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meccanica feminale

Ingenieurinnen aller Fachrichtungen, vernetzt euch!

Dr. Kira Stein mit Prof Dr. Rols Schofer vor dem Veranstaltungsplakat der meccanica feminale

Dr. Kira Stein (re.) und Prof. Dr. Rolf Schofer, Rektor der Hochschule Furtwangen
Foto: Wolfgang Cella/meccanica feminale

Beim Vergleich der Innovationsstärke von 28 Industrieländern landete Deutschland 2013 auf Platz sechs. Einer der Gründe für dieses recht bescheidene Ergebnis liege in der mangelnden Teilhabe von Frauen an der Technikentwicklung. Das stellte Kira Stein, DF-Vorstandsmitglied, in ihrer Einführungsrede auf der diesjährigen „meccanica feminale“ fest, einer Frühjahrshochschule für hochqualifizierte Frauen in den Ingenieurswissenschaften.

Weibliche Vorbilder aufbauen
Stein, promovierte Diplom-Ingenieurin und seit Jahrzehnten auf vielen Ebenen aktiv für mehr „Frauen in der Technik“, stellte dort die Lobbyarbeit vor, die der Deutsche Frauenrat seit geraumer Zeit unter dem Titel „Ohne Frauen fehlt der Technik was“ betreibt. Sie sprach über die nach wie vor wichtige Funktion weiblicher Vorbilder besonders im Ingenieurwesen, über bisherige Ergebnisse des MINT-Paktes bei seinen Bemühungen, mehr Frauen für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu gewinnen. Und sie erläuterte eine der zentralen Forderungen des Deutschen Frauenrates: Mehr Beteiligung an und Transparenz in der Technologiepolitik und eine geschlechtergerechte Besetzung der relevanten Entscheidungsgremien in diesem Bereich.

Der Vereinzelung entgegenwirken
Die meccanica feminale, Frühjahrshochschule für Ingenieurinnen und solche, die sich für diese Berufsrichtung interessieren, bringt hochschulübergreifend Studentinnen und Wissenschaftlerinnen aller ingenieurwissenschaftlichen und ingenieurverwandten Studiengänge wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen von Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen, Dualer Hochschule sowie Fachfrauen aus der Praxis zusammen. Die fachlich hochqualifizierte Weiterbildung ermöglicht den Teilnehmerinnen, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen, um so der Vereinzelung, die viele in ihren Fachbereichen nach wie vor erleben, entgegenzuwirken.

Getragen wird die meccanica feminale vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Sie wurde dieses Jahr bereits zum 5. Mal ausgerichtet und fand vom 18. bis 22. Februar an der Hochschule Furtwangen, Campus Schwenningen statt. Hauptsponsoren waren die Siemens AG und die ZF Friedrichshafen.

Weitere Informationen:

www.meccanica-feminale.de


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Montag 24. Februar 2014

Thema: Frauen und Technik Technologiepolitik

Frauen werbt und wählt, jede Stimme zählt, jede Stimme wiegt, Frauenwille siegt.

(Elly Heus-Knapp, deutsche Politikerin, Sozialreformerin und die Gründerin des Müttergenesungswerks, 1891-1952. Wahlwerbung anlässlich des ersten Wahlgangs von Frauen am 19.1.1919)