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Die Ware Mensch: Menschenhandel in Europa

Schloss mit Kette

Foto: banspy, CC BY, Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz

In der EU steigt die Zahl der Opfer von Menschenhandel, während die Zahl der Verurteilungen von MenschenhändlerInnen sinkt. Was sind die Ursachen? Und warum ist die 2011 verabschiedete EU-Richtlinie gegen Menschenhandel und zum Schutz der Opfer noch nicht vollständig umgesetzt? Darüber informiert eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Frauenrates und der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland am 12. September.

In der Europäischen Union werden immer mehr Menschen Opfer eines offensichtlich lukrativen Geschäftszweiges: dem Handel mit der Ware Mensch zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, der Zwangsarbeit oder anderer Straftaten wie etwa der Organentnahme oder des Verkaufs von Kindern. Bei den Opfern handelt es sich überwiegend um Frauen. Ein im Jahr 2013 veröffentlichter Bericht der Europäischen Kommission zeigte erschreckende Zahlen: Zwischen 2008 und 2010 stieg die Zahl der Opfer innerhalb der EU um 18 Prozent, während die Zahl der Verurteilungen der MenschenhändlerInnen im gleichen Zeitraum um 13 Prozent sank.

Abwehrmaßnahmen EU-weit schleppend
Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Europäische Union bereits im April 2011 eine Richtlinie verabschiedet zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer. Diese verpflichtet die Mitgliedstaaten zu Maßnahmen in den zwei großen Bereichen Opferrechte und Opferschutz sowie Strafverfolgung.

Der Prozess der Umsetzung der Richtlinie ist trotz Fristablauf im April 2013 noch nicht abgeschlossen. Wo liegen die Gründe hierfür? Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung? Was muss getan werden, um all jenen, die am Handel mit Menschen verdienen, nachhaltiger und wirksamer das Handwerk zu legen?

Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und der Deutsche Frauenrat greifen die Thematik auf und laden ein zur Veranstaltung:

Die Ware Mensch: Menschenhandel in Europa
12. September 2014, 12.00 – 16.00 Uhr,
Europäisches Haus, Unter den Linden 78, 10117 Berlin

Einladung und Anmeldung


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Montag 25. August 2014

Thema: Menschenhandel, Zwangsprostitution, EU

Wir sollten die Begriffsverwirrung endlich richtigstellen: Frauen haben genug Arbeit. Was ihnen fehlt, ist bezahlte und qualitativ zumutbare Arbeit.

(Marieluise Beck, deutsche Politikerin, Mitgründerin der Grünen, Mitglied des Deutschen Bundestages, 2002-2005 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)