsen. Im Übrigen wundere sie sich, warum die Diskussionen über das Betreuungsgeld so scharf seien. Vor wenigen Jahren sei die Kürzung des Erziehungsgeldes für das zweite und dritte Lebensjahr scharf kritisiert worden; nun würden die gleichen Stimmen das Betreuungsgeld ablehnen. Der Ausbau von Kindertageseinrichtungen sei ein akzeptiertes Ziel der Bundespolitik. Dies sei aber nur erreicht worden, weil es auch Leistungen gebe für diejenigen, die ihre Kinder zuhause erziehen wollten. Alles andere komme einer Ungleichbehandlung von Lebensentwürfen gleich. </p>
<p class="bodytext">Dazu verwies Henny Engels, Geschäftsführerin des Deutschen Frauenrates, auf das <a href="0deutsch/infopool/beschluesse/beschlussdetails/back/7/jahres_archiv/2012/article/resolution-bdquowahlfreiheitldquo/Wahlfreiheit.html?tx_ttnews%5Bcategory%5D=8&amp;cHash=ff725a4faa" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />DF-Positionspapier zur Wahlfreiheit</a> aus dem Jahr 2008: Es sei nicht nachvollziehbar, warum BürgerInnen dafür Geld erhielten, dass sie ein staatliches Angebot nicht nutzten. Das gebe es in anderen Zusammenhängen auch nicht. </p>
<p class="bodytext">Merkel stellte die Wahlfreiheit in Abrede, wenn für ein Kind in Betreuungseinrichtungen Geld ausgegeben werde, für ein Kind, das außerhalb der öffentlich finanzierten Einrichtungen betreut werde aber nicht. Im Übrigen sei das Betreuungsgeld vor allem Antwort auf die Situation im ländlichen Raum vor allem in Süddeutschland, wo es keine ausreichende Infrastruktur öffentlicher Kinderbetreuung gebe. Betreuungsgeld solle deshalb auch gezahlt werden, wenn beide Eltern erwerbstätig seien, für die Betreuung ihrer Kinder aber nicht auf staatliche Einrichtungen oder Tagesmütter zurückgreifen wollten oder könnten.</p>
<h6>Rente: Lösung zur Verbesserung der Altersarmut von Frauen angestrebt</h6>
<p class="bodytext">Brouwers trug die Forderung des DF zur generellen Anpassung der Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder vor.</p>
<p class="bodytext">Dies sei mit einem immensen Kostenaufwand verbunden; diese Mittel seien nicht vorhanden, so die Antwort der Bundeskanzlerin. Bundesarbeitsministerin von der Leyen verfolge aber Pläne, die Alterssicherung von Frauen zu verbessern, zum Beispiel durch die geplante Zuschussrente, die um rund hundert Euro über den Leistungen nach dem SGB II liegen soll. Ziel sei, dass weniger Frauen mit Antritt der Rente in die Grundsicherung fallen. Noch in dieser Legislaturperiode werde eine Lösung in dieser Richtung angestrebt.</p>
<h6>Arbeitsmarkt: flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn nicht notwendig</h6>
<p class="bodytext">DF-Vorstandsmitglied Heidi Becher erläuterte unter Verweis auf das <a href="0fileadmin/user_upload/infopool/beschluesse/101109_Positionspapier_Minijobs.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" />DF-Positionspapier zu den Minijobs</a>, dass diese geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse keineswegs in den ersten Arbeitsmarkt sondern in die (Alters-)Armut führten. Viele Minijobberinnen erhielten dabei deutlich weniger als 400 Euro im Monat. Deshalb fordere der DF die Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro, eine weitgehende Gleichbehandlung von Minijobs mit Normalarbeitsverhältnissen und auf Dauer ihre Abschaffung. Kanzleramtschef Pofalla versicherte, dass mit der angestrebten Erhöhung der Verdienstgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse von 400 auf 450 Euro eine Gleichstellung mit anderen Arbeitsverhältnissen angestrebt werde. Anliegen der Bundesarbeitsministerin sei es, so Merkel, die Privilegierung der Minijobs aufzuheben; ferner sei eine Stundenbegrenzung dringend erforderlich.<br />Einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn hält die Bundeskanzlerin nicht für notwendig. Geregelte Lohnuntergrenzen in den einzelnen Branchen seien ausreichend.</p>
<h6>Frauen und Technologiepolitik: Situation in technischen Berufen und Lehrstühlen notleidend</h6>
<p class="bodytext">DF-Vorstandsmitglied Kira Stein wies auf das <a href="0fileadmin/user_upload/infopool/beschluesse/081110_Resolution_Technik.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" height="10" width="14" />DF-Positionspapier Ohne Frauen fehlt der Technik was</a>. Eklatant sei etwa der Mangel an Frauen in den Entscheidungsgremien der Technologiepolitik und Forschung. Um der landläufigen Behauptung, dass für eine geschlechtergerechte Besetzung der entsprechenden Gremien geeignete Frauen fehlten, erfolgreich begegnen zu können, seien geeignete Maßnahmen notwendig, zum Beispiel öffentliche Datenbanken, die geeignete Kandidatinnen ausweisen und Informationen liefern über Zugangsbedingungen zu entsprechenden Gremien, deren Arbeitsweise und Entscheidungsbefugnisse.</p>
<p class="bodytext">Die Bundeskanzlerin teilte das Anliegen des DF als berechtigt. Selbstverständlich gebe es geeignete Frauen. Deren Situation in technischen Berufen und insbesondere in den entsprechenden Lehrstühlen an Universitäten sei notleidend. Sie bot an, ein Gespräch zwischen Bundesforschungsministerin Schavan und dem Deutschen Frauenrat zu diesem Thema zu vermitteln.</p>
<p class="bodytext">Merkel verwies auch auf die von Bundesfrauenministerin Schröder angestrebte Novellierung des Bundesgremienbesetzungsgesetzes mit dem Ziel, den Anteil von Frauen in Gremien im Einflussbereich des Bundes weiter zu erhöhen. Im Kanzleramt werde sehr genau auf geschlechtergerechte Besetzung geachtet. Als Beispiel nannte Staatsminister Pofalla den <a href="http://www.normenkontrollrat.bund.de/Webs/NKR/DE/Aufgaben/aufgaben.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Normenkontrollrat</a>, der aktuell paritätisch besetzt ist.</p>
<h6>Green Economy: Rio+20 ist guter Ansatz</h6>
<p class="bodytext">DF-Vorstandsmitglied Botsch informierte über das <a href="0fileadmin/user_upload/infopool/beschluesse/DF-Eckpunke_2011_Green_economy.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" height="10" width="14" />Eckpunktepapier der Mitgliederversammlung 2011 zur Green Economy</a>. Zwar sei das Thema Ressourcenschonung ein wichtiges, aber es reiche nicht aus, um Nachhaltigkeit zukunftsweisen zu gestalten. Fragen einer ethischen&nbsp; Ökonomie, Einbeziehung der Sorgearbeit (Care Ökonomie) in die Betrachtungen, eine Diskussion des Wachstumsbegriffs seien vonnöten. <br /><br />Die Kanzlerin verwies auf die Arbeit der 2011 eingesetzten Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität. Die bevorstehende Konferenz Rio+20 sei ein guter Ansatz, hierüber neu nachzudenken. </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 10:32:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gläserne Decke: SPD bringt Gesetzentwurf für 40-Prozent-Quote ein</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/glaeserne-decke-spd-bringt-gesetzentwurf-fuer-40-prozent-quote-ein.html</link>
			<description>Die SPD fordert von börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen ab 2015 eine Mindestquote von 40...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Um diese Mindestquote zu erreichen, wollen die SozialdemokratInnen den Unternehmen Zeit geben. Sie schlagen deshalb eine stufenweise Quotierung vor: In einem ersten Schritt soll ab 1. Januar 2013 für Neubesetzungen in Aufsichtsräten eine Mindestquote von 30 Prozent und in Vorständen von 20 Prozent gelten. Ab 1.1.2015 soll dann sowohl für Aufsichtsräte als auch für Vorstände eine Mindestquote von 40 Prozent für jedes Geschlecht bindend sein. </p>
<p class="bodytext"><b>Nachbesetzung ist möglich</b><br />Werden keine Personen des unterrepräsentierten Geschlechts gewählt bzw. bestellt, müssten die vorgesehenen Plätze frei, also unbesetzt, bleiben. Falls&nbsp;aus satzungsrechtlichen oder gesetzlichen Gründen erforderlich, sei eine gerichtliche Nachbesetzung der freien Stühle möglich – allerdings auch dann nur unter Einhaltung der Quote. Bei mitbestimmten Unternehmen müssen sowohl die ArbeitnehmerInnen- als auch die AnteilseignerInnenseite die Mindestvorgabe erfüllen. </p>
<p class="bodytext"><b>Keine unverhältnismäßge Anforderung an Unternehmen<br /></b>&quot;Die stufenweise Einfu&#776;hrung der Mindestquote mit zuna&#776;chst unterschiedlichen Vorgaben fu&#776;r Aufsichtsra&#776;te und Vorsta&#776;nde beru&#776;cksichtigt die Unterschiede zwischen Vorsta&#776;nden und Aufsichtsra&#776;ten&quot;, heißt es im Entwurf der SPD-Fraktion. Ihre Gro&#776;ße und Aufgaben und stelle somit &quot;keine unverha&#776;ltnisma&#776;ßigen Anforderungen an die betroffenen Unternehmen&quot;.</p>
<h6>Gesetzliche Vorgaben sind notwendig</h6>
<p class="bodytext">Die SozialdemokratInnen begründen ihren Vorstoß mit den erheblichen Defiziten bei der Gleichstellung in der Privatwirtschaft in Deutschland. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen stagniere auf niedrigem Niveau. Daran habe auch die von der rot-grünen Bundesregierung im Juli 2001 getroffene freiwillige Vereinbarung mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft kaum etwas geändert, räumten die Abgeordneten selbstkritisch ein. &quot;Die geschlechtergerechte Besetzung der Aufsichtsra&#776;te in großen Unternehmen und die Besetzung der Vorsta&#776;nde ko&#776;nnen deshalb nicht mehr den Unternehmen allein ü&#776;berlassen bleiben. Notwendig sind gesetzliche Vorgaben&quot;, heißt es in der Initiative der SPD-Fraktion.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b><br /><br /><a href="http://dip.bundestag.de/btd/17/088/1708878.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in Wirtschaftsunternehmen (ChGlFöG)</a></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.bundestag.de/Mediathek/parlamentstv/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=1596427&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Videomitschnitte </a>der Debatte im Bundestag zum Entwurf&nbsp; in der Mediathek des Deutschen Bundestages</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 16:59:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Internationaler Frauentag I: Bundestag streitet um richtige Lösungen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/internationaler-frauentag-bundestag-streitet-um-richtige-loesungen.html</link>
			<description>Knapp drei Minuten verwendete Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) in ihrer Plenarrede...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das vergangene Jahr sei für die Frauen in Deutschland ein wichtiges Jahr gewesen, so Schröder. Statt immer nur darüber zu reden, was nicht gehe, wäre es besser „in den Mittelpunkt zu stellen, was möglich ist.“ Allein durch die Debatten sei in den Unternehmen eine Menge in Bewegung gekommen, ist die Ministerin überzeugt: Während Personalvorstände früher belächelt worden seien, würden sie&nbsp;heute um Strategien für mehr Chancengleichheit gebeten. </p>
<p class="bodytext"><b>Schröder: Flexiquoten sind Schritt in Richtung faire Chancen<br /></b>Die Ministerin schreibt diesen Bewusstseinswandel auch den von ihr initiierten Flexiquoten für die DAX-30-Unternehmen zu. Sie seien ein&nbsp;wichtiger Schritt in Richtung faire Chancen. „Viele haben sich über die Zielmarken lustig gemacht. Damit sind sie all jenen in den Rücken gefallen, die etwas in den Unternehmen gestalten wollen.“ Dabei sei es viel schwieriger, den Frauenanteil in allen Führungsebenen auf 25 Prozent zu erhöhen als zum Beispiel nur im Vorstand, der vielleicht nur vier Köpfe umfasst. „25 Prozent von 500 hilft mehr Frauen als 25 Prozent von 4. Deshalb sage ich: Wir dürfen hier keine reine Elitendiskussion führen.&quot; Vielmehr gehe es darum, für alle Frauen die Chancen auf Führungspositionen zu erhöhen.<br /><br /><b>Ziegler: Lösungen hängen wie überreife Früchte am Baum<br /></b>Die Opposition warf Bundesministerin Schröder Realitätsverlust vor. Sie kritisierte vor allem, dass die Regierung keinerlei Schlussfolgerungen aus dem Sachverständigengutachten zum Ersten Gleichstellungsbericht gezogen hätte. Die Zeit für gesetzliche Regelungen sei reif, so SPD-Fraktionsvize Dagmar Ziegler. Nur die Bundesregierung sehe das nicht. Ziegler fühlte sich gar an das Märchen von Frau Holle erinnert: „Gesetzliche Lösungen hängen wie eine überreife Frucht am Baum und rufen ‚Ach, schüttel mich, ach, schüttel mich, wir sind lange überfällig!’ Doch unsere Ministerin verschließt Augen und Ohren und geht beleidigt am Baum vorbei.“ Auch ihre Kollegin Christel Humme, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, sieht das Gutachten von der Regierung nicht angemessen gewürdigt. Humme schloss sich der Sachverständigenkommission an und forderte wie diese eine Reform des&nbsp;Ehegattensplittings sowie der Minijobs und darüber hinaus einen Verzicht auf ein Betreuungsgeld.&nbsp;Statt Frauen und Männern in Deutschland Wahlfreiheit zu ermöglichen, wie&nbsp;Schröder das in ihrem bald erscheinenden Buch nahelege, verfestige sie mit ihrer Verweigerungshaltung die&nbsp;traditionellen Rollenbilder, so Humme.<br /><br /><b>Künast: Nicht die Rede, die Frauen dieses Landes verdient haben<br /></b>Auch Grünen-Fraktionschefin Renate Künast zeigte sich unzufrieden mit der Gleichstellungspolitik der Ministerin. Deren Rede vor dem Parlament sei nicht die, &quot;die Frauen dieses Landes erwartet und verdient haben.“ Künast wünschte sich,&nbsp;dass endlich der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ erfüllt und der bestehende Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern beseitigt wird. Die Grünen-Fraktion hatten am Frauentag einen <a href="http://dip.bundestag.de/btd/17/088/1708897.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Antrag zur Entgeltgleichheit</a> in den Bundestag eingebracht.<br /><b><br />Bracht-Bendt: Kurs der Regierung ist richtig</b><br />Die&nbsp;frauenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Nicole Bracht-Bendt, hingegen sieht die&nbsp;schwarz-gelbe Koalition&nbsp;auf richtigem Kurs: So habe die Regierung mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige einen wichtigen Beitrag geleistet, damit Kinder nicht länger als Karrierehemmnis gälten. Auch das Familienpflegezeitgesetz führte die FDP-Politikerin als Beleg dafür an, dass die Regierung wichtige Meilensteine gesetzt habe.<br /><b><br />Fischbach: Im Ernstfall auch gesetzliche Initiative zur Lohngleichheit</b><br />Ebenso zufrieden zeigte sich die Fraktionsvize Ingrid Fischbach (CDU). Wichtige Verbesserungen seien in der Zeit der Großen Koalition und der jetzigen Regierung auf den Weg gebracht worden, auch in Sachen Entgeltdiskriminierung.&nbsp;Das freiwillige Lohnmessverfahren der Regierung Logib-D schaffe Transparenz bei der Lohngestaltung der Unternehmen. Und die CDU-Politikern ergänzte: „Wenn es sein muss, wenn es gar nicht anders geht, müssen wir auch mit einer gesetzlichen Initiative dagegen vorgehen; das ist überhaupt keine Frage.“ </p>
<p class="bodytext">Zugleich, so Fischbach weiter, gehe es aber auch darum, Frauen nach der Familienphase den Wiedereinstieg zu erleichtern. „Auch da brauchen wir uns überhaupt nicht zu verstecken“. Das Programm „Perspektive Wiedereinstieg“ war im Jahr 2008 unter der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen eingeführt worden. Für diejenigen Frauen, die aufgrund langer Erwerbsunterbrechungen nicht mehr viel eigene Vorsorge treffen könnten, forderte die CDU-Politikerin eine stärkere Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Rente vor allem für die Kinder, die vor 1992 geboren seien.<br />&nbsp;<br />Zum Weltfrauentag hatten die Koalitionsfraktionen einen <a href="http://dip.bundestag.de/btd/17/088/1708879.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Antrag zur Geschlechtergerechtigkeit im Lebensverlauf</a> eingebracht. Darin fordern die Unions- und FDP-Abgeordneten die Bundesregierung auf, „aus dem breiten Angebot wichtiger Prüfaufträge der Berichtskommission gezielt Maßnahmevorschläge auszuwählen, deren Umsetzung zeitnah wesentlich dazu beitragen kann, geschlechtshierarchisch ungleich verteilte Lebensrisiken zu mildern und Geschlechterungerechtigkeiten im Lebensverlauf abzubauen.“ Gemeint ist das Sachverständigengutachten zum Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Der Antrag selbst aber bleibt unkonkret - obwohl die Kommission zu jedem der untersuchten Felder bereits unmissverständliche Handlungsempfehlungen gegeben hatte. Die einzige konkrete Forderung an die Regierung aus den Reihen der Koalitionsfraktionen: bereits bestehende Bundesprogramme, die das geschlechtstypische Berufswahlverhalten aufbrechen sollen, fortzusetzen.<br /><b><br />Männliche Abgeordnete der Linken absolvierten Praktikum in Frauenberuf</b><br />In den Bänken der Linken-Fraktion im Plenarsaal saßen indes am 8. März nur Frauen, während ihre Kollegen an diesem Tag ein Praktikum in einem frauentypischen Beruf absolvierten. „Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen, das sorgt für Tumult. Ich will Ihnen aber sagen: Bei der Emanzipation müssen alle mit, Frauen wie Männer“, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion Yvonne Ploetz.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 11:01:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wir erwarten vorbehaltlose Unterstützung aus allen Fraktionen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/article/wir-erwarten-vorbehaltlose-unterstuetzung-aus-allen-fraktionen.html</link>
			<description>Deutscher Frauenrat anlässlich der heutigen Beratung eines SPD-Quotengesetzes im Bundestag</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Anlässlich der Bundestagsdebatte über den SPD-Entwurf für ein Quotengesetz am 9. März hat der Deutsche Frauenrat in einem Offenen Brief die Initiatorinnen der sogenannten Berliner Erklärung augefordert, den Gesetzentwurf vorbehaltlos zu unterstützen.</p>
<p class="bodytext">In der Berliner Erklärung von Dezember 2011 hatten sich Vertreterinnen aus allen Bundestagsfraktionen für eine verbindliche gesetzliche Regelung zur geschlechtergerechten Besetzung von Entscheidungsgremien der Wirtschaft, wie Aufsichtsräte und Vorstände, ausgesprochen und für eine Mindestgeschlechterquote von 30 Prozent plädiert.</p>
<p class="bodytext">In ihrem Offenen Brief vom 8. März 2012 schreibt die Lobby der Frauen an die Mitinitiatorinnen der Berliner Erklärung, die Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär (CDU/CSU), Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen), Sibylle Laurischk (FDP), Cornelia Möhring (Die Linke) und Rita Pawelski (CDU/CSU):<br /><br />&quot;Der Deutsche Frauenrat geht davon aus, dass Sie der Berliner Erklärung Taten folgen lassen und diesen Gesetzentwurf vorbehaltlos unterstützen. Wir fordern Sie außerdem dazu auf, in Ihrer Fraktion für eine breite Unterstützung des Gesetzentwurfs zu werben.&quot;</p>
<p class="bodytext">Die SPD-Bundestagsfraktion bringt heute einen Entwurf für ein Gesetz ein (Drs. 17/8878), das ab dem Jahr 2015 eine 40-Prozent-Quote für Frauen und Männer in den Aufsichtsräten und Vorständen börsennotierter und mitbestimmter Unternehmen vorschreibt. Dieses Ziel soll ab dem Jahr 2013 stufenweise erreicht werden bei Neubesetzung von Aufsichtsräten (30 Prozent) und Vorständen (20 Prozent). </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-1/120308_O_Brief_MdB_Berliner_Erklaerung.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" height="10" width="14" />Brief des Deutschen Frauenrates an die MdB<br /><br /></a>&nbsp;<a href="http://www.berlinererklaerung.de" target="_self" >www.berlinererklaerung.de</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;PM 04/2012</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldungen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 18:51:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Internationaler Frauentag II: Entgeltgleichheit und Frauen in Top-Positionen bestimmen den Ton</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/internationaler-frauentag-teil-ii-entgeltgleichheit-und-frauen-in-top-positionen-bestimmen-den-to.html</link>
			<description>Auch in diesem Jahr nahmen Frauenverbände- und organisationen den Internationalen Frauentag zum...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>BAG: Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt ist Makulatur<br /></b>Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) bezeichnete die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt als Makulatur. Frauen verdienten nach wie vor  23 Prozent weniger als Männer und seien zudem nur selten in Top-Positionen anzutreffen.&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Neue Entgeltordnung für TVöD ist überfällig<br /></b>Die Lösung sehen die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen in einem Entgeltgleichheitsgesetz, das den Unternehmen Lohntransparenz vorschreibe und diese zur Beseitigung der Lohndiskriminierung zwinge. Für eine bessere Entlohnung der Erziehungs-, Pflege- und Sozialberufe drängt die BAG auf „die längst überfällige Entgeltordnung für den TVöD“, um Frauen besser vor Lohndiskriminierung zu schützen und diese Berufe angemessen zu vergüten. <br /><b><br />Keine Ausweitung der Minijobgrenze</b><br />Kritisch sieht die BAG die von der Regierung geplante Ausweitung der Minijobs auf 450 Euro. „Denn Minijobs zementieren die Zuverdienerinnenrolle von Frauen und verhindern eine eigenständige Absicherung im Alter.“ Statt über eine Ausweitung dieses Beschäftigungssektors nachzudenken, rät die BAG, die geringfügige Beschäftigung abzuschaffen und einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen.<br /><b><br />Landesfrauenrat BaWü: Armutsrisiko von Frauen 44 mal höher als für Männer</b><br />Dass Lohndiskriminierung von Frauen zu Armut im Alter führen kann, davor warnt auch der Landesfrauenrat Baden-Württemberg. „Besonders eklatant“ schlügen die Folgen daraus für die erworbenen Rentenansprüche zu Buche. „Das Armutsrisiko ist damit 44 mal höher als für Männer“, rechnet der Landesfrauenrat vor.<br /><b><br />dlv will Lohndiskriminierung von Landfrauen auf den Grund gehen</b><br />Auch der Deutsche LandFrauenverband (dlv) ist besorgt: Auf dem Land betrage der Lohnunterschied mehr als 30 Prozent. Der Verband hatte erst kürzlich der UN-Frauenrechtskommission in New York sein neues Projekt vorgestellt, das den Ursachen für die Lohndiskriminierung auf den Grund geht. „Sobald wir wissen, wo wir ansetzen müssen, werden wir Spezialistinnen qualifizieren, die zwischen den Akteuren am Arbeitsmarkt vermitteln und beraten“, teilte der dlv zum Frauentag mit.<br /><b><br />EU-weite Quotenregelung kann Bewegung in die Sache bringen</b><br />Daneben sprachen sich die Landfrauen für eine paritätische Beteiligung von Frauen in Entscheidungsgremien aus. Die Ankündigung der EU-Justizkommissarin, eine EU-weite Regelung mit verbindlicher Quote vorzugeben, stimmt den Verband hoffnungsfroh. Die dlv-Präsidentin, Brigitte Scherb, ist Mitinitiatorin der Berliner Erklärung, bei der sich ein gesellschaftliches und fraktionsübergreifendes Bündnis&nbsp; für eine Mindestquote von 30 Prozent ausgesprochen hatte. Die Unterschriften – derzeit fast 14.000 – sollen im Frühjahr Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben werden.<br /><b><br />dbb bundesfrauenvertretung: Quotenregelung auch in öffentlichen Verwaltungen</b><br />In Anlehnung an die Berliner Erklärung hat die Bundesfrauenvertretung des Beamtenbundes Tarifunion (dbb) auch für den öffentlichen Dienst eine gesetzliche Regelung eingefordert. &quot;Ohne gesetzliche Quotenregelung kommen Frauen auch in den öffentlichen Verwaltungen nur unter größter Mühe und mit vielen Entbehrungen ganz nach oben&quot;, sagte Helene Wildfeuer auf dem Landesfrauenkongress des dbb Saar am 7. März in Saarbrücken. Um auch hier die Wirksamkeit einer Geschlechtermarge zu gewährleisten, müsse eine Quote von mindestens 30 Prozent für die obersten Bundes- und Landesbehörden eingeführt werden. Deren Durchsetzung müsse mit Sanktionen, aber auch Anreizen verbunden sein. Die derzeitige Situation im öffentlichen Dienst zeige den Ernst der Lage. so gebe es etwa auf Staatssekretärsebene lediglich drei Prozent Frauen - der gleiche Anteil, der in den Vorständen der hundert größten Banken und Sparkassen erreicht werde. Für den niedrigen Frauenanteil in der obersten Verwaltungsebene machte Wildfeuer die unwirksame Rahmengesetzgebung verantwortlich: &quot;Gesetze, wie das Gremienbesetzungsgesetz sind ohne Sanktionen wirkungslos!“<br /><b><br />Flexiquote im öffentlichen Dienst ist kontraproduktiv</b><br />Eine Flexiquote lehnt Wildfeuer ab: Führungspositionen im öffentlichen Dienst seien nur dann zu erreichen sind, wenn über viele Jahre hinweg gute dienstliche Beurteilungen vorlägen. „Eine flexible Quote könnte hier sogar kontraproduktiv wirken und aktuelle positive Entwicklungen bremsen.“ <br /><b><br />Quote auch für Landtags- und Kommunalwahlen</b><br />Auch der Landesfrauenrat in Baden-Württemberg drängt auf eine verbindliche Quote – und äußert „ärgerliches Unverständnis“ für die sich widersprechenden Positionen der drei Bundesministerinnen Kristina Schröder, Ursula von der Leyen (beide CDU) und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Eine Quote wünschen sich die Frauen im Südwesten aber nicht nur für die Wirtschaft. Auch in der Politik und Wissenschaft müsse eine solche Regelung zum Tragen kommen, „auch für die Listen bei Landtags- und Kommunalwahlen“ nach französischem Vorbild. <br /><br /><b>ASF: Kein Erkenntnis-, sondern Umsetzungsdefizit<br /></b>Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) nahm den Frauentag zum Anlass für einen Rundumschlag: Statt dass die Bundesregierung aus dem vorliegenden Gleichstellungsbericht Konsequenzen ziehe, „ergeht sie sich in Unverbindlichkeiten“, so die ASF-Bundesvorsitzende Elke Ferner. „Wir haben aber kein Erkenntnisdefizit sondern ein Umsetzungsdefizit.“ Die SPD-Politikerin forderte deshalb von der Bundesregierung, sowohl in Sachen Entgeltgleichheit als auch für die Gleichstellung in Führungspositionen aktiv zu werden. Gleichzeitig müsse die Regierung dafür sorgen, dass die prekäre Beschäftigung von Frauen abgebaut und Frauen aus der Armutsfalle herausgeführt würden. Auch eine Reform des Steuerrechts hält Ferner für geboten.<br /><b><br />Frauenunion: Anerkennung von Erziehungszeiten in der Rente für alle Frauen</b><br />Die Frauenunion der CDU sieht Handlungsbedarf vor allem beim Abbau des &quot;Gender Pension Gap&quot;, das heißt der Rentenlücke von Frauen. Diese betrage in Deutschland 59,6 Prozent. „Die Gründe dafür liegen in den weiblichen Rentenbiografien“, sagte Maria Böhmer, Vorsitzende der CDU Frauenunion und forderte „die Anerkennung von drei Jahren Kindererziehungszeiten in der Rente für alle künftigen Rentnerinnen“.<br /><br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 16:51:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Internationaler Frauentag III: Mehr Einsatz im Kampf gegen Gewalt an Frauen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/internationaler-frauentag-teil-iii-mehr-einsatz-im-kampf-gegen-gewalt-an-frauen.html</link>
			<description>Auch das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen bestimmte den diesjährigen Internationalen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>medica mondiale: Vergewaltiger im Ostkongo müssen zur Rechenschaft gezogen werden<br /></b>Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale hat am 8. März auf die desolate Sicherheitslage für die Zivilbevölkerung in der Demokratischen Republik Kongo hingewiesen. Nach einem aktuellen Bericht des UN-Sicherheitsrates zu sexualisierter Gewalt in Konfliktregionen seien im Jahr 2011 allein in den Ostprovinzen des Landes mehrere hundert neue Vergewaltigungsfälle registriert worden. Medica mondiale fordert deshalb die internationale Gemeinschaft dazu auf, ihren Einfluss bei der kongolesischen Regierung geltend zu machen, „damit Straftäter endlich zur Rechenschaft gezogen werden“. </p>
<p class="bodytext">Unter den brutalen Konflikten in der Region litten trotz Friedensbeschluss vor zehn Jahren vor allem Frauen und Mädchen. &quot;Die Machtlosigkeit und den mangelnden Willen der Regierung im Kongo dürfe die Weltgemeinschaft nicht länger hinnehmen“, sagte Monika Hauser, Gründerin und geschäftsführendes Mitglied der Frauenrechtsorganisation. <br /><b><br />Sogar Kinder werden vergewaltigt</b><br />Medica mondiale sei bekannt, dass sowohl Rebellen als auch Regierungssoldaten immer wieder Vergewaltigungen begingen. „Unsere Partnerinnen vor Ort stellen fest, dass immer mehr jüngere Frauen, ja sogar Kinder, aber auch Männer und Jungen vergewaltigt werden.“ Doch würden diese Vergewaltigungen in nur wenigen Fällen strafrechtlich verfolgt - obwohl entsprechende Gesetze gälten. </p>
<p class="bodytext"><b>Nationaler Aktionsplan im Rahmen der UN-Resolution ist überfällig<br /></b>Nur massiver Druck führe hier zum Erfolg, weiß Hauser, und richtet diese Forderung auch an die Bundesregierung. Diese müsse sich dafür einsetzen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen würden und sich die Lage im Ostkongo verbessere. Für erforderlich hält Hauser dabei die Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans im Rahmen der UN-Resolution 1325, „der seit Jahren überfällig ist“. </p>
<h4>ZIF fordert finanzielle Absicherung für Frauenhäuser</h4>
<p class="bodytext">Doch auch in Deutschland werden Frauen Opfer von Gewalt. Die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF) sieht jedoch ihren Auftrag, Frauen zu schützen aktuell gefährdet: Eine angemessene finanzielle Absicherung der Frauenhäuser sei nach wie vor vor politisch nicht gewollt – zumal sie bisher keine staatliche Pflichtaufgabe sei und von Stadt und/oder Land jederzeit gekürzt oder gänzlich gestrichen werden könne.</p>
<h4>Ausweitung der Ehebstandszeit ist fatal</h4>
<p class="bodytext">Kritisch sieht das ZIF in dem Zusammenhang die Sozialgesetzgebung und die daraus folgenden Kostenstreitigkeiten zwischen Kommunen und Landkreisen. Daraus folge, dass der Aufenthalt der von Gewalt Betroffenen in Frauenhäusern oft beendet werde, bevor sie eine neue Perspektive gefunden hätten. Auch die im vergangenen Jahr ausgedehnte Ehebstandszeit im Zuwanderungsgesetz bereitet dem ZIF Unbehagen: Drei Jahre Ehebestandszeit zwinge die betroffenen Frauen dazu, „entweder drei Jahre bei ihrem Misshandler auszuharren oder ihre Aufenthaltserlaubnis aufs Spiel zu setzen“.</p>
<h4>Genitalbeschneidung: Empfehlungen für FrauenärztInnen</h4>
<p class="bodytext">Ein schwer wiegender Gewaltakt gegenüber Frauen ist auch die weibliche Genitalbeschneidung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit 150 Millionen Mädchen und Frauen davon betroffen. Auch in Deutschland leben zwangsbeschnittene Frauen unter teils schweren Qualen. Damit Frauenärztinnen und -ärzte im Praxisalltag künftig angemessen mit Opfern von Genitalbeschneidung umgehen und die rechtliche Lage in Deutschland kennen, hat die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) Empfehlungen erarbeitet. Diese Leitlinien werden von der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes (TDF) und der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie (AKF) begrüßt. Sie weisen außerdem darauf hin, dass im Umgang mit Opfern der Begriff „Beschneidung“ (Female Genital Cutting) und nicht Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation) benutzt werden sollte, weil Letzteres „von vielen Frauen als verbale Verletzung und als ein weiterer Eingriff in die persönliche Integrität verstanden wird“.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 15:22:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Weg mit den Minijobs! Keine Flexiquote!</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/weg-mit-den-minijobs-keine-flexiquote.html</link>
			<description>In einem Interview mit der Zeitung Neues Deutschland zum Internationalen Frauentag hat die ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Das Interview im Neuen Deutschland vom 8. März 2012:</b><br />&nbsp;<br /><b>nd:</b> Schon wieder 8. März, Frau Brouwers! Denken Sie »Oh Gott« oder eher »Oh, wie schön«?</p>
<p class="bodytext"><b>Brouwers</b>: Beides. »Oh Gott«, weil wir den 101. Frauentag begehen und es noch immer keinen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit gibt. Und »Oh, wie schön«, dass es den Tag gibt, um zu feiern und zu reflektieren, wie es mit der Gleichberechtigung so aussieht. ... <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/220625.weg-mit-den-minijobs-keine-flexiquote.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Weiterlesen</a> </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 15:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mail-Aktion: DF fordert von Bundesarbeitsministerin mehr Einsatz für Entgeltgleichheit</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/mail-aktion-df-fordert-von-bundesarbeitsministerin-mehr-einsatz-fuer-entgeltgleichheit.html</link>
			<description>Der Deutsche Frauenrat hat sich an Ursula von der Leyen gewandt mit der Forderung, entsprechende...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Der Wortlaut des DF-Briefes:</b></p>
<p class="bodytext">Berlin, 5. März 2012</p>
<p class="bodytext">Sehr geehrte Frau Bundesministerin von der Leyen,</p>
<p class="bodytext">Sie haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder öffentlich eingebracht mit dezidierten gleichstellungspolitischen Positionen, die wir weitestgehend unterstützen. Solche Positionen erwarten wir von Ihnen als Bundesarbeitsministerin auch in der Diskussion um Entgeltgleichheit. </p>
<p class="bodytext">Zur Überwindung der Entgeltungleichheit fordern wir</p><ul><li>einen gesetzlichen Mindestlohn, der deutlich über dem sozio-kulturellen Existenzminimum liegt,</li><li>die Abschaffung der sogenannten „Minijobs“, das heißt deren Überführung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse,</li><li>ein Gesetz, das – unter Wahrung der Tarifautonomie – Unternehmen und Tarifpartner dazu verpflichtet, ihren Entgeltsystemen diskriminierungsfreie Arbeitsbewertungen und -verfahren zugrunde zu legen, die überprüft und ggf. sanktioniert werden können.</li></ul><p class="bodytext">Wir erwarten dazu aus Ihrem Haus zeitnahe Vorlagen.</p>
<p class="bodytext">Mit freundlichen Grüßen</p>
<p class="bodytext">Marlies Brouwers<br /><i>Vorsitzende</i></p>
<p class="bodytext"><b>Unterstützen Sie unser gemeinsames Anliegen, indem Sie eine E-Mail an die Bundesarbeitsministerin schicken und zwar an: </b><a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+MSfhAcnbt/cvoe/ef');" >LReg(at)bmas.bund.de</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 17:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Recht – statt billig: Entgeltgleichheit gesetzlich regeln!</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/recht-statt-billig-entgeltgleichheit-gesetzlich-regeln.html</link>
			<description>Anlässlich des Internationalen Frauentages 2012 fordert der Deutsche Frauenrat von GesetzgeberInnen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Beim Thema Equal Pay ist es wie bei der Quote: Mit freiwilligen Vereinbarungen, mit Versprechen statt Verpflichtungen, kommen wir nicht weiter. Um die weiter klaffende Entgeltlücke endlich zu schließen, brauchen wir einen gesetzlichen Rahmen mit Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten. Wir brauchen einen Mindestlohn, und wir brauchen ein Entgeltgleichheitsgesetz. Die sogenannten Minijobs müssen abgeschafft&nbsp; und in reguläre Arbeitsverhältnisse überführt werden. </p>
<p class="align-center">Bei Regierung und Opposition sehen wir unterschiedliche Bereitschaft dafür. Damit das Thema auf der politischen Agenda bleibt, müssen wir den Druck erhöhen. Deshalb ruft der Deutsche Frauenrat gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund dazu auf, am diesjährigen Equal Pay Day, dem 23. März, am Brandenburger Tor Flagge zu zeigen. Denn <br /><br /><b>Frauen haben ein Recht auf Mehr</b>!</p>
<p class="bodytext">Daher fordern wir:</p><ul><li>einen gesetzlichen Mindestlohn als Lohnuntergrenze, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen,</li><li>alle Arbeitsverhältnisse sozial abzusichern und alle ArbeitenehmerInnen bei der Durchsetzung ihres Anspruches auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall u.v.a.m. zu unterstützen,</li><li>gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten.</li></ul><p class="bodytext">Und deshalb rufen wir gemeinsam mit dem DGB auf zur</p>
<p class="bodytext"><b>Kundgebung am Brandenburger Tor<br /></b>am 23. März 2012 von 12 -14 Uhr</p>
<p class="bodytext"><a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-1/Aufruf_DGB-_DF_zum_EPD2012.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" height="10" width="14" />Der gemeinsame&nbsp;Aufruf von DGB und Deutschem Frauenrat zum Equal Pay Day</a></p>
<h6>Weitere Informationen:</h6>
<p class="bodytext"><br /><a href="http://www.frauenrat.de/deutsch/aktionen/equal-pay-day-2012.html" title="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" target="_self" class="internal-link" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/internal_link.gif" alt="Öffnet internen Link im aktuellen Fenster" />Zur Equal-Pay-Day-Aktionsseite</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 17:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hessen: Entgeltgleichstellungsgesetz kann Lösung sein</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/hessen-entgeltgleichstellungsgesetz-kann-loesung-sein.html</link>
			<description>Das Land Hessen wird auf der 22. Konferenz der Gleichstellungs- und FrauenministerInnen einen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ein entsprechendes Gesetz könne die Lösung gegen die langanhaltende Entgeltdiskriminierung sein, so Müller-Klepper. Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im Erwerbsleben sei jedoch nicht nur ein Gebot der Gerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Vernunft. Es werde umfassend in die Bildung und Ausbildung von Frauen investiert, anschließend dieses Potenzial aber nicht ausreichend genutzt, erklärte die Staatssekretärin. Indikatoren hierfür seien die bestehende Lohnlücke und der Mangel an Frauen in Führungspositionen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 14:16:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Recht – statt billig: Entgeltgleichheit gesetzlich regeln!</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/article/recht-statt-billig-entgeltgleichheit-gesetzlich-regeln-1.html</link>
			<description>Aufruf des Deutschen Frauenrates zum Internationalen Frauentag 2012</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Anlässlich des Internationalen Frauentages 2012 fordert der Deutsche Frauenrat von GesetzgeberInnen und Regierung rechtliche Regelungen, um der Entgeltdiskriminierung ein Ende zu setzen. Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund ruft die Lobby der Frauen am 23. März vor dem Brandenburger Tor in Berlin zu einer Kundgebung auf anlässlich des Equal Pay Days. In einem Brief an Bundesarbeitsministerin von der Leyen fordert die Frauenlobby zeitnahe Vorlagen für entsprechende Gesetze. </p>
<h6>Der Aufruf:</h6>
<p class="bodytext">Beim Thema Equal Pay ist es wie bei der Quote: Mit freiwilligen Vereinbarungen, mit Versprechen statt Verpflichtungen, kommen wir nicht weiter. Um die weiter klaffende Entgeltlücke endlich zu schließen, brauchen wir einen gesetzlichen Rahmen mit Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten. Wir brauchen einen Mindestlohn, und wir brauchen ein Entgeltgleichheitsgesetz. Die sogenannten Minijobs müssen abgeschafft&nbsp; und in reguläre Arbeitsverhältnisse überführt werden. </p>
<p class="bodytext">Bei Regierung und Opposition sehen wir unterschiedliche Bereitschaft dafür. Damit das Thema auf der politischen Agenda bleibt, müssen wir den Druck erhöhen. Deshalb ruft der Deutsche Frauenrat gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund dazu auf, am diesjährigen Equal Pay Day, dem 23. März, am Brandenburger Tor Flagge zu zeigen. Denn<br />&nbsp;<br /><b>Frauen haben ein Recht auf Mehr!</b></p>
<p class="bodytext">Daher fordern wir:</p><ul><li>einen gesetzlichen Mindestlohn als Lohnuntergrenze, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen,</li><li>alle Arbeitsverhältnisse sozial abzusichern und alle ArbeitenehmerInnen bei der Durchsetzung ihres Anspruches auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall u.v.a.m. zu unterstützen,</li><li>gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit,<br />damit Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten.</li></ul><p class="bodytext">Und deshalb rufen wir gemeinsam mit dem DGB auf zur</p>
<p class="bodytext"><b>Kundgebung am Brandenburger Tor&nbsp;am 23. März 2012 von 12 -14 Uhr</b></p>
<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat hat sich darüber hinaus an Bundesarbeitsministerin von der Leyen gewandt mit der Forderung, entsprechende Vorlagen für rechtliche Regelungen zur Beseitigung der Entgeltdiskriminierung zeitnah einzubringen. <a href="0deutsch/infopool/informationen/informationdetail/back/11/article/mail-aktion-df-fordert-von-bundesarbeitsministerin-mehr-einsatz-fuer-entgeltgleichheit.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />In dem Brief an von der Leyen</a> heißt es unter anderem: &quot;Sie haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder öffentlich eingebracht mit dezidierten gleichstellungspolitischen Positionen, die wir weitestgehend unterstützen. Solche Positionen erwarten wir von Ihnen als Bundesarbeitsministerin auch in der Diskussion um Entgeltgleichheit.&quot; </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-1/Aufruf_DGB-_DF_zum_EPD2012.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" height="10" width="14" />Gemeinsamer Aufruf von&nbsp;DGB und Deutschem Frauenrat zum Equal Pay Day am 23. März</a></p>
<p class="bodytext">PM 03/2012</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldungen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 14:16:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Equal Pay Day in der EU: Entgeltlücke in Europa liegt bei 16,4 Prozent</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/equal-pay-day-in-der-eu-entgeltluecke-in-europa-liegt-bei-164-prozent.html</link>
			<description>Die EU-Kommission hat am 5. März zum zweiten Mal einen europaweiten Equal Pay Day ausgerufen. Der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Der Europäische Equal Pay Day soll uns an die Tage und Stunden erinnern, die Frauen seit dem ersten Januar 'umsonst' gearbeitet haben. Der Grundsatz des gleichen Lohnes für gleiche Arbeit steht seit 1957 in den EU-Verträgen. Es ist höchste Zeit, dass er endlich überall in die Praxis umgesetzt wird“, sagte die EU-Kommissarin für Justiz, Viviane Reding anlässlich des Tages.</p>
<p class="bodytext">Laut EU-Statistiken liegt die geschlechtsspezifische Entgeltlücke europaweit durchschnittlich bei 16,4 Prozent und ist geringfügig rückläufig. Nicht so in Deutschland, wo sich die Entgeltlücke hartnäckig je nach Statistik bei 22 bis 23 Prozent hält und damit die stärkste Volkswirtschaft innerhalb der EU in Sachen Entgeltgleichheit fast zum Schlusslicht macht.</p>
<h6>Mit Videoclips für Thema sensibilisieren</h6>
<p class="bodytext">Um für das Thema Entgeltdiskriminierung Aufmerksamkeit zu erzielen, verbreitet die EU-Kommission neben umfangreichem Informationsmaterial auch ein <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/12/211&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=EN&amp;guiLanguage=en" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Kurzvideo</a>, das das Problem anschaulich illustriert. <br /><br />Auch in Deutschland wird der Equal Pay Day, der hier auf den 23. März fällt, von einem Videoclip begleitet. Dieser wird in den kommenden Wochen in Berlin auf Bildschirmen in öffentlichen Nahverkehrsmitteln und Warteräumen der BürgerInnenämter laufen. Bundesweit sind weitere Plattformen geplant. Der Clip wird auch auf der&nbsp;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=mMbvGwHyMDA" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" /> Online-Videoplattform Youtube</a> gezeigt. Er enstand mit finanzieller Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen in Kooperation mit den Business and Professional Women (BPW) Germany und den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Bezirke.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">Equal Pay Day:<br />Women in Europe still earn 16.4% less on average than men<br /><a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/12/211&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=EN&amp;guiLanguage=en" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Der EU-Videoclip</a></p>
<p class="bodytext">EU-Kommission Justiz<br /><a href="http://ec.europa.eu/justice/gender-equality/gender-pay-gap/index_de.htm" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Das geschlechtsspezifische Lohngefälle</a></p>
<p class="bodytext">Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit <br /><a href="http://www.youtube.com/watch?v=mMbvGwHyMDA" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Videoclip zum Equal Pay Day 2012 in Deutschland</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 12:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>EWL: Gleichstellung braucht verbindliche Regelungen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/ewl-gleichstellung-braucht-verbindliche-regelungen.html</link>
			<description>Die Europäische Frauenlobby (EWL) hat im Rahmen einer zehntägigen Aktion im Vorfeld des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das englischsprachige <a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-1/ewl_press_briefing_women_in_the_eu_-_facts_and_figures_29_february_2012.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" height="10" width="14" />Dokument </a>beschäftigt sich mit den Themenbereichen Führungspositionen, ökonomische Unabhängigkeit, Entscheidungspositionen, Alter, Gewalt, Bildung und Ausbildung, Medien und Mehrfachdiskriminierung. Aktuelle Fakten werden von der EWL mit kurzen Statements kommentiert und mit Forderungen begleitet. </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-1/ewl_press_briefing_women_in_the_eu_-_facts_and_figures_29_february_2012.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" height="10" width="14" />Women in the EU<br /></a>Facts, Figures &amp; Quotes (PDF, 602 KB)<br /><a href="http://www.womenlobby.org" target="_self" >www.womenlobby.org</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 10:29:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Breite Ablehnung gegen Reform des Unterhaltsvorschusses</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/breite-offensive-gegen-regierungsplaene-zum-unterhaltsvorschuss.html</link>
			<description>Die Pläne der Bundesregierung, das Unterhaltsvorschussgesetz zu entbürokratisieren, stößt bei...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Etwa eine halbe Million Kinder beziehen in Deutschland <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=3150.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Unterhaltsvorschuss</a>, weil der unterhaltspflichtige Elternteil seinen Zahlungen nicht regulär nachkommt. Jetzt will die Regierung das seit 1980 geltende Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) entbürokratisieren. Familien- und Frauenverbände befürchten im Zuge dessen allerdings eine Verschlechterung für die finanzielle Situation Alleinerziehender.<br /><b><br />Unterhaltsvorschuss muss direkte Leistung bleiben<br /></b>Dass nach den Plänen der Bundesregierung künftig auch Zahlungen des unterhaltspflichtigen Elternteils an Dritte angerechnet werden sollen, halten die Verbände für falsch. Der Unterhaltsvorschuss müsse eine „direkte und eindeutige Leistung“ bleiben, heißt es in ihrem <a href="http://www.vamv.de/fileadmin/user_upload/bund/dokumente/intern/OffnerBrief_UVG_280212.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Offenen Brief</a> an die zuständige Bundesministerin Schröder, den auch der Deutsche Frauenrat unterstützt: „Zahlungen des barunterhaltspflichtigen Elternteils an Dritte, wie Kindergarten oder Sportverein, dürfen nicht vom Unterhaltsvorschuss abgezogen werden - denn dann liegt offensichtlich Leistungsfähigkeit vor.“ Auftrag des Jugendamtes sei es, Alleinerziehende darin zu unterstützen, den regulären Unterhalt durchzusetzen und nicht, die Ersatzleistung zu kürzen.</p>
<p class="bodytext"><b>Regierung will rückwirkenden Anspruch aufheben<br /></b>Ebenso wenden sich die Verbände gegen das Regierungsvorhaben, die Leistung künftig nicht mehr rückwirkend zu gewähren. „Nach einer Trennung zählt jeder Cent, der rückwirkende Bezug bewährt sich hierbei als armutsverhindernd,“ schreiben sie an die Ministerin. Gegenwärtig kann der Unterhaltsvorschuss für einen Monat rückwirkend ab Antragsstellung gezahlt werden. Der Regierungsentwurf sieht dagegen vor, diese Rückwirkung aufzuheben und den Anspruch auf Unterhaltsvorschuss erst ab dem Monat der Antragsstellung zu gewähren.</p>
<p class="bodytext"><b>Trotz Koalitionsvertrag: Keine Anhebung der Altersgrenze&#8232;<br /></b>Die schwarz-gelbe Regierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt, die Altersgrenze des Kinder für die Inanspruchnahme des Unterhaltsvorschusses von derzeit 12 Jahren anzuheben. Davon allerdings ist in dem Regierungsentwurf nun nicht mehr die Rede. Die Verbände&nbsp;bemängeln diese Altersgrenze jedoch als willkürlich gesetzt; sie weiche zudem vom Unterhaltsrecht ab. </p>
<p class="bodytext"><b>Regierung stellt Altersgrenzen-Anhebung unter Finanzierungsvorbehalt<br /></b>Die AbsenderInnen des Offenen Briefes schlagen daher vor, das Alter in einem ersten Schritt auf 14 Jahre anzuheben - und verweisen dabei auf einen Bericht des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2011 (<a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=lebenswelten%20und%20lebenswirklichkeiten%20von%20alleinerziehenden&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCMQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.alleinerziehende-bmas.de%2Ftl_files%2Fnwhfa_downloads%2F110712_Sinusstudie%2520Lebenswelten%2520Alleinerziehende.pdf&amp;ei=kxtST8fVNofcsgasptWGDA&amp;usg=AFQjCNGUnYiGEo-K5HAktAES_DSpRZ9YdQ&amp;cad=rja" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Lebenswelten und Lebenswirklichkeiten von Alleinerziehenden</a>), wonach der Wegfall der Leistung ab dem 12. Lebensjahr bedauerlich sei, da zu diesem Zeitpunkt höhere Kosten für die Alleinerziehenden anfielen. Doch hatte die Regierung eine Anhebung der Altersgrenze schon im vergangenen Jahr unter Finanzierungsvorbehalt gestellt. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkenfraktion&nbsp;von Oktober 2011 (<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/073/1707384.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Drucksache 17/7384</a>) heißt es: „Der Gesetzentwurf zur Anhebung der Altersgrenze, der vom BMFSFJ im Frühjahr 2010 in die Ressortabstimmung gegeben wurde, wurde dementsprechend aufgrund der Anstrengungen der Bundesregierung zur Haushaltskonsolidierung zurückgestellt.“ </p>
<p class="bodytext">Jährlich fallen rund 31.000 Kinder mit ihrem 12. Geburtstag aus dem Bezug des Unterhaltsvorschusses. Generell müssen Eltern solange Unterhalt für ihre Kinder zahlen, bis sie eine Ausbildung abgeschlossen haben, mindestens aber bis zur Volljährigkeit des Kindes. </p>
<p class="bodytext">Änderungsbedarf sehen die Verbände auch an der begrenzten Bezugsdauer von maximal 72 Monaten: „Weitere 46.000 Kinder pro Jahr müssen auf Unterhaltsvorschuss verzichten, da sie die Höchstbezugsdauer ausgeschöpft haben.“ Die Zahlung des barunterhaltspflichtigen Elternteils fließe aber nicht.</p>
<h4>Von der Änderung profitiert nur der Staat</h4>
<p class="bodytext">Auch der Deutsche Juristinnebund (djb) findet deutliche Worte zu den Plänen der Regierung: „Von der geplanten Änderung des Unterhaltsvorschussgesetzes profitiert nur der Staat.&quot; Sie verbessere lediglich die Chance, den Unterhalt bei den Unterhaltspflichtigen einzutreiben, gibt diesen Vorteil aber nicht an die Kinder Alleinerziehender weiter.“&nbsp; </p>
<p class="bodytext"><b>Deutscher Frauenrat: Keine Kürzungen für Alleinerziehende<br /></b>In einem <a href="0deutsch/infopool/beschluesse/beschlussdetails/browse/2/back/53/article/keine-kuerzungen-und-verschlechterungen-durch-das-unterhaltsvorschussentbuerokratisierungsgesetz.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Beschluss aus dem Jahr 2011</a> hatte die Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrates vom Gesetzgeber gefordert, dass das geplante Unterhaltsvorschussentbu&#776;rokratisierungsgesetz keine Ku&#776;rzungen und Verschlechterungen fu&#776;r die leistungsbeziehenden Kinder Alleinerziehender zur Folge haben dürfe.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/088/1708802.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Unterhaltsvorschussgesetzes und anderer Gesetze (Unterhaltsvorschussentbürokratisierungsgesetz)</a></p>
<p class="bodytext"><a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/OffnerBrief_UVG_280212.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" />Offener Brief</a> von:</p><ul><li>Verband alleinerziehender Mu&#776;tter und Va&#776;ter, Bundesverband e.V. <a href="http://www.vamv.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />(VAMV)</a> </li><li>Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehender<a href="http://www.skf-zentrale.de/html/agia.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" /> (AGIA)</a>, federfu&#776;hrender Verband Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V.</li><li>Selbsthilfeinitiative Alleinerziehender <a href="http://www.shia-berlin.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />(SHIA)</a> e.V.; </li><li><a href="http://www.der-paritaetische.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Parita&#776;tischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.V</a>. </li><li>Zukunftsforum Familie e.V. <a href="http://zukunftsforum-familie.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />(ZFF)</a></li></ul>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 13:26:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Was ist los rund um den 8. März?</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/was-ist-los-rund-um-den-8-maerz-1.html</link>
			<description>Der Internationale Frauentag wird auch dieses Jahr mit vielen Aktivitäten - auf der Straße und im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Und&nbsp;es gibt Platz für weitere Einträge. Machen auch Sie Gebrauch von unserem neuen Service. Stellen Sie Ihre Termine ein, die im inhaltlichen und zeitlichen Zusammenhang mit dem Internationalen Frauentag 2012 stehen.</p>
<p class="bodytext"><a href="0deutsch/aktionen/internationaler-frauentag-am-8-maerz-2012.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Zum Terminkalender - und -formular</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 14:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Frauenarchive begrüßen Trendwende in der Förderpolitik des Bundes</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/frauenarchive-begruessen-trendwende-in-der-foerderpolitik-des-bundes.html</link>
			<description>Die Zusage von Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU), den FrauenMediaTurm in Köln für die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Mit dieser Förderung, „wird vom BMFSFJ der Dokumentation von Frauenbewegungsgeschichte in Deutschland endlich das Gewicht gegeben, das ihr seit langem gebührt, aber bisher vorenthalten wurde,“ heißt es in einer <a href="http://www.addf-kassel.de/stiftung/120223_Pressemitteilung.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Stellungnahme der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung</a> in Kassel. Befremdlich sei allerdings, dass hier erstmalig die föderalen Strukturen außer Acht gelassen würden, wonach Archive zur Frauenbewegung in Deutschland dezentral organisiert sind und bislang als Länder- und nicht Bundesangelegenheit definiert wurden. </p>
<h6>Bund bislang nicht zuständig</h6>
<p class="bodytext">„Die unzureichende finanzielle Absicherung dieser Archive ist seit langem bekannt. Trotz der Einmaligkeit der Aufgaben und der Bestände und obwohl einige in ihren Sammlungen bundesweit orientiert sind, werden sie bisher nicht vom Bund finanziert. Das macht nicht nur die Arbeit in den einzelnen Archiven mühsam, auch eine Vertretung in Fachgremien auf EU-Ebene ist deshalb erschwert – für Deutschland, eines der größten Länder innerhalb der EU, ein unhaltbarer Zustand!“ So die Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung, die seit 2007 gemeinsam mit anderen Einrichtungen&nbsp;und dem&nbsp;<a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-1/ida_PM_23022012.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" />Dachverband der deutschsprachigen Frauen-/Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen</a> (i.d.a.),&nbsp;unterstützt vom Deutschen Frauenrat, von Frauenforscherinnen und PolitikerInnen für finanzielle Absicherung auf Bundesebene kämpft. Bisher ohne Erfolg, weil der Bund sich für die Förderung nicht zuständig sah.</p>
<h6>Neue Förderpolitik auf andere Einrichtungen ausdehnen</h6>
<p class="bodytext">„Vor diesem Hintergrund ist es höchst erfreulich, dass sich Kristina Schröder als Bundesfrauenministerin jetzt in der Verantwortung sieht“, heißt es in der Stellungnahme der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung weiter. Die Absicherung des FrauenMediaTurms könne allerdings nur ein erster Schritt sein, denn dessen Bestände spiegelten nur einen Bruchteil der Frauenbewegungsgeschichte in Deutschland wider. Um diese insgesamt für die Zukunft zu bewahren und zugänglich zu machen, damit die „Geschichte der Emanzipation auch für die folgenden Generationen ein lehrreicher Augenöffner“ werden kann, bedürfe es mehr. „Die jetzt begonnene Förderpolitik muss konsequent auf die relevanten Archive ausgedehnt und verstetigt werden“, fordert die Kasseler Stiftung. „Damit aus dem ersten Schritt des BMFSFJ ein Lauf für die Frauenbewegung wird.“</p>
<p class="bodytext">Die Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung ist Archiv, Bibliothek und Forschungseinrichtung vor allem zur ersten deutschen Frauenbewegung (ab 1800). Sie gibt zwei Mal jährlich eine wissenschaftliche Zeitschrift (Ariadne – Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte) heraus. Die Stiftung wird jährlich mit 200.000 Euro aus hessischen Landesmitteln gefördert und erhält einen Mietkostenzuschuss der Stadt Kassel.&nbsp;Das&nbsp;Archiv&nbsp;bearbeitet jährlich rund 300 direkte Anfragen und zählt über 250.000 Zugriffe auf&nbsp;seine Homepage. 2011 wurde es in das Verzeichnis national wertvoller Archive vom Kulturgutschutz Deutschland aufgenommen.</p>
<h6>Gute Beziehungen zur Regierungsspitze helfen Schwarzer</h6>
<p class="bodytext">Der FrauenMediaTurm in Köln, ein Projekt der Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer, ist eine vor allem auf die neuen Frauenbewegungen spezialisierte Bibliothek. 2011 waren dort nach eigenen Angaben rund 250 BesucherInnen akkreditiert. Bislang wurde die Einrichtung jährlich mit 210.000 Euro aus NRW-Landesmitteln gefördert. Diese Unterstützung wurde Ende vergangenen Jahres auf 70.000 Euro gekürzt. Schwarzer sah sich daraufhin als Opfer einer „Intrige“ der rot-grünen Landesregierung und machte sich ihre guten Beziehungen in die Spitze der Bundesregierung zunutze. Sie gilt u.a. als politische Freundin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 13:40:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Amnesty-Petition: Frauenrechte in Ägypten schützen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/ai-petition-frauenrechte-in-aegypten-schuetzen.html</link>
			<description>Während Ägypten um seine Zukunft kämpft, laufen Frauen Gefahr, einmal mehr außen vor gelassen zu...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Im Aufruf von Amnesty International heißt es:</p>
<p class="bodytext">&quot;Als die Proteste in Ägypten im Januar 2011 begannen, forderten Frauen Seite an Seite mit Männern ein Ende der politischen Repressionen und umfassende Reformen. Männer wie Frauen hatten unter der Unterdrückung der Regierung von Hosni Mubarak gleichermaßen gelitten. Frauen sind jedoch zusätzlich seit Jahrzehnten mit diskriminierenden Gesetzen und einer tief in der ägyptischen Gesellschaft verwurzelten Geschlechterungleichheit konfrontiert.&quot;</p>
<h6>Frauen von politischer Neugestaltung weitgehend ausgeschlossen</h6>
<p class="bodytext">&quot;Als Mubarak im Februar 2011 gestürzt wurde, hofften viele Frauen auf ein neues Ägypten, ohne Diskriminierung und mit einer gleichberechtigten politischen Teilhabe. Doch die neuen – fast ausschließlich männlichen&nbsp; - Machthaber erfüllten diese Hoffnungen bislang nicht. Frauen sind nach wie vor weitgehend von der politischen Neugestaltung des Landes ausgeschlossen und in den politischen Gremien und Institutionen kaum vertreten. So berief beispielsweise der Militärrat im März 2011 eine Kommission zur Teilreform der Verfassung, die ausschließlich aus Männern bestand. Eine unter Mubarak eingeführte Quotenregelung, die Frauen zwölf Prozent der Sitze im Parlament garantierte, wurde im Juli 2011 vom Militärrat abgeschafft. Im neu gewählten ägyptischen Parlament sind lediglich zwölf Frauen vertreten. Das entspricht einem Anteil von etwa zwei Prozent.&quot;</p>
<h6>Diskriminierung durch das Gesetz</h6>
<p class="bodytext">&quot;Auch im ägyptischen Recht werden Frauen diskriminiert, beispielsweise werden sie durch das Strafrecht nicht ausreichend vor familiärer Gewalt und Vergewaltigung in der Ehe geschützt und haben geringere Erbansprüche als Männer. Auch in Bezug auf Ehe und Scheidung werden Frauen gegenüber Männern gesetzlich diskriminiert.<br />Die Situation der Frauen droht sich nach den ägyptischen Parlamentswahlen 2011/2012 sogar noch zu verschlechtern. Amnesty hatte im Vorfeld der Wahlen mehr als 50 Parteien gebeten, zu einem 10-Punkte-Programm zur Verwirklichung der Menschenrechte Stellung zu nehmen. Zwar verpflichteten sich die meisten großen Parteien zu anspruchsvollen Menschenrechtsreformen, die meisten signalisierten jedoch Vorbehalte bei der Gleichberechtigung von Frauen und hinsichtlich des Diskriminierungsverbots.&quot;</p>
<h6>Gleichberechtigt in die Zukunft</h6>
<p class="bodytext">&quot;Regierungen sind nach internationalem Recht dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um die Diskriminierung von Frauen im politischen und öffentlichen Leben zu verhindern und zu beseitigen. Auch Ägypten hat mehrere internationale Abkommen ratifiziert, die eine solche Gleichberechtigung festschreiben, wie etwa das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW). An diese Verpflichtung ist auch die neue ägyptische Regierung gebunden. Es ist unabdingbar, dass auch die Rechte der Frauen im Rahmen des Wandlungsprozesses in Ägypten berücksichtigt werden. Ihre Stimmen müssen gehört werden und sie müssen die Zukunft Ägyptens gleichberechtigt mitbestimmen können.&quot;</p>
<h6>Petition an Premierminister</h6>
<p class="bodytext">Mit drei Forderungen zur gleichberechtigten Teilhabe und dem rechtlichen Schutz von Frauen wendet sich Amnesty in einer<a href="http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=8448&amp;d=" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" /> Petition</a> an den ägyptischen Premierminister und ruft zur Unterstützung dieser Aktion auf. </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=8448&amp;d=" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Aufruf und Petition</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 13:23:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Weder weiblich noch männlich</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/weder-weiblich-noch-maennlich.html</link>
			<description>Intersexuelle Menschen sind Teil der gesellschaftlichen Vielfalt; sie haben ein Recht auf Respekt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Recht auf körperliche Unversehrtheit<br /></b>Im Mittelpunkt der Diskussionen stand immer wieder die Frage, ob chirurgische Eingriffe an den Geschlechtsorganen von Menschen mit Besonderheiten der geschlechtlichen Entwicklung (DSD – differences of sexs development) und insbesondere bei betroffenen Kleinkindern überhaupt zulässig sein sollten.<br />„Irreversible medizinische Maßnahmen zur Geschlechtszuordnung bei Menschen mit uneindeutigem Geschlecht stellen einen Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Wahrung der geschlechtlichen und sexuellen Identität und das Recht auf eine offene Zukunft und oft auch in das Recht auf Fortpflanzungsfreiheit dar. Die Entscheidung darüber ist höchstpersönlich“, heißt es in der <a href="http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-intersexualitaet.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Stellungnahme des Ethikrates</a>. Und er empfiehlt, dass die Betroffenen grundsätzlich selbst entscheiden sollten. Bei noch nicht selbst entscheidungsfähigen Betroffenen sollten solche Maßnahmen nur erfolgen, wenn dies nach umfassender Abwägung aller Vor- und Nachteile des Eingriffs und seiner langfristigen Folgen aufgrund unabweisbarer Gründe des Kindeswohls erforderlich sei. </p>
<p class="bodytext">Die medizinische Diagnostik und Behandlung von DSD-Betroffenen sollte nur in einem speziell dafür qualifizierten interdisziplinär zusammengesetzten Kompetenzzentrum von ÄrztInnen und ExpertInnen aus allen beteiligten Disziplinen vorgenommen werden. Die fortlaufende medizinische Betreuung sollte in unabhängigen qualifizierten Betreuungsstellen bei gleichzeitiger Beratung durch andere Betroffene sowie Selbsthilfeeinrichtungen fortgeführt werden. Alle Behandlungsmaßnahmen sollten umfassend dokumentiert werden und den Betroffenen für mindestens vierzig Jahre zugänglich sein. Die Regelungen zur Verjährung bei Straftaten an einem Kind sollten auf solche Straftaten erweitert werden, durch die die Fortpflanzungsfähigkeit und/oder die sexuelle Empfindungsfähigkeit irreversibel beeinträchtigt wurde.</p>
<h6>Ethikrat fordert finanzielle Hilfe für Betroffene und ihre Interessenvertretungen</h6>
<p class="bodytext">Um Betroffenen, „die Schmerzen, persönliches Leid, Erschwernisse und dauerhafte Einschränkungen ihrer Lebensqualität erlitten haben, weil sie Behandlungen unterzogen wurden, die nach heutigen Erkenntnissen nicht (mehr) dem Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik zugerechnet werden können und auf ausgrenzenden gesellschaftlichen Vorstellungen von geschlechtlicher Normalität beruhten“, Anerkennung und Hilfe zukommen zu lassen, empfiehlt der Ethikrat die Einrichtung eines Fonds. Darüber hinaus sollten Selbsthilfegruppen und Betroffenenverbände öffentlich finanziell gefördert werden.</p>
<h6>„Weiblich“, „männlich“, „anderes“</h6>
<p class="bodytext">Der Ethikrat hält es darüber hinaus für einen „nicht zu rechtfertigenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht und das Recht auf Gleichbehandlung“, wenn Menschen, die sich aufgrund ihrer körperlichen Konstitution weder dem Geschlecht „weiblich“ noch „männlich“ zuordnen könnten, rechtlich gezwungen würden, sich im Personenstandsregister einer dieser Kategorien zuzuordnen. Es sollte daher geregelt werden, so die Empfehlung, dass von diesen Personen neben der Eintragung als „weiblich“ oder „männlich“ auch „anderes“ gewählt werden könne bzw. dass kein Eintrag erfolgen müsse, bis die betroffene Person sich selbst entschieden habe. Um Personen, die im Personenstandsregister als „anderes“ eingetragen seien, die Möglichkeit einer Beziehung zu eröffnen, die staatlich anerkannt und rechtlich geregelt von Verantwortung und Verlässlichkeit geprägt ist, schlägt der Ethikrat mehrheitlich vor, Menschen mit dem Geschlechtseintrag „anderes“ die eingetragene Lebenspartnerschaft zu ermöglichen. Ein Teil des Ethikrates plädiert darüber hinaus dafür, ihnen auch die Möglichkeit der Eheschließung zu eröffnen. Als Grundlage für künftige Entscheidungen des Gesetzgebers sollte geprüft werden, ob eine Eintragung des Geschlechts im Personenstandsregister überhaupt noch notwendig ist.</p>
<h6>„Geschlechtsvereindeutigende“ oder „geschlechtszuordnende“ Eingriffe?</h6>
<p class="bodytext">In seiner Stellungnahme differenziert der Ethikrat allerdings zwischen Menschen mit uneindeutigem Geschlecht (DSD) und Menschen mit einer Androgenüberfunktion (AGS), bei denen das&nbsp; Geschlecht festgestellt werden kann. Deshalb müssten „geschlechtsvereindeutigende“ und „geschlechtszuordnende“ Eingriffe unterschiedlich bewertet werden. Mit einem vereindeutigenden Eingriff, so der Ethikrat, sei hier die Korrektur einer biochemisch-hormonellen Fehlfunktion, die potenziell einen gesundheitsschädigenden Charakter hat, gemeint. Gegebenenfalls könne auch ein operativer Eingriff zur Angleichung des äußeren Erscheinungsbildes an das genetisch und durch die inneren Geschlechtsorgane feststehende Geschlecht gemeint sein. Im Falle von AGS-Betroffenen sollte bei noch nicht selbst entscheidungsfähigen Menschen die Entscheidung über die operative Angleichung der Genitalien an das Geschlecht nur nach umfassender Abwägung der medizinischen, psychologischen und psychosozialen Vor- und Nachteile einer frühen Operation erfolgen. Maßgeblich sei auch hier das Kindeswohl. Im Zweifel sollte auch bei solchen geschlechtsvereindeutigenden Eingriffen die Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen abgewartet werden. </p>
<p class="bodytext"><b>Erfolgreiche Lobbyarbeit<br /></b>Die bemerkenswerte Stellungnahme des Deutschen Ethikrates war unter Einbeziehung von Betroffenen und Selbsthilfegruppen zwischengeschlechtlicher Menschen erarbeitet worden. Diese hatten in den vergangenen Jahren erfolgreiche Lobbyarbeit betrieben, indem sie zum Beispiel in einem Alternativbericht 2009 vor dem CEDAW-Ausschluss über die fortwährende Verletzung ihrer Menschenrechte Klage einlegten. Der UN-Ausschuss hatte daraufhin der Bundesregierung einen „Dialog“ mit den Betroffenen nahegelegt. Das jetzt vorgelegte Dokument des Ethikrates ist eine Konsequenz daraus. </p>
<p class="bodytext">Die Reaktionen der Betroffenen auf die Stellungnahme fielen unterschiedlich aus. So begrüßte Lucie Veith, Vorsitzende des Vereins Intersexuelle Menschen, „dass das Tabu um unser Leben und das Leiden gelüftet ist.“ Die Auslassungen des Ethikrates machten deutlich, „wie sehr die Bestimmung des intersexuellen Lebens durch Medizin geprägt ist“. Doch intersexuell zu sein, bedeute nicht, krank zu sein sondern eine „Varianz“ des Lebens. Die Anerkennung der Unterschiede der geschlechtlichen Entwicklung und den Vorschlag, „dies auch in einem freiwillig gewählten Personenstandeintrag ‚anderes‘ Raum zu geben, wird manchem intersexuellem Menschen eine neue Perspektive geben“, so Veith in einer <a href="http://www.intersexuelle-menschen.net/IMEVzusatz/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=2&amp;Itemid=3" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Stellungnahme</a>. Positiv sei, dass das Selbstbestimmungsrecht und das Recht der Kinder auf den umfassenden und uneingeschränkten staatlichen Schutz ausdrücklich bestätigt werden sei.</p>
<h6>Eingeschränktes Menschenrecht</h6>
<p class="bodytext">Andererseits kritisierte die Vorsitzende des Vereins Intersexuelle Menschen die Empfehlung des Ethikrates für den Umgang mit Menschen mit AGS als „eingeschränktes Menschenrecht“ auf körperliche Unversehrtheit. „Menschenrechte sind nicht teilbar, sie gelten für alle Menschen gleich“, sagte Veith. Daher erschließe sich eine unterschiedliche Betrachtung in „geschlechtszuweisende“ und „geschlechtsvereindeutigende“ Eingriffe nicht. Denn: „Eine Genitalbeschneidung ist immer eine Verstümmelung des eigenen Geschlechts.“</p>
<h6>Kosmetische Genitalverstümmelungen werden weiter durchgeführt</h6>
<p class="bodytext">Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org forderte von den Verantwortlichen in Politik und Justiz, menschenrechtswidrige Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken endlich zu verbieten. Seit 1996 habe die Bundesregierung die Anliegen der Betroffenen von kosmetischen Genitaloperationen im Kindesalter ignoriert und geleugnet. Laut vom&nbsp; Bundesforschungsministerium finanzierten Studien würden heute noch neunzig Prozent aller Betroffenen im Kindesalter oft mehrfach irreversibel kosmetisch genitaloperiert, erklärte Daniela Truffer, Gründungsmitglied der Organisation Zwischengeschlecht.org, in einer <a href="http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2012/02/23/Ethikrat%3A-150-j%C3%A4hrige-Geschichte-der-Genitalverst%C3%BCmmelungen-in-Kinderkliniken-jetzt-beenden%21" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Stellungnahme</a>.</p>
<h6>ADS fordert schnelle gesetzliche Umsetzung der Empfehlungen </h6>
<p class="bodytext">Auch die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, mahnte die GesetzgeberInnen zu einer schnellen Umsetzung der „richtungsweisenden“ Empfehlungen des Ethikrates an. Sie dankte dem Gremium vor allem für seine Forderung, „dass intersexuelle Menschen in Zukunft nicht mehr gezwungen werden sollten, sich im Personenstandregister auf ein Geschlecht festzulegen&quot;, sagte Lüders und regte vergleichbare Regelungen auch für Krankenversicherungen an.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-intersexualitaet.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Intersexualität</a> – die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates (PDF; 1,48 MB) </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 15:55:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Journalistinnen machen mobil</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/journalistinnen-machen-mobil.html</link>
			<description>Wer bestimmt, was in der Zeitung steht? Was im Radio und im Fernsehen läuft? Fast immer Männer. In...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In einem offenen Brief an genannten Adressatenkreis mit Datum vom 26. Februar 2012 verlangen die Unterzeichnerinnen, dass mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen im Laufe der nächsten fünf Jahre mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen. </p>
<p class="bodytext">Der Brief wurde von über 200 Journalistinnen unterzeichnet, die bei Tageszeitungen, Wochen- und Monatszeitschriften, bei Online-Redaktionen, Hörfunk und Fernsehen arbeiten. Darunter auch aktuelle und ehemalige Spitzen-Medienfrauen wie Gabi Bauer, Bettina Böttinger, Wibke Bruhns, Sabine Christiansen, Dunja Haylali, Sandra Maischberger, Bascha Mika, Antonia Rados, Dagmar Reim und Anne Will.</p>
<p class="bodytext">Hunderte weitere Unterstützerinnen und einige Unterstützer sind inzwischen dazugekommen. <a href="http://www.pro-quote.de" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Der Brief kann online unterstützt werden</a>.</p>
<p class="bodytext">Bereits im vergangenen Jahr hatte der <a href="http://www.journalistinnen.de/aktuell/pdf/Journalistinnenbund_zur_Quotendebatte_Feb2011.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Journalistinnenbund</a> die Forderung nach einer 30-Prozent-Quote für Aufsichtsräte und Vorstände unterstützt und gleichzeitig auch eine &quot;verbindliche Regelung&quot; für Medienbetriebe gefordert, um dort mehr Frauen auf Führungsebenen zu bringen.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">Über die Initiatorinnen und den Hintergrund der Aktion informiert der <a href="http://watch-salon.blogspot.com/2012/02/quote-fur-qualitat-journalistinnen.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Watchsalon des Journalistinnenbundes</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 15:17:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Brustimplantate: Gefährdung möglicherweise größer als angenommen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/brustimplantate-gefaehrdung-moeglicherweise-groesser-als-angenommen.html</link>
			<description>Brustimplantate mit hochwertigem Silikonkern müssen offenbar häufiger entfernt werden als bislang...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Demnach war bei Produkten zweier Hersteller bei einer von fünf Patientinnen mit primärer Brustvergrößerung &quot;innerhalb von zehn Jahren eine Entfernung der Implantate erforderlich&quot;. Bei der Hälfte der Patientinnen mit primärer Rekonstruktion - also einer Wiederherstellung direkt nach der Brustentfernung in der gleichen Operation oder&nbsp;nach Abschluss&nbsp;begleitender Therapien (Chemotherapie, Radiotherapie) – war ebenso eine Entfernung innerhalb von zehn Jahren notwendig.<br /><br /><b>BfArM: Keine Erkenntnisse über Herkunft aller eingesetzen Brustimplantate<br /></b>Das Bonner Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), dessen vorrangige Aufgabe die Abwehr von Gesundheitsgefahren ist, verfügt den Angaben zufolge &quot;über keine Informationen zur Herkunft aller in Deutschland eingesetzten Brustimplantate&quot;. Ebensowenig habe das BfArM Erkenntnisse darüber, wie hoch der Marktanteil der Brustimplantate der französischen Firma Poly Implant Protèse (PIP) in Deutschland war, schreibt die Regierung. Im Dezember war bekannt geworden, dass von den mit Billigsilikon gefüllten Brustimplantate des Herstellers PIP Gesundheitsgefahren für die betroffenen Frauen ausgehen können.</p>
<p class="bodytext"><b>Keine Daten zu Brustimplantationen in reinen Privatkliniken<br /></b>Wie die Regierung weiter ausführt, weise eine Statistik des Institutes für das Entgeltsystem im Krankenhaus (das so genannte DRG-Institut) für das Jahr 2010 insgesamt 3.579 Brustimplantationen aus medizinischen Gründen aus. Darüber hinaus seien 2.195 Brustimplantationen registriert, &quot;die aus kosmetischen oder anderen – auch medizinischen – Gründen durchgeführt&quot; wurden. Zusätzlich sei in 1.321 Fällen der Wechsel einer Mammaprothese erfolgt. Und die Regierung fügt an, dass die durchgeführten Brustimplantationen in reinen Privatkliniken, für die die einschlägigen Regeln der Krankenhausfinanzierung nicht gälten, in diesen Daten nicht enthalten seien. &quot;Diese Daten liegen der Bundesregierung nicht vor.&quot;</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">Antwort der Bundesregierung (Drs. 17/8548) auf Anfrage Drs. 17/8403<br /><a href="http://dip.bundestag.de/btd/17/085/1708548.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Fehlende Patientensicherheit bei Medizinprodukten<br /></a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 12:28:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aufruf der EWL: Erfahrungen im Kampf gegen Gewalt an Frauen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/aufruf-der-ewl-erfahrungen-im-kampf-gegen-gewalt-an-frauen.html</link>
			<description>Welche Erfahrungen machen lokale, nationale AkteurInnen und Nichtregierungsorganisationen mit ihren...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Frauenlobby in Europa will herausfinden, wie Kampagnen von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und warum manche von ihnen in Hinblick auf Bewusstseinsbildung, Prävention sowie Veränderung erfolgreicher sind als andere.</p>
<p class="bodytext">Bei den Kampagnen, die von einer NGO oder einer nationalen oder lokalen Behörde durchgeführt werden, kann es&nbsp;gegen jede Form von Gewalt gegen Frauen in einem EU-Mitgliedstaat&nbsp;gehen.<br /><br />Einsendungen bitte per eMail an <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+qbqfAxpnfompccz/psh');" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail" class="mail" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" alt="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail" />pape(at)womenlobby.org</a> unter Angabe des Landes, der Form von Gewalt gegen Frauen, auf die die Kampagne abzielt, des dazugehörigen Weblinks oder Anhangs sowie einer Beurteilung.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 11:53:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>BMAS: Richtiger Altersmix steigert unternehmerischen Erfolg</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/bmas-richtiger-altersmix-steigert-unternehmerischen-erfolg.html</link>
			<description>&quot;Altersgerechte Arbeitswelt&quot; heißt der erste Fortschrittsreport, den das Bundesministerium für...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Die wichtigsten Ergebnisse des Fortschrittsreports:</b> </p>
<p class="bodytext">Die Erwerbstätigenquote der 60 bis 64-Jährigen ist auch im Jahr 2010 weiter auf 40,8 Prozent gestiegen (2009: 38,4 Prozent). Der Anteil der Erwerbstätigen hat sich weiter an den Anteil der RentnerInnen in dieser Altersgruppe angenähert. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen ist seit 2000 in Deutschland stärker gestiegen als in fast allen anderen EU-Ländern, bei den 60- bis 64-Jährigen war der Anstieg in Deutschland sogar am stärksten in der EU.</p>
<h6>Von der Leyen: Zu wenig über 55-Jährige schaffen es aus der Arbeitslosigkeit heraus</h6>
<p class="bodytext">Daneben merkt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) aber an, dass noch viel zu wenige Menschen über 55 Jahre den Sprung aus der Arbeitslosigkeit zurück in den Beruf schafften. Viele kleine und mittlere Unternehmen investierten nicht genug in Gesundheit und Weiterbildung ihrer alternden Belegschaften. Eine solche Investion sei aber nicht nur im Interesse der MitarbeiterInnen, sondern zahle sich auch mit Blick auf die Betriebsergebnisse aus. </p>
<h6>Ältere ArbeitnehmerInnen erhöhen Produktivität</h6>
<p class="bodytext">Die Produktivität eines Betriebes erhöht sich laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) um gut 0,5 Prozent, wenn der Anteil der 45- bis 50-Jährigen an der Gesamtbelegschaft um einen Prozentpunkt zunimmt. Wenn altersgerechte Arbeitsplätze vorhanden sind, steigt laut ZEW die Produktivität der Beschäftigten zwischen 45 und 50 Jahren sogar um zwei Prozent.</p>
<h6>Jüngere nicht per se leistungsfähiger</h6>
<p class="bodytext">&quot;Stimmt der Altersmix, dann steigt nach neuen wissenschaftlichen Studien quer über alle Branchen die Produktivität. Damit ist das Vorurteil widerlegt, dass Jüngere per se leistungsfähiger sind. Das Signal an die Unternehmen ist klar: Wer erfahrene LeistungsträgerInnen beschäftigt und Ältere einstellt, kann davon profitieren,&quot; so die Bundesarbeitsministerin.</p>
<h6>Lüders: Altersdiskriminierung rechnet sich nicht</h6>
<p class="bodytext">Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders nannte die Zahlen aus dem Fortschrittsbericht&nbsp; &quot;ermutigend&quot;. Anlässlich des diesjährigen Themenjahres gegen Altersdiskriminierung will die ADS im Herbst einen Preis für Unternehmen vergeben, die in vorbildlicher Weise auf altersgemischte Teams setzen. &quot;Jede(r) fünfte Deutsche wurde schon einmal wegen seines Alters diskriminiert. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag der ADS ergeben. &quot;Dabei ist Altersdiskriminierung nicht nur verboten. Sie rechnet sich schlicht nicht&quot;, so Lüders.</p>
<h6>Geschlechterperspektive</h6>
<p class="bodytext">Der erste Fortschrittsreport des BMAS schreibt den gesetzlich vorgeschriebenen Regierungsbericht zur Einführung der Rente mit 67 vom Jahr 2010 fort. Er bemüht sich um eine geschlechtsspezifische Darstellung und Bewertung der Daten. Unter anderem wird darin festgestellt, dass der Anstieg der Erwerbstätigkeit Älterer um knapp 1,5 Millionen seit dem Jahr 2000 zu fast zwei Dritteln auf die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Frauen zurückzuführen ist.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">BMAS-Fortschriftsreport <a href="http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Fortschrittsreport/fortschrittsreport-februar-2012.pdf?__blob=publicationFile" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />&quot;Altersgerechte Arbeitswelt&quot;</a> (PDF, 2 MB)</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 13:12:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DF: “Strafsteuer“ für Kinderlose gefährdet Demokratie</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/df-strafsteuer-fuer-kinderlose-gefaehrdet-demokratie.html</link>
			<description>Besorgt hat der Deutsche Frauenrat auf den Vorschlag aus CDU/CSU-Kreisen reagiert, Menschen, die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In einer <a href="0deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/back/11/article/strafsteuer-fuer-kinderlose-gefaehrdet-demokratie.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Presseerklärung vom 17. Februar</a> lehnt die Lobby der Frauen eine solche steuerliche Mehrbelastung als &quot;ungeeignete und ungerechte Maßnahme&quot; ab. Stattdessen fordert sie als familienfördernde Maßnahmen die Abschaffung des Ehegattensplittings und der sogenannten Minijobs, die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent für alle wichtigen Kinderartikel und die Anerkennung von drei Jahren Erziehungszeit bei der Rente auch für Kinder, die vor 1992 geboren sind. </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 15:05:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>“Strafsteuer“ für Kinderlose gefährdet Demokratie</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/article/strafsteuer-fuer-kinderlose-gefaehrdet-demokratie.html</link>
			<description>Deutscher Frauenrat zum Vorschlag einer Sondersteuer für Menschen ohne Kinder</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat ist besorgt über den Vorschlag aus bestimmten Kreisen der CDU/CSU, Menschen, die keine oder zu wenig Kinder haben, mit erhöhten Steuern zu belegen. „Eine solche Idee löst weder demografische noch Finanzierungsprobleme, sondern treibt nur den Keil weiter hinein in eine Gesellschaft, die sich zusehends entsolidarisiert, so die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Marlies Brouwers.</p>
<p class="bodytext">„Natürlich müssen Familien entlastet werden, das steht außer Frage. Dafür aber gibt es wirkungsvollere Maßnahmen: zu allererst die Abschaffung des Ehegattensplittings, das heißt der Steuerprivilegien für gut verdienende Ehepartner/innen. Das brächte Milliarden mehr an Steuereinnahmen. Auch der Verzicht auf das Betreuungsgeld könnte dazu beitragen, die strukturellen Rahmenbedingungen für Familien weiter auszubauen. Die Abschaffung der sogenannten Minijobs, das heißt die Einführung einer Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro, würde die Sozialkassen aufstocken; damit stünden mehr Mittel auch zur Familienförderung bereit. Die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent für alle wichtigen Kinderartikel würde besonders sozial schwachen Familien helfen. Und nicht zuletzt würde die Erziehungsleistung von Eltern anerkannt, wenn sich auch für die vor 1992 geborenen Kinder drei und nicht nur ein Jahr Erziehungszeit bei der Rente angerechnet würden.&quot;<br /><br />&quot;Die Lobby der Frauen setzt darauf, dass der Vorschlag einer „Strafsteuer“ für Menschen ohne oder mit zu wenig Kindern von der breiten Mehrheit als das erkannt wird, was er ist: eine ungeeignete und ungerechte Maßnahme“, so die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates.</p>
<p class="bodytext">PM 02/2012</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldungen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 12:19:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aufruf: Schweigeminute gegen rechtsextreme Gewalt</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/aufruf-schweigeminute-gegen-rechtsextreme-gewalt.html</link>
			<description>Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) und Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In dem Aufruf heißt es:<br /><br />„Die von rechtsextremistischen Gewalttätern verübten Morde, Raubüberfälle und Anschläge erfüllen die Menschen in Deutschland mit Abscheu und Entsetzen. Wir trauern um die Opfer. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden, die geliebte Menschen verloren haben. Wir sind tief betroffen, dass nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland diese entsetzlichen Verbrechen geschehen konnten. Arbeitgeber und Gewerkschaften treten gemeinsam ein für ein Deutschland, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben. In den Unternehmen in Deutschland ist zwischen den Beschäftigten ethnische und kulturelle Vielfalt gelebte Realität. Die Betriebe geben zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Integration, Respekt und Toleranz. Wir stehen daher gemeinsam in der Pflicht, rechtsextremem Gedankengut entschieden entgegenzutreten.“</p>
<p class="bodytext">Die Schweigeminute findet zeitgleich mit dem zentralen Staatsakt des Bundes für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt statt.<br />&nbsp;<br />Der Deutsche Frauenrat ruft seine Mitgliedsverbände und PartnerInnen dazu auf, sich an der Aktion beteiligen.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.dgb.de/presse/++co++5e1b751c-5236-11e1-4132-00188b4dc422/@@index.html?search_text=Schweigeminute&amp;x=15&amp;y=21" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Der Aufruf im vollen Wortlaut</a> </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:32:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gastgewerbe: Jede/r Fünfte arbeitet in einem Minijob</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/gastgewerbe-jeder-fuenfte-arbeitet-in-einem-minijob.html</link>
			<description>Mit einem Anteil von fast 58 Prozent machen Frauen im Gastgewerbe eine deutliche Mehrheit aus. Ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Rund 1,5 Millionen Beschäftigte arbeiteten im Jahr 2010 im Gastgewerbe - davon&nbsp; 861.000 Frauen. Rund 41 Prozent gingn einer Teilzeittätigkeit nach – allerdings viele unfreiwillig, wie das Statistische Bundesamt betont. Fast jede dritte Person in Teilzeit hatte&nbsp;keine Vollzeitstelle gefunden. <br /><b><br />Jede/r Fünfte arbeitet auf Minijob-Basis</b><br />Und noch etwas anderes fällt auf: Jede fünfte im Gastgewerbe tätige Person ist geringfügig entlohnt beschäftigt. Damit sind MinijobberInnen hier doppelt so häufig anzutreffen wie in allen anderen Branchen zusammen (8,3 %). Und auch wenn der Gesamtzuwachs an Beschäftigten im Gastgewerbe zwischen 2000 und 2010 um insgesamt 272.000 Personen nicht allein auf die Zahl der&nbsp;MinijobberInnen zurückzuführen ist, so machten sie doch&nbsp;mehr als die Hälfte des Gesamtanstiegs dort aus.</p>
<p class="bodytext"><b>Das Gros arbeitet am Wochenende</b><br />Neben einem hohen Anteil an (unfreiwilliger) Teilzeit und einer überdurchschnittlich hohen Quote an MinijobberInnen wird in diesem Beschäftigungszweig auch verstärkt der Einsatz am Wochenende verlangt. Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen arbeitete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ständig oder regelmäßig samstags (60,7 %), sonntags (52,7 %) oder abends zwischen 18 und 23 Uhr (53,5 %). Knapp ein Sechstel (15,3 %) arbeitete ständig oder regelmäßig nachts zwischen 23 und 6 Uhr.<br /><br /><br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 13:57:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bundesweiter Terminkalender zum 8. März</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/bundesweiter-terminkalender-zum-8-maerz.html</link>
			<description>Wie in jedem Jahr finden auch 2012 zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen rund um den 8. März...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Erstmals in diesem Jahr haben Sie die Möglichkeit, Ihre Termine auf der Website des Deutschen Frauenrates eigenhändig einzutragen. Das Prozedere ist simpel: Sie geben die Termine mit den erforderlichen Angaben (Titel, Datum, Uhrzeit, Ort mit PLZ, VeranstalterIn, Details) in die entsprechende <a href="0deutsch/aktionen/internationaler-frauentag-am-8-maerz-2012/veranstaltung-einsenden.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="uploads/RTEmagicC_0fcf2bc6ad.gif.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Maske</a> ein. Wir schalten dann zeitnah Ihren Hinweis frei, sofern er im Rahmen des 8. März steht, vollständig ist und sich nicht gegen die Interessen und Zielsetzungen des Deutschen Frauenrates richtet. Andere Einträge werden gelöscht.</p>
<p class="bodytext">Zur&nbsp;besseren Übersicht&nbsp;können Sie die&nbsp;Termine im Kalender nach Datum, Veranstaltungsart, Postleitzahl oder Ort sortieren lassen. Dafür klicken Sie einfach im Tabellenkopf auf die entsprechenden Reiter.<br /><br />Wir freuen uns auf Ihre Hinweise!<br /><br /><a href="0deutsch/aktionen/internationaler-frauentag-am-8-maerz-2012/veranstaltung-einsenden.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Zum Online-Terminkalender<br /></a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 12:34:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Europäisches Parlament: Schutz gegen innerfamiliäre Gewalt angemessen finanzieren</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/europaeisches-parlament-schutz-gegen-innerfamiliaere-gewalt-angemessen-finanzieren.html</link>
			<description>In einer neuerlichen Entschließung fordert das Europäische Parlament (EP), dass das nächste...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Daphne-Programm muss gestärkt werden<br /></b>Die EP-Abgeordneten haben in der Vergangenheit immer wieder auf die unzureichende Finanzierung von Daphne hingewiesen, das einzige Programm zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, Kinder und Jugendliche in der gesamten Europäischen Union. Das erste Daphne-Programm (2000-2003) wurde 2004 und 2007 erneuert; während dieser Zeit stieg das Budget von zwanzig Millionen Euro auf fast 117 Millionen für Daphne III.</p>
<p class="bodytext">Das Parlament bedauert, dass die Bekämpfung der Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen nicht ausdrücklich in den „Spezifischen Zielen“ des Programms „Rechte und Unionsbürgerschaft“ genannt wird, dass die EU-Kommission für den Zeitraum 2014-2020 schaffen will und in das Daphne integriert werden soll.</p>
<h6>Bedrohungen aus dem Netz</h6>
<p class="bodytext">Damit sollen verstärkt Projekte finanziert werden, die die junge Generation für neue Formen von Gewalt im Zusammenhang mit der zunehmenden Nutzung sozialer Netzwerke im Internet wie Drohungen, psychologischer Druck, Mobbing oder Kinderpornographie im Internet sensibilisieren. Die EP-Abgeordneten betonen, dass Initiativen zur Bekämpfung von Verbrechen im Namen der Ehre und der genitalen Verstümmelung von Mädchen und Frauen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse.</p>
<h6>Gesetzliche Maßnahmen auf EU-Ebene erforderlich</h6>
<p class="bodytext">Das Europäische Parlament bekräftigte die Notwendigkeit von legislativen Maßnahmen zur Bekämpfung von geschlechtsbezogener Gewalt auf EU-Ebene. Denn unterschiedliche Maßnahmen und Rechtsvorschriften in den Mitgliedstaaten schützten Frauen nicht in gleichem Maße vor männlicher Gewalt. Laut zahlreichen Studien zu geschlechtsbezogener Gewalt erlebt ein Fünftel bis ein Viertel der Frauen während ihres Erwachsenenlebens mindestens einmal körperliche, mehr als ein Zehntel sexuelle Gewalt. 26 Prozent der Kinder und Jugendlichen erleiden körperliche Gewalt.</p>
<h6>Hohe gesellschaftliche Kosten durch innerfamiliäre Gewalt</h6>
<p class="bodytext">Nach der Untersuchung eines Daphne-Projekts belaufen sich allein die Kosten innerfamiliärer Gewalt in der Europäischen Union auf jährlich 16 Milliarden Euro. Darunter fallen direkte medizinische Kosten wie Notfalldienste, stationäre und ambulante Behandlungen, Arzneimittel, außerdem Polizei- und Gerichtskosten, Kosten für soziale Dienste wie Unterbringung und sonstige Hilfeleistungen aber auch wirtschaftliche Kosten wie z.B. durch Produktionsverluste.</p>
<h6>EWL begrüßt Entschließung</h6>
<p class="bodytext">Die Europäische Frauenlobby (EWL) begrüßt die Entschließung des Europäischen Parlaments, an deren Entwurf sie aktiv mitgearbeitet hatte.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 11:40:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hebammenverbände rufen Schiedsstelle an</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/hebammenverbaende-rufen-schiedsstelle-an.html</link>
			<description>Die Hebammenverbände haben Anfang Februar die Verhandlungen über die Betriebskosten für eine Geburt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das Angebot der Krankenkassen von 560,89 Euro hält der Deutsche Hebammenverband für nicht akzeptabel: &quot;Mit 560 Euro kann kein Geburtshaus wirtschaftlich arbeiten, geschweige denn die hohen Qualitätsstandards auf Dauer halten&quot;, so Katharina Jeschke, Verhandlungsführerin des Deutschen Hebammenverbandes.<br /><b><br />Hebammen erfolgsentscheidend für Qualität außerklinischer Geburtshilfe</b><br />Eine Studie der Spitzenverbände der Krankenkassen und der Hebammenverbände hätte Ende vergangenen Jahres den Beleg erbracht, dass Geburten in einem Geburtshaus in einigen Bereichen deutlich besser&nbsp;sind als Geburten im Krankenhaus. Die Hebammen sehen sich durch dieses Ergebnis in&nbsp;ihrer Arbeit bestätigt: &quot;Erfolgsentscheidend für die außerklinische Geburtshilfe in von Hebammen geleiteten Einrichtungen ist offensichtlich der Einsatz qualifizierter Hebammen.&quot;<br /><br /><b>Für zusätzliche Leistung muss bezahlt werden<br /></b>Seit Jahren arbeiteten die 161 Geburtshäuser in Deutschland an der Optimierung ihrer Betreuungsqualität und das auch schon vor Einführung der von den Krankenkassen geforderten Qualitätsmanagementkriterien. Doch gehe es bei den QM-Forderungen der Kassen hauptsächlich darum, hohe bürokratische Forderungen zu erfüllen, die ein immenses Zeitbudget verschlängen, so Jeschke. Umso mehr kritisieren die Hebammen, dass einem kleinen Geburtshaus ähnliche Kosten zugemutet würden wie einem Großbetrieb – ohne einen Finanzierungsausgleich durch die Krankenkassen zu erhalten. „Wir sind der Meinung: Wer diese zusätzliche Leistung fordert, soll auch dafür zahlen. „Dafür werden wir streiten“, so Jeschke.<br /><br />Der Deutsche Hebammenverband vertritt die Interessen von ca. 17.540 Mitgliedern, inklusive 560 Schülerinnen und 117 von Hebammen geleitete Einrichtungen wie z. B. Geburtshäuser.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 11:38:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ägypten: Nur zwölf Frauen im neuen Parlament</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/nur-zwoelf-frauen-repraesentieren-40-millionen-aegypterinnen.html</link>
			<description>Ein verschwindend geringer Frauenanteil ist das Ergebnis der ersten freien Wahlen in Ägypten nach...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die IGFM führt den niedrigen Frauenanteil vor allem darauf zurück, dass die im Jahr 2010 unter Mubarak eingeführte Frauenquote im Parlament kurzerhand vom Obersten Militärrat abgeschafft wurde. Stattdessen galt für die jüngsten Wahlen die Regelung, nach der auf jeder Wahlliste mindestens eine Frau stehen musste. <br /><br />Doch schon bei der Platzierung der Kandidatinnen auf den Wahllisten sei deutlich geworden, dass Frauen keine echte Chance auf ein Mandat bekommen würden, so die IGFM. Sowohl auf den Listen der islamistischen Parteien als auch auf denen der liberalen und säkularen Parteien seien sie nur auf den aussichtslosen hinteren Plätzen zu finden gewesen. &quot;Die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei der Muslimbrüder, mit 235 Sitzen stärkste Partei im Parlament, schickte etwa 70 Kandidatinnen ins Rennen, und stellen nun mit vier ‚Muslimschwestern’ die meisten weiblichen Abgeordneten&quot;, stellt die IGFM fest. Zugleich richte sich aber das Programm der Muslimschwestern ebenso wie das ihrer männlichen Kollegen „gegen den Fortschritt im Bereich Frauen- und Kinderrechte“. </p>
<p class="bodytext"><b>Muslimschwestern dürfen nicht an Parteiwahlen teilnehmen<br /></b>Die Menschenrechtsorganisation ist bestürzt darüber, dass die meisten weiblichen Abgeordneten einer Partei angehören, die ihre eigenen Mitglieder diskriminiert. So dürfen die so genannten &quot;Muslimschwestern&quot; noch immer nicht an parteiinternen Wahlen teilnehmen; auch die Mitgliedschaft in den oberen Parteiorganen sei Männern vorbehalten.<br /><br />Neben den vier Parlamentarierinnen der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei stellt die liberale Wafd-Partei drei weibliche Abgeordnete, jeweils eine Abgeordnete stellen die Ägyptische Sozialdemokratische Partei sowie die Reform- und Entwicklungspartei. Vom Oberbefehlshaber Marschall Tantawi direkt bestimmt wurden drei weitere weibliche Abgeordnete, die der koptischen Minderheit angehören. Gemäß der früheren ägyptischen Verfassung von 1971 hat der Präsident das Recht, zehn Mitglieder des ägyptischen Parlaments direkt zu bestimmen. Am 22. Januar 2012 übernahm Marschall Tantawi als Oberbefehlshaber des Militärrats diese Aufgabe und bestimmte diese zehn Mitglieder, darunter fünf KoptInnen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 19:27:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Terre des Femmes: Gegen Genitalverstümmelung in Ägypten</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/-048c97c1f3.html</link>
			<description>Zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar appelliert Terre des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In Ägypten sind über 90 Prozent der Mädchen und Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Dabei werden Mädchen die Klitoris und oft Teile der Schamlippen entfernt. &quot;Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, die   weder durch Tradition, finanzielle Interessen oder religiöse Argumente   zu rechtfertigen ist&quot;, erklärt Irmingard Schewe-Gerigk,   TDF-Vorstandsvorsitzende. </p>
<p class="bodytext"><b>Genitalverstümmelung: Unter bestimmten Umständen straffrei<br /></b>Aufgrund von öffentlichen Protesten nach dem Tod zweier Mädchen infolge weiblicher Genitalverstümmelung verabschiedete das ägyptische Parlament 2008 zwar ein Gesetz, das die Praxis verbietet. Allerdings ist sie weiterhin straffrei, wenn ärztlich bescheinigt wird, dass die Genitalverstümmelung &quot;medizinisch notwendig&quot; sei. </p>
<p class="bodytext">Drei Viertel aller Genitalverstümmelungen in Ägypten werden von medizinischem Personal durchgeführt - und damit mit staatlichem Einverständnis. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verurteilt jedoch jede Genitalverstümmelung,&nbsp; auch die durch medizinisches Personal, da die langfristigen Folgen bestehen blieben: eingeschränktes sexuelles Empfinden, chronische Schmerzen, sowie Probleme bei Schwangerschaft und Geburt oder Unfruchtbarkeit - bis hin zu Todesfällen.<br /><br />Genitalverstümmelung wird in Ägypten sowohl von koptischen ChristInnen als auch von der muslimischen Mehrheit der Bevölkerung praktiziert. In einer Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten, erklärte Professor Ali Gom'a, Großmufti Ägyptens, 2006 die Praxis als nicht vereinbar mit den Werten des Islam, dennoch werden in Ägypten jährlich tausende Mädchen genitalverstümmelt.</p>
<p class="bodytext">Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes ruft deshalb zu einer Unterschriftenaktion auf. Die Unterschriften sollen im Herbst 2012 der ägyptischen Botschaft in Berlin übergeben werden.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext">Hier können Sie sich an der <a href="http://frauenrechte.de/online/index.php/online-aktion-fgm.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Unterschriftenaktion</a> beteiligen.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 17:34:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>iaf: Familiensprachen werden diskreditiert</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/iaf-familiensprachen-werden-diskreditiert.html</link>
			<description>In Sachen Sprachförderung bleibt der Nationale Aktionsplan Integration hinter der Realität zurück,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Anlass für die Kritik des iaf ist eine Presseerklärung von Staatministerin Maria Böhmer (CDU) zum Nationalen Aktionsplan Integration vom 31. Januar 2012. Dort heißt es u.a: „Entscheidend für einen erfolgreichen Spracherwerb der Kinder ist die Mitwirkung der Eltern. Es ist von erheblicher Bedeutung, ob die Umgangssprache in der Familie Deutsch ist.“</p>
<h6>Muttersprachen haben Schlüsselrolle bei Spracherwerb</h6>
<p class="bodytext">Letzter Satz suggeriere eine Höherwertigkeit des Deutschen gegenüber anderen Familiensprachen und &quot;dass Eltern ihre Mitwirkung bei der Integration verweigern, wenn sie mit ihren Kindern in anderen Sprachen sprechen&quot;, heißt es dazu in einer <a href="http://www.verband-binationaler.de/fileadmin/user_upload/Bundesverband/presse/PM_zu_NAPI_-_Familiensprachen.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img width="1" height="1" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" />Erklärung des iaf</a>. Dagegen hätten SprachwissenschaftlerInnen nachgewiesen, dass der kindliche Spracherwerb vor allem durch viel Kommunikation in einer positiven emotionalen Beziehung unterstützt werde. Dabei komme insbesondere der Muttersprache neben der deutschen Sprache eine Schlüsselrolle zu. &quot;Die Förderung der Muttersprachen steht also nicht im Gegensatz zur Förderung der deutschen Sprache, entscheidend ist ein sowohl als auch&quot;, so der iaf weiter. </p>
<h6>Jedes fünfte Kind in Deutschland hat ausländisches Elternteil</h6>
<p class="bodytext">Der iaf verweist dabei auch auf die UN-Kinderrechtskonvention, in der das Recht von Kindern auf ihre Muttersprachen unmissverständlich formuliert sei. Auch die Bundesregierung sollte sich dem verpflichtet fühlen.<br />&nbsp;<br />Jedes fünfte Kind, das heute in Deutschland geboren wird, hat zumindest ein ausländisches Elternteil – und damit potenziell eine andere Familiensprache als Deutsch oder aber neben Deutsch eine zweite.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 14:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Antifeministische Männerbewegung: Hasspropaganda ist die gemeinsame Klammer</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/antifeministische-maennerbewegung-hasspropaganda-ist-die-gemeinsame-klammer.html</link>
			<description>Die antifeministische Männerrechtsbewegung stilisiert sich zum Opfer der Gleichstellungspolitik....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Groß ist die Anhängerschaft der antifeministischen Männer in Deutschland laut Rosenbrock nicht. In Deutschland zählen hierzu&nbsp;Gruppen wie agens, MANNdat und wgvdl.com sowie die antifeministisch-rechtsextreme Gruppierung free-gender. Doch auch wenn sich die Mehrheit der Männer in Deutschland mit diesen Gruppen nicht identifizieren könne, so sei ihre politische Wirkung nicht zu unterschätzen, warnt der Bochumer Soziologe. <br /><b><br />Männliche Opferideologie: Schuld ist der Feminismus<br /></b>Vordergründig, so beschreibt Rosenbrock, trete die männliche Opferideologie zwar für Gleichheit ein, die sie für Männer einfordert. Diese Strategie sei aber durchaus problematisch: &quot;Der Blick auf männliche Benachteiligung blendet Formen weiblicher Benachteiligung aus oder schwächt sie ab.&quot; Ausgehend von der Konstruktion männlicher Diskriminierung und dem Ignorieren von geschlechtsspezifischer Ungleichheit zu Lasten von Frauen &quot;kommt die männliche Opferideologie zu dem unbegründeten Schluss, dass Männer in dieser Gesellschaft stärker benachteiligt seien als Frauen und gibt vor allem dem Feminismus die Schuld für diese Entwicklung&quot;. <br /><b><br />Von liberal bis rechts</b><br />Zum politischen Hintergrund der AntifeministInnen erklärt Rosenbrock, &quot;dass die Vertreter_innen größtenteils aus liberalen, konservativen, christlich-konservativen (evangelikalen) und rechten Kreisen stammen. Was sie allerdings eint, ist ihr - teilweise bis zum Hass aufgebauschter - Antifeminismus&quot;. Dabei arbeiten die AntifeministInnen mit haltlosen Stereotypen wie dem von der &quot;Frauenherrschaft&quot; oder vom &quot;Niedergang des Volkes&quot;. <br /><b><br />Hass richtet sich auch gegen andersdenkende Männer</b><br />Der Hass der AntifeministInnen richtet sich auch gegen andere Männer: diejenigen nämlich, die die Vorstellungen der AntifeministInnen nicht teilen und die an einem gleichstellungspolitischen Dialog interessiert sind, von dem Frauen ebenso wie Männer profitieren. Eine solche Organisation ist beispielsweise das&nbsp;<a href="http://www.bundesforum-maenner.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" >Bundesforum Männer</a>, das sich vor einem guten Jahr zusammengeschlossen hat und das sich laut Satzung zum Ziel setzt, &quot;die Gleichstellung der Geschlechter und die Geschlechterdemokratie insbesondere mit Blick auf die Lebenslagen von Jungen, Männern und Vätern zu fördern&quot;. Inzwischen haben sich im Bundesforum Männer 27 Vereine und Verbände zusammengeschlossen. </p>
<p class="bodytext"><b>Es braucht Gruppen wie das Bundesforum Männer<br /></b>Gruppen wie das Bundesforum Männer stünden &quot;für eine männerpolitische Arbeit, die auf Gleichheit und freien Entscheidungen basierende Ansätze entwickelt. Eine Stärkung dieser Gruppen würde interessierten Männern mehr Anlaufstellen bieten und die Einseitigkeit der antifeministischen Argumente verdeutlichen&quot;, schlägt Rosenbrock vor. Gleichzeitig würden Geschlechterdebatten durch solche Organisationen gestärkt und &quot;die vom Antifeminismus geförderten Tendenzen zu einem destruktiven Geschlechterkampf eingedämmt&quot;.</p>
<p class="bodytext"><b>Am Dialog nicht interessiert</b><br />An einem Dialog sind AntifeministInnen jedenfalls nicht interessiert. Vielmehr schüchterten sie Andersdenkende teilweise massiv ein, griffen Institutionen der Gleichstellungsarbeit an und sprächen diesen ihre Legitimität ab. Zugleich werde versucht, so Rosenbrock, &quot;Geschlechterdebatten in den Medien zu stören bzw. zu dominieren&quot;. &nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Expertise <a href="http://www.boell.de/downloads/Antifeminismus-innen_endf.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />&quot;Die antifeministische Männerrechtsbewegung. Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung&quot;</a>&nbsp;wurde im Auftrag des Gunda-Werner-Instituts in der Heinrich-Böll-Stiftung und der Landesstiftungen der Heinrich-Böll-Stiftung in NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland erstellt. </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 13:41:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DGB und DF: Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz umsetzen – Betreuungsgeld streichen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/dgb-und-df-rechtsanspruch-auf-betreuungsplatz-umsetzen-betreuungsgeld-streichen.html</link>
			<description>Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht den ab 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>DGB: Gegeneinander muss aufhören<br /></b>Bei der Finanzierung des Krippenausbaus werde derzeit auf allen Ebenen „Schwarzer Peter&quot; gespielt, kritisierte Sehrbrock gegenüber der <i>Saarbrücker Zeitung </i>am 24. Januar. „Dieses Gegeneinander muss aufhören.“ Es fehlten noch 230.000 neue Betreuungsplätze und 9.000 ErzieherInnen. Der Rechtsanspruch sei daher „noch nicht in Sack und Tüten“. Sehrbrock forderte die Bundesregierung auf, das ab 2013 geplante Betreuungsgeld zu streichen. Statt dessen müssten die veranschlagten zwei Milliarden Euro&nbsp;in den Krippenausbau investiert werden. </p>
<h6>DF: Rechtsanspruch darf nicht auf der Strecke bleiben</h6>
<p class="bodytext">Dieser Forderung schließt sich der Deutsche Frauenrat an. „Es wäre politisch unverantwortlich, wenn ein so sinnvolles Vorhaben wie der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren auf der Strecke bliebe wegen des Betreuungsgeldes. Es ist ein unsinniges Projekt, das bekanntlich von der gesellschaftlichen Mehrheit nicht getragen wird“, erklärte die Vorsitzende der Frauenlobby, Marlies Brouwers, in einer <a href="0deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/back/11/article/rechtsanspruch-auf-betreuungsplatz-darf-nicht-auf-der-strecke-bleiben.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="0" width="0" />Pressemitteilung</a> am 27. Januar.</p>
<h6>dbb: Betreuungsgeld stoppen</h6>
<p class="bodytext">Auch die dbb bundesfrauenvertretung fordert, die für das Betreuungsgeld eingeplanten Mittel in den Ausbau von Betreuungseinrichtungen zu stecken. „Die Bundesministerin wirkt unglaubwürdig, wenn sie in einem Satz von Wahlfreiheit spricht und gleich im zweiten den schleppenden Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder moniert“, kritisierte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, die Aussagen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Noch sei genügend Zeit, um das Betreuungsgeld zu stoppen, so Wildfeuer.</p>
<h6>Schröder: Betreuungsgeld-Gesetz kommt noch in diesem Jahr</h6>
<p class="bodytext">Am 25. Januar teilte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vor dem Familienausschuss mit, das Gesetz zur Einführung eines Betreuungsgeldes werde noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht. So sollen Eltern, die keinen Betreuungsplatz für ihr Kind in Anspruch nehmen, ab 2013 zunächst 100 Euro monatlich für das zweite Lebensjahr des Kindes erhalten, ab 2014 dann 150 Euro für das zweite und dritte Lebensjahr des Kindes. Das Vorhaben ist mit zwei Milliarden Euro jährlich veranschlagt. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren wird Bund, Länder und Gemeinden mit rund zwölf Milliarden Euro pro Jahr belasten.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 12:12:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz darf nicht auf der Strecke bleiben</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/article/rechtsanspruch-auf-betreuungsplatz-darf-nicht-auf-der-strecke-bleiben.html</link>
			<description>01/2012
Deutscher Frauenrat unterstützt DGB-Forderung nach Krippengipfel</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat begrüßt die Forderung des DGB, Bund, Länder und Kommunen auf einem „Krippengipfel“ zusammenzubringen, um dort die konkrete Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren voranzutreiben. Dieser soll von 2013 an gelten. </p>
<p class="bodytext">„Es wird höchste Zeit, dass sich die Verantwortlichen aller Ebenen zusammensetzen, wenn dieser Anspruch fristgerecht umgesetzt werden soll“, sagte die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Marlies Brouwers vor dem Hintergrund, dass derzeit immer noch 230.000 Betreuungsplätze und jährlich mindestens 9.000 ErzieherInnen fehlen, wie das Deutsche Jugendinstitut berechnet hat.</p>
<p class="bodytext">„Wenn Länder und Kommunen die finanzielle Last nicht stemmen können, dann muss der Bund seinen Anteil aufstocken, nämlich um die zwei Milliarden, die für das umstrittene Betreuungsgeld geplant sind. Es wäre politisch unverantwortlich, wenn ein so sinnvolles Vorhaben wie der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren auf der Strecke bliebe wegen des Betreuungsgeldes. Es ist ein unsinniges Projekt, das bekanntlich von der gesellschaftlichen Mehrheit nicht getragen wird“, so die Vorsitzende der Frauenlobby weiter.</p>
<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat hat sich in der Vergangenheit immer wieder gegen das Betreuungsgeld ausgesprochen. Er fordert stattdessen flächendeckend qualitativ hochwertige Kindertageseinrichtungen für alle Altersstufen, besonders aber für Kinder unter drei Jahren.</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldungen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 10:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erster Gleichstellungsbericht: Fortschritt für die Schublade? </title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/erster-gleichstellungsbericht-fortschritt-fuer-die-schublade-1.html</link>
			<description>In einem „Zukunftsdialog“ hat sich die SPD-Bundestagsfraktion am 24. Januar erneut mit dem Ersten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Viel Potenzial für die Schublade<br /></b>Der Erste Gleichstellungsbericht sei „ein Meilenstein“ und habe „viel Potenzial“, sagte Caren Marks, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, und beklagte, dass er „in der Schublade der Bundesfrauenministerin ein kümmerliches Dasein fristet“.</p>
<h6>Falsche Anreize durch den Staat</h6>
<p class="bodytext">Der Staat setze durch Ehegattensplitting, kostenlose Mitversicherung von Hausfrauen in der Krankenversicherung des Gatten, Betreuungsgeld und Minijobs falsche Anreize, stellte Barbara König, Geschäftsführerin des Zukunftsforum Familie, fest. „Die Kosten solcher Entscheidungen tragen am Ende die Frauen“, sagte Ute Klammer, die den Gleichstellungsbericht als Vorsitzende der zuständigen Sachverständigenkommission mitgeschrieben hat. </p>
<h6>Neue Rollenbilder lösen Ängste aus</h6>
<p class="bodytext">Das Geschlecht sei immer noch ein „Kriegsinstrument“, warf Astrid Hollmann, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, in die Debatte: „Wir brauchen neue Rollenvorbilder.“ Aber diese lösten Ängste aus, sagte sie und führte als Beleg ihre eigene Geschichte an. Ihre Mutter habe gewollt, dass sie Friseurin lernt; sie aber wollte unbedingt studieren und setzte sich durch: „Aber einfach war das nicht“, sagte die heute 42-Jährige. </p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_fishbowl.jpg.jpg" height="223" width="300" alt="" /><br /><font size="1">In der Fishbowl v.l.n.r.: Matthias Lindner, Bundesforum<br />Männer, Christel Humme, SPD-MdB, Astrid Hollmann,<br />Deutscher Frauenrat, Foto: Büro Christel Humme/MdB</font></p>
<h6>Männer werden zu wenig in den Blick genommen</h6>
<p class="bodytext">Als Vertreter des männlichen Geschlechts nahm Matthias Lindner, stellvertretender Vorsitzender des Bundesforums Männer, an der als „Fishbowl“ strukturierten Diskussionsrunde teil. Er kritisierte, dass der Gleichstellungsbericht vor allem Frauen in den Blick nehme. „Aber Entscheidungen von Frauen betreffen auch immer Männer“, sagte er. Entscheide sich eine Frau beispielsweise, wegen der Kinder zu Hause zu bleiben, werde der Mann in die Rolle des Familienernährers gedrängt, obwohl er das vielleicht gar nicht wolle. Die Vorsitzende der Sachverständigenkommission stimmte Lindner zu: Sie würde in einem nächsten Bericht dieser Art die Männerperspektive stärker mit aufnehmen. </p>
<h6>Arbeitsmarktpolitik braucht neue Anreize</h6>
<p class="bodytext">Einig waren sich alle DiskutantInnen, dass die Arbeitsmarktpolitik, die langfristig die Gleichstellungspolitik mitbestimmt, neue Anreize braucht: weg vom männlichen Modell der ständigen Verfügbarkeit hin zur „kleinen“ Vollzeit für alle mit etwa dreißig Wochenstunden. Die &quot;sittenwidrigen&quot; Minijobs gehörten abgeschafft und Mindestlöhne eingeführt. Für&nbsp;ebenso zwingend&nbsp;hält Christel Humme, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, die Beseitigung der geschlechtsspezifischen Lohnlücke: &quot;Hier muss es vor allem darum gehen, die versteckte, die mittelbare Diskriminierung aufzudecken. Und das geht nur mit Druck&quot;, so die Bundestagsabgeordnete. Die jetzige Rechtslage, die bereits Entgeltdiskriminierung aufgrund des Geschlechts verbiete, &quot;funktioniert nicht, weil wir weder Instrumente zur Kontrolle noch zur Sanktionierung haben.&quot;<br /><br />Das Gutachten der Sachverständigenkommission zum Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung fordert u.a. ein gemeinsames Leitbild der Wahlfreiheit für Frauen und Männer.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 15:01:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ungarn: EWL warnt vor Rückschlag für die Gleichberechtigung</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/ewl-warnt-vor-rueckschlag-fuer-die-gleichberechtigung-in-ungarn.html</link>
			<description>Die Rechtsentwicklung in Ungarn ist besorgniserregend. Angriffe auf die Medienfreiheit, auf die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die neue Verfassung definiert die Ehe als Vereinigung zwischen einer Frau und einem Mann; und ein neues Gesetz zum Schutz der Familie diskriminiert nicht nur gleichgeschlechtliche Paare sondern auch heterosexuelle, die nicht verheiratet sind – eine Lebensform, die in Ungarn inzwischen die Mehrheit ausmacht. Das hat schwerwiegende ökonomische Folgen, etwa hinsichtlich Versorgungsansprüchen&nbsp;oder Erbrecht. Das neue Familiengesetz hat den Status eines Grundrechtes, kann also zukünftig nur mit einer Zweidrittelmehrheit des Parlaments verändert werden.</p>
<h6>Family Mainstreaming statt Gender Mainstreaming</h6>
<p class="bodytext">„Gleichstellungspolitik wurde durch konservative Familienpolitik ersetzt, die auf Bevölkerungswachstum abzielt. Im öffentlichen Diskurs werden Gleichberechtigung und Familienfreundlichkeit als Widerspruch dargestellt, und das Family Mainstreaming hat das Gender Mainstreaming ersetzt.“ So heißt es in einem <a href="http://www.womenlobby.org/spip.php?article2977" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />aktuellen Bericht</a> der ungarischen Frauenlobby an die Europäische Frauenlobby (EWL). </p>
<h6>Recht auf Abtreibung bedroht</h6>
<p class="bodytext">Bereits im Frühjahr 2011 löste die neue ungarische Verfassung international Empörung aus, weil darin der Schutz des ungeborenen Lebens „vom Moment der Empfängnis” festgeschrieben wurde und damit das Recht auf Abtreibung in Gefahr brachte. Gleichzeitig startete die Regierung unter Ministerpäsident Viktor Orbán eine massive Anti-Abtreibungs- und Pro-Adoptionskampagne. Sie verwendete dafür EU-Gelder, die für das Gender Mainstreaming Training lokaler Verwaltungen bestimmt waren. Die EU-Kommission forderte die ungarischen Behörden daraufhin nachdrücklich auf, diese Kampagne zu stoppen. </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen: &nbsp;<br /></b><br /><a href="http://www.womenlobby.org/spip.php?article2977" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Bericht der ungarischen Frauenlobby an die EWL</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:56:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Walmart: Frauen ziehen erneut vor Gericht</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/walmart-frauen-ziehen-erneut-vor-gericht.html</link>
			<description>Eine Gruppe von Frauen im US-Bundesstaat Texas hat den Handelskonzern Walmart wegen Diskriminierung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Es ist das zweite Mal, dass auf regionaler Ebene gegen den Konzern geklagt wird. Im Oktober war eine Klage&nbsp;bei einem Bundesgericht in North Carolina eingegangen.</p>
<h6>RichterInnen halten Klage für überdimensioniert</h6>
<p class="bodytext">Das Oberste US-Gericht in Washington hatte bereits im Juni 2011 eine Diskriminierungsklage von 1,5 Millionen aktuellen und ehemaligen weiblichen Mitarbeiterinnen von Walmart abgelehnt. Damit wurde eine der größten Sammelklagen der US-Geschichte gestoppt. Die RichterInnen befanden damals, die Klage sei überdimensioniert. Der Schadensersatz hätte in die Milliarden gehen können.</p>
<p class="bodytext">Die Klägerinnen hätten keine ausreichenden Beweise für eine unternehmensweite diskriminierende Bezahlungs- und Beförderungspraxis erbracht, begründete das Gericht seine Entscheidung und vertrat die Auffassung, dass zu viele Frauen in zu unterschiedlichen Positionen bei Walmart beschäftigt seien, um die Vorwürfe in einem einzigen Gerichtsverfahren gemeinsam zu verhandeln.</p>
<h6>Historische Entscheidung zugunsten von Konzernen</h6>
<p class="bodytext">Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Juni 2011, die von US-amerikanischen Medien als historisch bezeichnet wurde, wird Auswirkungen auf Sammelklagen im Allgemeinen und Diskriminierungsklagen im Besonderen haben. Eine ganze Reihe von Konzernen sieht sich derzeit mit Vorwürfen konfrontiert, Frauen im Job zu benachteiligen. Entsprechend stark war die Unterstützung von Walmart von Unternehmensseite in diesem Fall.<br />&nbsp;<br />Auch der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer muss sich mit einer Klage von Mitarbeiterinnen in den USA auseinandersetzen. Mehrere Frauen beschuldigen Bayer, Männer bei der Bezahlung und Beförderung zu bevorzugen und überdies Schwangere und Mütter unter Druck zu setzen. Die Klägerinnen verlangen 100 Millionen Dollar als Wiedergutmachung. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hatte bereits 2010 in einem ähnlich gelagerten Fall in einem Vergleich 175 Millionen Dollar bezahlen müssen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:41:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Managerinnen-Barometer 2011: Männliche Monokultur ungebrochen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/managerinnen-barometer-2011-maennliche-monokultur-ungebrochen.html</link>
			<description>Die großen Unternehmen in Deutschland treten in Sachen Führungsfrauen auf der Stelle. Das belegt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Keinen nennenswerten Aufstieg von&nbsp;Managerinnen in Toppositionen konnten die DIW-Expertinnen Elke Holst und Julia Schimeta im Vergleich zum Vorjahr ausmachen. In den&nbsp;Vorständen der deutschen Top-200-Unternehmen waren Frauen auch 2011 wieder mit nur drei Prozent vertreten. &quot;Hier herrscht eine männliche Monokultur&quot;, so Holst. <br />&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />In den Aufsichtsräten stieg der Frauenanteil nur geringfügig von 10,6 Prozent im Vorjahr auf 11,9 Prozent. „Weiterhin sind aber mehr als zwei Drittel der Frauen in Aufsichtsräten Vertreterinnen der Arbeitnehmerschaft, die aufgrund von Mitbestimmungsregelungen in das Gremium gelangten“, betont Schimeta. Bei den im Fokus der Öffentlichkeit stehenden DAX-30-Unternehmen nahm der Frauenanteil 2011 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Punkte auf 3,7 Prozent zu. </p>
<h4>Überwältigende Männerdominanz&#8232;&#8232;</h4>
<p class="bodytext">Erstmals hat das DIW auch die Frauen in Spitzengremien der mittelgroßen (MDAX) und kleineren (SDAX) börsennotierten Unternehmen gezählt. Hier fällt der Frauenanteil ebenfalls&nbsp;sehr mäßig aus: Im vergangenen Jahr waren 2,3 Prozent der Vorstandsmitglieder der MDAX-Unternehmen Frauen, bei den SDAX-Vorständen immerhin 4,8 Prozent. „Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt bei den kleineren Unternehmen etwas höher als bei großen, insgesamt reden wir jedoch nur von minimalen Unterschieden. Die Männer-Dominanz ist auch hier überwältigend“, so Holst. </p>
<h6>Unternehmen mit Bundesbeteiligung schneiden besser ab</h6>
<p class="bodytext">Ebenfalls ins Visier nahm das DIW für sein Managerinnen-Barometer Unternehmen mit Bundesbeteiligung wie etwa die Deutsche Bahn AG, die KfW-Bankengruppe oder die Deutsche Telekom AG, aber auch kleine Unternehmen, wie die Bayreuther Festspiele GmbH. Hier sind Frauen in den Vorständen mit 8,2 Prozent und im Aufsichtsrat mit 17,7 Prozent vertreten. Weshalb in den Führungsgremien der Unternehmen mit Bundesbeteiligung mehr Frauen zu finden sind als in der reinen Privatwirtschaft, darüber kann das DIW nur Vermutungen anstellen: &quot;Mögliche Erklärungen dafür könnten Unterschiede in der Unternehmensgröße oder Effekte der funktionsgebundenen Gremienbesetzung sein. Die höheren Anteile könnten aber auch als Folgen der Gleichstellungsgesetzgebung im öffentlichen Dienst interpretiert werden&quot;, erklärt Schimeta. <br /><br />In seinem Managerinnen-Barometer beobachtet das DIW Trends bei der Besetzung von Spitzenpositionen in großen deutschen Unternehmen. Seit dem Jahr 2006 wertet das Wirtschaftsinstitut dazu einmal jährlich den Frauenanteil in den Vorständen und Aufsichtsräten der 200 größten deutschen Unternehmen sowie der größten Banken, Sparkassen und Versicherungen aus. Für die aktuelle Untersuchung wurden erstmals auch die DAX30-, MDAX-und SDAX-Unternehmen sowie die Beteiligungsunternehmen des Bundes einbezogen. <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 20:29:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Silikonskandal: Kassen tragen Kosten für Entfernung von Brustimplantaten</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/silikonskandal-kassen-tragen-kosten-fuer-entfernung-von-brustimplantaten.html</link>
			<description>Die Bundesregierung schließt Konsequenzen aus dem Skandal fehlerhafter Brustimplantate nicht aus....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Auch&nbsp;wurde die Frage eörtert, ob betroffene Frauen die Explantation selbst&nbsp;bezahlen müssten. Nach den Worten der Regierung <br />übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Entfernung von Brustimplantaten, sofern von diesen eine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Eine solche Gesundheitsgefährdung liegt nach Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bei den entsprechenden Produkten der französischen Firma Poly Implant Prothèse sowie des niederländischen Herstellers Rofil Medical vor. <br /><b><br />Schönheits-OP: Betroffene müssen mitbezahlen<br /></b>Ob die Kosten für die Implantatentnahme von den Kassen übernommen werden, soll nicht davon abhängen, ob die Implantation aus medizinischen Gründen oder als Schönheitsoperation durchgeführt worden war. Gleichwohl machte die Regierung deutlich, dass die Krankenkassen die Betroffenen nach dem Fünften Sozialgesetzbuch in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen haben, wenn die Implantation nicht aus medizinischen Gründen erfolgt ist.<br /><b><br />Je länger ein Implantat getragen wird, desto gefährlicher</b><br />Das BfArM bekräftigte vor dem Gesundheitsausschuss die Empfehlung, Brustimplantate der beiden Firmen aus Frankreich und den Niederlanden entfernen zu lassen - und zwar unabhängig davon, ob das Implantat offensichtlich beschädigt&nbsp;ist oder nicht. Auch bei intaktem Material könne Silikon ins Brustgewebe eindringen und zu erheblichen gesundheitlichen Gefährdungen führen, erläuterte das BfArM. Dabei gelte: Je länger ein solches Implantat getragen werde, desto größer sei die Gefahr. Das BfArM führte weiter aus, dass eine gesicherte Zahl der in Deutschland betroffenen Frauen nicht vor Mitte Februar vorliegen werde.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 20:58:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Dänische EU-Ratspräsidentschaft: Europa bei der Arbeit nicht ohne die Frauen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/daenische-eu-ratspraesidentschaft-europa-bei-der-arbeit-nicht-ohne-die-frauen.html</link>
			<description>Zum Jahresanfang hat Dänemark von Polen die EU-Ratspräsidentschaft übernommen - und in seinem...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Im&nbsp;Programm mit dem Titel&nbsp;<a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/16CE9F69FD5B45129BE258E4BE9650D3.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" />&quot;Europa bei der Arbeit&quot;</a> haben sich die DänInnen unter Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt für den Themenbereich Gleichstellung folgende Schwerpunkte gesetzt:</p>
<p class="bodytext"><b>Bericht zur Umsetzung der Pekinger Aktionsplattform in der EU<br /></b>Seit 1999 wertet die Europäische Union die Maßnahmen aus, die in den Mitgliedstaaten und den europäischen Institutionen ergriffen wurden, um die zwölf Bereiche der Pekinger Aktionsplattform umzusetzen. Die dänische Ratspräsidentschaft will sich dabei fokussieren auf das Thema &quot;Frauen und Umwelt&quot; und hierbei besonders auf &quot;Geschlecht und Klimawandel&quot;. Sie will hierfür in enger Zusammenarbeit mit dem europäischen Gleichstellungsinstitut EIGE einen Bericht über die Umsetzung der Empfehlungen der Aktionsplattform erstellen.</p>
<p class="bodytext"><b>Frauen als oberste Entscheidungsträgerinnen<br /></b>Auch wenn EU und Mitgliedstaaten durchaus Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt vorzuweisen hätten, gibt es aus Sicht der dänischen Ratspräsidentschaft noch Einiges anzupacken: So spiegle sich der steigende Frauenanteil bei Beschäftigung und Bildung nicht angemessen wider&nbsp;im Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten.&quot;Um das Ziel des integrativen Wachstums der Strategie EU2020 zu erreichen, muss darüber nachgedacht werden, wie Frauen als oberste Entscheidungsträgerinnen gefördert werden können&quot;, heißt es dazu auf der <a href="http://eu2012.dk/de" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Website der dänischen Ratspräsidentschaft</a>. </p>
<p class="bodytext">Unter anderem wollen die DänInnen während ihrer Ratspräsidentschaft eine Diskussion im „Rat Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz“ (EPSCO) anstoßen, deren Ergebnisse in den Lagebericht zu Frauen in europäischen Vorständen und Aufsichtsräten der Europäischen Kommission einfließen sollen. </p>
<p class="bodytext">Der Deutsche Juristinnenbund (djb) zeigt sich optimistisch: &quot;Europäische Kommission und dänische Präsidentschaft ziehen bezüglich des Ziels der Erhöhung des Anteils von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten an einem Strang,&quot; so djb-Präsidentin Ramona Pisal, &quot;weshalb ich zuversichtlich bin, dass in diesem Jahr ein Gesetzgebungsvorschlag präsentiert und mit dem notwendigen Nachdruck verhandelt wird.&quot; </p>
<p class="bodytext"><b></b></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 20:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DF: Erziehungszeiten bei der Rente besser anerkennen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/df-erziehungszeiten-bei-der-rente-besser-anerkennen.html</link>
			<description>Im Rahmen der aktuellen Rentendebatte fordert die Frauen-Union der CDU eine bessere Anerkennung von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Für&nbsp;alle Kinder, die ab 1992 geboren sind, gilt derzeit, dass die ersten drei Jahre nach der Geburt, in denen sich Eltern der Betreuung und Erziehung ihres Kindes widmen, als Beitragszeiten auf die spätere Rente angerechnet werden. Bei Geburten bis 1991 gilt dies nur für das erste Lebensjahr des Kindes. </p>
<p class="bodytext">Diese Regelung wird von vielen Frauenverbänden kritisiert, denn es sei „nicht nachvollziehbar“, heißt es in dem Schreiben der Frauenlobby an Kauder, dass für vor 1992 geborene Kinder lediglich ein Jahr Kindererziehungszeit in der Rente anerkannt werde, bei allen anderen aber drei Jahre. Der Deutsche Frauenrat fordert daher gleichwertige Anerkennung.</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:03:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Regenbogenfamilien: Bundesregierung prüft gemeinsame Adoption</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/regenbogenfamilien-bundesregierung-prueft-gemeinsame-adoption.html</link>
			<description>Ob verpartnerte Menschen das Adoptivkind ihres Partners/ihrer Partnerin ebenfalls adoptieren...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ihre Entscheidung will die&nbsp;Bundesregierung auch vom Ausgang zweier beim Bundesverfassungsgericht anhängiger Verfahren abhängig machen.</p>
<p class="bodytext">Gegenwärtig können LebenspartnerInnen ein Kind nicht gemeinsam adoptieren. Lediglich die sogenannte Stiefkindadoption ist ihnen möglich, vorausgesetzt es handelt sich um das leibliche Kind des Lebenspartners bzw. der Lebenspartnerin. Das &quot;Europäische Abkommen über die Adoption von Kindern&quot;&nbsp;vom Herbst 2008 überlässt den Staaten die Entscheidung, ob sie in einer stabilen Partnerschaft zusammenlebenden, homosexuellen Paaren die Adoption eines Kindes ermöglichen.</p>
<p class="bodytext">Manfred Bruns, Sprecher des LSVD, kann nicht fassen, &quot;dass die Bundesregierung sich nicht dazu durchringen kann, gleichgeschlechtliche Familien durch eine Aufhebung des Verbots&nbsp;der Kettenadoption zu stärken.&quot; Wie im Steuerrecht glänze die Regierung auch hier mit Untätigkeit und verweise auf anhängige Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.</p>
<h6>LSVD fordert Öffnung der Ehe</h6>
<p class="bodytext">Bruns sieht nur eine Möglichkeit: &quot;Die Öffnung der Ehe ist die logische und beste Lösung zur rechtlichen Gleichstellung&quot; - zumal die Bevölkerung schon längst die Lebenspartnerschaft als Homosexuellen-Ehe akzeptiere. Folgerichtig könne der Gesetzgeber auch getrost die Ehe durch eine Neufassung im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1353 BGB) öffnen. </p>
<p class="bodytext">Das Bundesverfassungsgericht hatte in zwei Entscheidungen vom 7. Juli 2009 und vom 21. Juli 2010 deutlich gemacht, dass&nbsp;eingetragene LebenspartnerInnen wie Ehegatten in einer auf Dauer angelegten, rechtlich verfestigten Partnerschaft lebten, die genauso eine gegenseitige Unterhalts- und Einstandspflicht begründe. Die Privilegierung der Ehe liege demnach in der auf Dauer übernommenen, auch rechtlich verbindlichen Verantwortung für den/die PartnerIn. In diesem Punkt unterscheiden sich nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts eingetragene Lebenspartnerschaft und Ehe nicht. </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/082/1708248.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Antwort der Bundesregierung&nbsp; </a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 18:59:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kommunalpolitik: Migrantinnen mischen in den Räten mit</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/kommunalpolitik-migrantinnen-mischen-in-den-raeten-mit.html</link>
			<description>Wenn es um die Repräsentanz von MigrantInnen in der kommunalen Politik geht, ist Deutschland ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Laut Studie stellen MigrantInnen vier Prozent der Stadt- oder Gemeinderatsmitglieder in deutschen Großstädten. Angesichts der Tatsache, dass sie&nbsp;dort bereits bis zu ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, könne von gelungener Integration noch lange keine Rede sein, so die AutorInnen. <br /><br />Allerdings zeigt die Untersuchung auch: In den Reihen der migrantischen Ratsmitglieder ist der Anteil von Frauen (40 %) höher als der unter&nbsp;nichtmigrantischen Ratsmitgliedern (33 %).&nbsp;&quot;Darstellungen der Frauen als besonders schlecht integriert werden hier widerlegt. Im Gegenteil ergreifen Migrantinnen die Chance zur Übernahme politischer Verantwortung“, heißt es dazu in der Studie.<br /><br /><b>Migrationspolitik eher nachrangig</b><br />Für Migrantinnen in den Räten ist das eigene politische Engagement seltener als für ihre Ratskollegen mit Migrationshintergrund vom Bedürfnis bestimmt, etwas fu&#776;r MigrantInnen erreichen zu wollen (28% der Frauen,&nbsp;44% der Ma&#776;nner). Und nur knapp&nbsp;jede dritte Migrantin ist parallel zur Ratsta&#776;tigkeit in einer MigrantInnenorganisationen engagiert – aber mehr als die Hälfte der Migranten. <br /><br /><b>Das Gros ist erwerbstätig<br /></b>Als Kommunalpolitikerinnen&nbsp;fühlen sich die befragten Frauen mit Migrationshintergrund nicht weniger akzeptiert als die Ma&#776;nner. Allerdings berichten sie häufiger als ihre Ratskollegen von Problemen, das politische Mandat mit einer Ausbildung oder dem Beruf zu vereinbaren (44% der Frauen, 35% der Ma&#776;nner). Die Mehrheit der weiblichen Ratsmitglieder mit Migrationshintergrund ist erwerbsta&#776;tig, nur jede zwanzigste kümmert sich ausschließlich um die Familie.</p>
<p class="bodytext">Die Studie <a href="http://www.boell.de/downloads/2011-12-Vielfalt_sucht_Rat.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />„Vielfalt sucht Rat. Ratsmitglieder mit Migrationshintergrund in deutschen Großstädten“</a> wurde im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung vom Göttinger Max-Planck-Institut erstellt. </p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 22:50:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Terre des Femmes: RTL II macht Frauen zur Ware</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/rtl-ii-macht-frau-zur-ware.html</link>
			<description>Elvis sucht eine Frau, &quot;die sollte sportlich und schön sein, aber vor allem gut kochen und putzen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Denn&nbsp;die Sendung, die&nbsp;den Untertitel &quot;das Geschäft mit der Liebe&quot; trägt, habe einen üblen Beigeschmack nach dem Motto &quot;Ware Frau&quot;, so&nbsp;TdF.&nbsp;Die Frauenrechtsorganisation hat sich deshalb in einer <a href="http://frauenrechte.de/online/index.php/themen/frauenhandel/aktuelles/842-frauenverachtende-dokusoap-bei-rtl-ii-terre-des-femmes-fordert-traumfrau-gesucht-nicht-auszustrahlen.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Protestmail</a> an den Sender RTL II&nbsp;gewandt mit der Aufforderung, die Sendung nicht auszustrahlen. </p>
<p class="bodytext">Für die Frauen&nbsp;sei die &quot;Mann-kauft-Frau-im-Ausland&quot;-Show in erster Linie mit der Hoffnung auf ein wirtschaftlich besser gestelltes Leben verknüpft. Den Männern biete ein solches Arrangement aufgrund der schlechten rechtlichen Situation der zugereisten Frauen in Deutschland quasi ein dreijähriges Rückgaberecht&quot;, heißt es in der Begründung für den Protest. </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen</b></p>
<p class="bodytext">Protestmails können geschickt werden an: <a href="http://unterhaltung@rtl2.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />unterhaltung@rtl2.de</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 11:43:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>BAGSO: Solidarische Rentenversicherung muss mehr sein als Grundsicherung</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/bagso-solidarische-rentenversicherung-muss-mehr-sein-als-grundsicherung.html</link>
			<description>Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) hat in einem Grundsatzpapier die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ausgangslage für das <a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-1/BAGSO_Positionspapier_Alterssicherungspolitik_2012.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" />Grundsatzpapier</a> sind die Auswirkungen der im Jahr 2001 beschlossenen Rentenreform: So haben die Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) innerhalb von zehn Jahren einen Kaufkraftverlust von acht Prozent erlitten. Die Erwerbsminderungsrenten sind sogar nominal gesunken. Die Zahl der LeistungsbezieherInnen von Grundsicherung im Alter ist zwischen 2003 und 2010 um sechzig Prozent gestiegen.</p>
<h6>Lebensstandard von RentnerInnen auch morgen sichern</h6>
<p class="bodytext">Am Ende der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung werde einE DurchschnittsverdienerIn nach 35 Beitragsjahren einen gesetzlichen Rentenanspruch haben, der kaum über der Grundsicherung liege, warnt die BAGSO. Da betriebliche und private Alterssicherungssysteme nicht für alle Beschäftigten zugänglich bzw. erschwinglich seien, könnten sie nur eine ergänzende Funktion haben. Und selbst dort, wo sie genutzt würden, könnten sie die in der GRV entstehenden Lücken nicht vollständig schließen. </p>
<p class="bodytext">Kernforderung der BAGSO ist, die Lebensstandardsicherung für die Rentnerinnen und Rentner von heute und morgen wieder in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. „Die solidarische Rentenversicherung muss auch in Zukunft mehr sein als eine Armut vermeidende Grundsicherung. Nur wenn die Rentenleistungen nach einem erfüllten Arbeitsleben deutlich oberhalb des Grundsicherungsniveaus liegen, behält die gesetzliche Rentenversicherung ihre Legitimation“, so die Vorsitzende der BAGSO und ehemalige Bundesfamilienministerin Prof. Dr. Ursula Lehr.<br /><br />Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen vertritt 109 Mitgliedsverbände in Deutschland, darunter auch den Deutschen Frauenrat.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="0fileadmin/user_upload/infopool/informationen/dateien/2012-1/BAGSO_Positionspapier_Alterssicherungspolitik_2012.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_self" class="download" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/download.gif" alt="Leitet Herunterladen der Datei ein" height="1" width="1" />Lebensleistung anerkennen – Altersarmut vermeiden<br /></a>Leitlinien für eine Alterssicherung, die die soziale Balance zwischen den Generationen und innerhalb der Generationen sucht. (PDF, 186 KB)<br /><a href="http://www.bagso.de/" target="_self" >www.bagso.de</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 11:39:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>UN ruft Weltmädchentag aus</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/un-ruft-weltmaedchentag-aus.html</link>
			<description>Die Vereinten Nationen haben den 11. Oktober zum &quot;International Day of the Girl Child&quot; erklärt. Mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Initiative für diesen Tag geht auf das Kinderhilfswerk Plan International zurück, das vor mehr als acht Jahren die&nbsp;Kampagne &quot;Because I am a Girl&quot; ausgerufen hatte.&nbsp;&quot;Die Welt braucht starke junge Frauen, wenn Armut nachhaltig bekämpft werden soll&quot;,&nbsp;so Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan Deutschland. &quot;Doch damit Mädchen ihre Rechte wahrnehmen können, brauchen sie die Unterstützung der Weltgemeinschaft.&quot; </p>
<p class="bodytext">Am 21. September 2011 hatte der <a href="0deutsch/infopool/informationen/informationdetail/browse/2/back/7/jahres_archiv/2012/article/fraktionsuebergreifende-initiative-fuer-un-weltmaedchentag/m%E4dchen.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Deutsche Bundestag </a>fraktionsübergreifend die Bundesregierung aufgefordert, sich bei den Vereinten Nationen für einen UN-Mädchentag einzusetzen. </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.plan-deutschland.de/news/article/die-geschichte-zum-maedchentag/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Zur Geschichte des Weltmädchentages</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 18:49:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kein Trend zu mehr Führungsfrauen in staatlichen Unternehmen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/kein-trend-zu-mehr-fuehrungsfrauen-in-staatlichen-unternehmen-erkennbar.html</link>
			<description>Nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch in öffentlichen Unternehmen sind Frauen in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Für die Studie haben die Autoren Ulf Papenfuß und Matthias Schrader insgesamt 320 staatliche Unternehmen der 16 Landeshauptstädte und des Bundes unter die Lupe genommen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;<b><br />Kein Anstieg in den Geschäftsleitungen erkennbar</b><br />In den Vorständen und Geschäftsleitungen staatlicher Unternehmen zeigt der Städtevergleich: Im Durchschnitt betrug hier im Jahr 2009 der Frauenanteil 19,5 Prozent - und liegt damit deutlich über dem Wert in der Privatwirtschaft (Vorstände 3,6%). Gleichwohl werden auch im öffentlichen Sektor längst nicht die derzeit für die Privatwirtschaft diskutierten Quoten von 30 bzw. 40 Prozent erreicht. Und wie&nbsp;in der Privatwirtschaft ist auch in den öffentlichen Unternehmen im Vergleich zu den Vorjahren kein Anstieg zu verzeichnen; im Gegenteil ist der Frauenanteil in den obersten Führungsgremien seit 2008 leicht gesunken. </p>
<p class="bodytext"><b>Hauptstädteranking: Berlin bei den Geschäftsleitungen Schlusslicht</b><br />Im Großstädtevergleich unterscheiden sich die&nbsp;Frauenquoten teilweise erheblich voneinander. Während in Berlin nicht mal jede zehnte Geschäftsleitung in einem staatlichen Unternehmen mit einer Frau besetzt ist, trifft dies in Hamburg auf jede siebte Position, in München auf jede dritte und in Düsseldorf auf jede zweite zu. </p>
<p class="bodytext">Bei den Aufsichtsräten öffentlicher Unternehmen liegt der Anteil von Frauen im Gesamtschnitt der Städte bei rund 28 Prozent. Damit werden die analogen Werte in der Privatwirtschaft (11,8%) ebenfalls deutlich überschritten. Doch auch hier gilt: Eine Geschlechterquote von 40 Prozent, wie sie etwa Norwegen für seine Aufsichtsratsgremien vorschreibt, wird auch hier bei Weitem nicht erreicht.</p>
<p class="bodytext"><b>Bund hinkt Städten hinterher</b><br />Auch hier zeigt sich im&nbsp;Vergleich der 16 Landeshauptstädte&nbsp;eine deutliche Spreizung: Während in Magdeburg 15 Prozent der Gremienmitglieder Frauen sind, können Bremen (23 Prozent), Hamburg (26 Prozent) und München (35 Prozent) mit höheren Quoten aufwarten. Berlin ist bei den Aufsichtsratgremien der öffentlichen Unternehmen mit einer Frauenquote von fast 43 Prozent der absoluten Spitzenreiter. Als auffallend niedrig erwiesen sich bei vergleichender Betrachtung auch die Werte des Bundes (18%). <br />&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Die&nbsp;viel diskutierte&nbsp;Geschlechterquote von 40 Prozent wird in öffentlichen Unternehmen nur in Berlin erreicht. In Hamburg weist nur knapp jeder zehnte Aufsichtsrat eine Frauenquote von über 40 Prozent auf. In München sind dagegen in fast jedem zweiten Aufsichtsrat über 40 Prozent Frauen vertreten. </p>
<p class="bodytext">&quot;Börsennotierte Unternehmen werden in Deutschland von der Wissenschaft sehr umfassend und detailliert untersucht. Mit Blick auf die gesellschaftliche Relevanz verdienen öffentliche Unternehmen mehr empirische Forschung zur Unterstützung der Praxis&quot;, erläuterte Papenfuß, Mitautor der neuen Studie,&nbsp;und kündigte an, dass die Längsschnittuntersuchung langfristig fortgesetzt und erweitert werden soll. <br /><b><br />Weitere Informationen:</b><br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />Ulf Papenfuß/Matthias Schrader: <br /><a href="http://www.hsu-hh.de/verwwiss/index_AwQNqvvXtc13mxqk.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" height="10" width="14" />Frauen in Top-Gremien öffentlicher Unternehmen</a> -&nbsp; Ergebnisse der ersten repräsentativen Längsschnittstudie, in: Zeitschrift für Corporate Governance, Heft 6/2011, S.258-263</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 19:59:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Telekom will Beruf und Pflege vereinbaren</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/telekom-will-beruf-und-pflege-vereinbaren.html</link>
			<description>Als eines der ersten Unternehmen hat die Deutsche Telekom angekündigt, ihren Beschäftigten das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dieses&nbsp;sieht vor, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden reduzieren können, wenn sie eine/n Angehörige/n pflegen. Wird die Arbeitszeit wegen Pflege beispielsweise auf 50 Prozent reduziert, erhalten die Beschäftigten weiterhin 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Zum Ausgleich müssen sie später wieder voll arbeiten, bekommen in diesem Fall aber weiterhin nur 75 Prozent des Gehalts - so lange, bis das Zeitkonto&nbsp;ausgeglichen ist.<br /><b><br />Viel Kritik am neuen Gesetz<br /></b>Doch so hehr der Anspruch des Gesetzes&nbsp;aus dem Hause von Bundesministerin Kristina Schröder (CDU) auch ist - es hagelte Kritik von allen Seiten insbesondere wegen des fehlenden Rechtsanspruchs. Auch der Deutsche Frauenrat hatte in einer&nbsp;<a href="0deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/back/7/jahres_archiv/2012/article/familienpflegezeitgesetz-rechtsanspruch-oder-ablehnung/familienpflegezeit.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />gemeinsamen Erklärung</a> mit anderen Verbänden&nbsp;beanstandet: &quot;Ohne einen Rechtsanspruch sind weder Beginn noch Ende der Familienpflegezeit ordentlich geregelt&quot;. Alle zu treffenden Vereinbarungen müssten in einer vom Gesetzgeber nicht näher definierten Übereinkunft zwischen ArbeitgebeInnen und ArbeitnehmerInnen ausgehandelt werden. </p>
<p class="bodytext"><b>DF: Besser kein Gesetz als ein so schlechtes<br /></b>Auch den fehlenden Kündigungsschutz zum Zeitpunkt der Beantragung sowie die private Zusatzversicherung der Beschäftigten für den Fall ihres Todes hatte der Deutsche Frauenrat kritisiert. Das vorliegende Familienpflegezeitgesetz gehe ausschließlich zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und sei für die Pflegebedürftigen nicht hilfreich, urteilte die Frauenlobby - und befand: &quot;Besser kein Gesetz als ein so schlechtes!&quot;</p>
<p class="bodytext"><b>Telekom: Vereinbarkeit ist Ausdruck einer guten Unternehmenskultur<br /></b>Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Deutschen Telekom, sieht in der neuen Familienpflegzeit dennoch ein Instrument, um Arbeitszeiten individueller und flexibler zu gestalten. &quot;Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist bei uns kein Lippenbekenntnis, sie ist Ausdruck einer guten Unternehmenskultur - nicht nur bei Elternzeit, sondern jetzt auch bei Pflege.&quot;<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 18:55:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Berliner Erklärung soll Quote auf die Sprünge helfen</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/berliner-erklaerung-soll-gesetzlicher-quote-auf-die-spruenge-helfen.html</link>
			<description>Innerhalb weniger Tage haben mehr als 5.000 Frauen und Männer die sogenannte Berliner Erklärung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Petition, die am 15. Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, geht auf eine fraktionsübergreifende und gesellschaftliche Initiative zurück. Die Unterschriften sollen im Frühjahr Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben werden.</p>
<p class="bodytext"><b>Quote, Fristen und empfindliche Sanktionen<br /></b>Parlamentarierinnen aller Bundestagsfraktionen und mehrere Frauenverbände – Business and Professional Women (BPW), Deutscher Juristinnenbund (djb), Deutscher LandFrauenverband (dlv), European Women‘s Management Development (EWMD), Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) – hatten die Berliner Erklärung angestoßen. Auch prominente Frauen aus Wirtschaft und Gesellschaft haben die Erklärung bereits unterschrieben. Sie alle wollen Chancengleichheit von Frauen und Männern in Spitzenpositionen der Wirtschaft mit gesetzlichen Vorgaben erreichen. „Deshalb treten wir in einem ersten Schritt für eine Quote bei den Aufsichtsräten der börsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und öffentlichen Unternehmen ein, die zunächst 30 Prozent betragen soll“, heißt es in der Berliner Erklärung. Flankierend wollen die Initiatorinnen „Fristen und empfindliche Sanktionen regeln“.</p>
<h6>DF: Wo bleiben die GesetzgeberInnen?</h6>
<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat fühlt sich durch die Petition darin bestätigt, „dass wir nur mit gesetzlichen Regelungen weiterkommen und uns nicht länger mit freiwilligen Selbstverpflichtungen aufhalten können“. Die Quote sei noch nie so mehrheitsfähig wie heute gewesen. „Wo bleiben also die GesetzgeberInnen? Wann trauen sie sich endlich, diesem Willen auch rechtlichen Ausdruck zu verleihen?“, so die Vorsitzende der Frauenlobby, Marlies Brouwers, die ebenfalls zu den ErstunterzeichnerInnen der Berliner Erklärung gehört.</p>
<h6>BAG: 30 Prozent sind halbherzig</h6>
<p class="bodytext">Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros (BAG) ist der Überzeugung, dass ein namentliches Bekenntnis zur Quote nicht reicht. „Jetzt müssen den Worten auch Taten folgen. Jetzt dürfen sich die unterzeichnenden Abgeordneten einer parlamentarischen Initiative nicht länger aus Fraktionsdisziplin verweigern.“ </p>
<p class="bodytext">Die 30-Prozent-Quote hält die BAG darüber hinaus für „halbherzig“ und „wenig nachvollziehbar“. Sie könne nur ein erster Schritt sein. „Ziel ist die Parität. Ziel ist eine gesetzliche Quote auch für die Vorstände“, heißt es in einer Erklärung der BAG. Positiv werten die BAG-Bundessprecherinnen, dass die UnterzeichnerInnen flankierende Maßnahmen und Sanktionen für erforderlich halten, falls die Quote nicht erreicht wird; sie bedauern allerdings auch, dass mögliche Sanktionen in der Berliner Erklärung nicht genannt werden.</p>
<h6>Gemeinsame parlamentarische Initiative ist ungewiss</h6>
<p class="bodytext">Dass sich&nbsp;alle sechs Parteien auf eine gemeinsame parlamentarische Initiative einigen werden, ist ungewiss. Die frauenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Nicole Bracht-Bendt, teilte erneut mit, ihre Fraktion lehne eine starre Quote als unverhältnismäßig ab und setze auf den Willen der Wirtschaft, „sich ein frauenfreundliches Image zu geben“. Bündnisgrüne hatten erst kürzlich einen Gesetzentwurf für eine 40-Prozent-Quote in Aufsichtsräten in den Bundestag eingebracht, der jedoch nicht die erforderliche Mehrheit durch Zustimmung aus den Reihen der Koalitionsparteien fand. Auch die SPD-Fraktion pocht weiter auf eine 40-Prozent-Quote in Aufsichtsräten und Vorständen der deutschen Wirtschaft und kündigte zeitnah einen eignen Gesetzentwurf an. </p>
<h6>Von der Leyen: Ein neuer Gedanke wird zuerst verlacht, dann bekämpft, bis er irgendwann als selbstverständlich gilt</h6>
<p class="bodytext">Zu den ErstunterzeichnerInnen der Berliner Erklärung gehört auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die anders als ihre Kabinettskollegin Schröder (CDU) eine freiwillige Lösung nicht für ausreichend hält. „Was die Zukunft der Frauenquote angeht, halte ich es mit Schopenhauer“, sagte von der Leyen der Online-Ausgabe der <i>Financial Times Deutschland</i>: „Ein neuer Gedanke wird zuerst verlacht, dann bekämpft, bis er irgendwann als selbstverständlich gilt.“<br /><br />Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) bleibt indes bei ihrer Ablehnung einer gesetzlichen Quote. Sie drängt stattdessen auf eine gesetzliche Regelung der von ihr bevorzugten freiwillig vereinbarten „Flexiquote“ für Unternehmen. </p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:<br /></b><br />Die Berliner Erklärung kann im Internet unterschrieben werden:&nbsp; <a href="http://www.berlinererklaerung.de/" target="_self" >www.berlinererklaerung.de</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 19:43:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kindesmissbrauch: Neuer Beauftragter stellt Arbeitsplan vor</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/kindesmissbrauch-neuer-regierungsbeauftragter-stellt-arbeitsplan-vor.html</link>
			<description>Der neue Regierungsbeauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ende November hatte der Runde Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ seinen Abschlussbericht vorgestellt und unter anderem beschlossen, Missbrauchsopfer künftig mit 100 Millionen Euro unterstützen zu wollen – zur Hälfte soll der Bund zahlen, zur Hälfte die Länder, Kommunen und Institutionen. </p>
<p class="bodytext"><b>Monitoring für Umsetzungsprozess<br /></b>Die wichtigste Aufgabe, so&nbsp;Rörig,&nbsp;sei jetzt die konsequente Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches. In den kommenden 24 Monaten mu&#776;sse sich zeigen, ob der Wille der verantwortlichen AkteurInnen vorhanden sei, den Umsetzungsprozess in Gang zu bringen. Ro&#776;rig will hierfu&#776;r ein Monitoring mit bundesweiten Befragungen durchführen. Erste Ergebnisse sollen im Herbst/Winter 2012 vorgestellt werden, wenn der Runde Tisch nochmals zusammenkommt, um die bisherigen Ergebnisse und weitere Fragen zu diskutieren.</p>
<p class="bodytext"><b>Niedrigschwellige und zeitnahe Hilfen für Betroffene</b><br />&quot;Mein Ziel ist es&quot;, sagte der neue Beauftragte, &quot;den Schutz fu&#776;r Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu verbessern und dazu beizutragen, dass Betroffenen zeitnah die Hilfen zur Verfu&#776;gung gestellt werden, die sie zur Bewa&#776;ltigung des Erlebten beno&#776;tigen.&quot; Zu diesem Zweck plant Rörig unter anderem ein zentrales Hilfeportal im Internet, das schon im Herbst nächsten Jahres starten soll. Auf der Website sollen sich Betroffene und Interessierte aller Altersgruppen informieren, Hilfe in Anspruch&nbsp;nehmen und in Kontakt&nbsp;treten können. In den Aufbau und die Pflege des Hilfeportals will der Regierungsbeauftragte auch Beratungsstellen, PsychotherapeutInnen und Opferanwa&#776;ltInnen einbinden.</p>
<p class="bodytext">Rörig war Unterabteilungsleiter in der Kinder- und Jugendabteilung des&nbsp;Bundesfamilienministeriums und begleitete schon als Büroleiter der damaligen Bundesministerin Christine Bergmann verschiedene Anti-Gewalt-Initiativen. Auch im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik kann der zweifache Familienvater auf&nbsp;viel Erfahrung zurückgreifen. So war Rörig unter anderem befasst mit dem Bundeskinderschutzgesetz, mit dem Aktionsplan 2011 der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung sowie mit der Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendplans des Bundes.<br /><br />Der neue Beauftragte wird seine Tätigkeit unabhängig ausüben; er ist nicht weisungsgebunden und untersteht keiner Fachaufsicht. <br /><br /><b>Weitere Informationen:<br /></b><br /><a href="http://www.beauftragter-missbrauch.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />www.beauftragter-missbrauch.de<br /></a><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 20:56:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Im Westen nichts Neues: Berufsrückkehrerinnen bevorzugen Teilzeit</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/im-westen-nichts-neues-berufsrueckkehrerinnen-bevorzugen-teilzeit.html</link>
			<description>Berufsrückkehrerinnen in Ostdeutschland wollen überwiegend in Vollzeit arbeiten, in Westdeutschland...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach Angaben des IAB bevorzugen 72 Prozent der Berufsrückkehrerinnen in Westdeutschland eine Teilzeitstelle, in Ostdeutschland hingegen nur jede fünfte. Wesentlich gefragter sind in Ostdeutschland dagegen Vollzeitjobs: Während 81 Prozent der Berufsrückkehrerinnen sich einen Vollzeitarbeitsplatz wünschen, trifft dies nur auf jede dritte Frau in Westdeutschland zu.</p>
<p class="bodytext"><b>Betreuungsquote für Einjährige in Ostdeutschland mehr als dreimal so hoch<br /></b>Die IAB-Autorinnen führen die unterschiedliche Erwerbsneigung zurück auf das Kinderbetreuungsangebot in den neuen und alten Bundesländern. Tatsächlich finden Eltern in Westdeutschland nur schwer einen Betreuungsplatz für ihre Kinder: Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes lag beispielsweise in Ostdeutschland die Betreuungsquote der einjährigen Kinder mit fast 61 Prozent mehr als dreimal so hoch wie in&nbsp;westdeutschen Kreisen (18 Prozent). </p>
<p class="bodytext">Neben der unterschiedlichen Betreuungsinfrastruktur in den neuen und alten Bundesländern spiele aber auch die schon zu DDR-Zeiten deutlich ausgeprägte positive Einstellung zur Erwerbstätigkeit von Müttern eine Rolle. Nicht zuletzt führten auch ökonomische Gründe zur erhöhten Erwerbsneigung von Frauen in den neuen Bundesländern, sind die IAB-Forscherinnen überzeugt. Hier könne mit einer Teilzeitstelle die Versorgung der Familie oft nicht gewährleistet werden; zudem sei das Arbeitslosigkeitsrisiko der Männer höher als in den alten Bundesländern.<br /><b><br />Frauen in der stillen Reserve vom Ehemann abgesichert</b><br />Zusätzlich zu den arbeitsuchend gemeldeten Berufsrückkehrerinnen sieht das IAB noch großes Potenzial an Personen, die zur Arbeitsaufnahme bereit wären, sich aber nicht arbeitsuchend gemeldet haben: die sogenannte stille Reserve. Im Vergleich zu den Frauen in der stillen Reserve sind die gemeldeten Berufsrückkehrerinnen jünger, öfter alleinerziehend und müssen häufiger zur Sicherung des Familieneinkommens beitragen.&nbsp;Frauen in der stillen Reserve seien dagegen eher vom Ehemann finanziell abgesichert.</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Informationen:</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb2311.pdf" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />Die IAB-Studie im Internet</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 17:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Quote ist mehrheitsfähig – wo bleiben die GesetzgeberInnen?</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/presse/pressemeldungen/pressemeldung/article/die-quote-ist-mehrheitsfaehig-wo-bleiben-die-gesetzgeberinnen.html</link>
			<description>18/2011
Deutscher Frauenrat zur Berliner Erklärung</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Deutsche Frauenrat gehört zu den ErstunterzeichnerInnen der heute veröffentlichten „Berliner Erklärung“. Darin fordert ein überparteiliches und breites gesellschaftliches Bündnis eine gesetzliche Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent für die Aufsichtsräte börsennotierter, mitbestimmungspflichtiger und öffentlicher Unternehmen. Dies sei das erste Ziel, um die verfassungsmäßig gebotene gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männer endlich umzusetzen, heißt es in der Erklärung.</p>
<p class="bodytext">Dazu sagte Marlies Brouwers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates: „Als frühe Verfechterinnen der Quote fühlen wir uns bestätigt, dass wir nur mit gesetzlichen Regelungen weiterkommen und uns nicht länger mit freiwilligen Selbstverpflichtungen aufhalten können. Diese Erkenntnis hat inzwischen Partei- und Fraktionsgrenzen überwunden. Die Quote war noch nie so mehrheitsfähig wie heute. Wo bleiben also die GesetzgeberInnen? Wann trauen sie sich endlich, diesem Willen auch rechtlichen Ausdruck zu verleihen?“</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldungen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 12:58:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Helene Weber-Preis 2011: Mehr Frauen in die Kommunalpolitik</title>
			<link>http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/-88728fd013.html</link>
			<description>Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) hat am 7. Dezember in Berlin 15...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Preisträgerinnen stünden stellvertretend für alle Frauen, die mit großem Engagement und neuen Ideen in der Kommunalpolitik aktiv seien und sich für ihre Stadt und ihre Region einsetzten, sagte Schröder und fügte an: „Noch gibt es zu wenige Frauen, die in der Politik mitmischen, aber das wollen wir nicht zuletzt mit dem Helene Weber-Preis und der damit verbundenen Anerkennung ändern.&quot;<br /><br />Mit der zweiten Verleihung des bundesweiten Helene Weber-Preises startet zugleich das Helene Weber-Kolleg: In dem vom Bundesfrauenministerium geförderten Mentoring- und Aktionsprogramm geben die 30 bisherigen Preisträgerinnen ihre Erfahrungen an Frauen weiter, die sich heute oder zukünftig in der Kommunalpolitik engagieren.</p>
<p class="bodytext">Der Helene Weber-Preis wird seit 2009 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verliehen. Eine hochrangig besetzte Jury, darunter auch die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Marlies Brouwers, wählt die Preisträgerinnen aus.</p>
<p class="bodytext"><hr><p><br /><b>Die Preisträgerinnen 2011:</b><br /><br /><b>Hauptpreis:</b> Dr. Sylvie Nantcha, Freiburg i. Br. (Baden-Württemberg)<br /><br /><b>Die weiteren Preisträgerinnen:</b></p></p><ul><li>Zeliha Aykanat, Nordenham (Niedersachsen)</li><li>Maria Beck, Priesendorf (Bayern)</li><li>Petra Budke, Dallgow-Döberitz (Brandenburg)</li><li>Ute Chlechowitz, Uelzen (Niedersachsen)</li><li>Elke Cordes, Soltau (Niedersachsen)</li><li>Marlies Ehbrecht, Hannover Vahrenwald-List (Niedersachsen)</li><li>Hillgriet Eilers, Emden (Niedersachsen)</li><li>Dr. Julia Frank, Lorch (Baden-Württemberg)</li><li>Barbara Haimerl, Gemeinde Wald, Landkreis Cham (Bayern)</li><li>Susanne Herweg, Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern)</li><li>Gundela Knäbe, Gemeinde Zirkow auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern)</li><li>Anja Reinalter, Stadt Laupheim (Baden-Württemberg)</li><li>Josefa Schmid, Gemeinde Kollnburg / Landkreis Regen (Bayern)</li><li>Ulla Thönnissen, Städteregion Aachen (Nordrhein-Westfalen)</li></ul><p class="bodytext"><br /><b>Weitere Informationen: </b></p><p><a href="http://www.helene-weber-preis.de/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_self" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/external_link_new_window.gif" alt="Öffnet externen Link in neuem Fenster" />www.helene-weber-preis.de<br /></a></p>]]></content:encoded>
			<category>Informationen</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 21:21:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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