zum Hauptmenü oder zum Inhalt springen.

Inhalt

Nachrichten

Arbeitsteilung

Partnerschaftliche Vereinbarkeit – Die Rolle der Betriebe

Mann und Frau mit jeweils einem Kleinkind auf dem Arm

Flexible Arbeitszeitmodelle für mehr Vereinbarkeit
Foto: Josef Polc/123rf.com

Wie gut die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter mit kleinen Kindern gelingt, darauf haben Unternehmen viel Einfluss. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB), die die Rolle von Betrieben bei der partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie- und Erwerbsarbeit untersuchte.

"Viele Eltern haben sich vom überholten Konzept einer klaren Arbeitsteilung zwischen Müttern und Vätern verabschiedet. Beide Elternteile wollen im Beruf bleiben, sich weiterentwickeln und für ihre finanzielle Unabhängigkeit sorgen. Beide wollen aber auch Verantwortung für die Kinder übernehmen, Zeit mit ihnen verbringen, Nähe spüren“, so WZB-Präsidentin Professorin Jutta Allmendinger bei der Vorstellung der Studie. Neben der Politik könnten die Betriebe dabei helfen, diese Ziele umzusetzen.

Flexible Arbeitszeitmodelle
Hilfreich für eine partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit sind Voll- und Teilzeitmodelle ohne Karrierenachteile, die Frauen wie Männer flexibel nutzen können. Die repräsentative Studie zeigt, dass davon auch Unternehmen profitieren können, weil damit etwa eine höhere betriebliche Verbundenheit und weniger Kündigungsabsichten einhergehen.

Familienfreundliche Unternehmenskultur steigert Arbeitgeberattraktivität  „Wer in eine familienfreundliche Unternehmens- und Führungskultur investiert, wird mit hoher Loyalität und Arbeitgeberattraktivität belohnt," erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), deren Haus die Studie gefördert hatte. Schwesig warb dabei auch für das Netzwerk "Erfolgsfaktor Familie", das Betriebe bei der Umsetzung einer familienfreundlichen Unternehmenskultur unterstützt.

Mehr als die Hälfte der Väter wünschen längere Elternzeit
Die Studie zeigt zudem, dass mittlerweile besonders Väter mit der bisherigen Vereinbarkeit von Beruf und Familie unzufrieden sind. Danach haben 83 Prozent keine oder maximal zwei Monate Elternzeit genommen. Jedoch hätte sich mehr als die Hälfte mindestens drei Monate Elternzeit gewünscht.

Weitere Informationen:

Kurzfassung der Studie Partnerschaftliche Vereinbarkeit – Die Rolle der Betriebe

 

 


AutorIn: Christine Müller

Erstellt am: Dienstag 31. Januar 2017

Thema: Arbeitszeitmodelle, Arbeitsteilung

Gerade die von Frauen errungenen Erfolge rufen neue Angriffe gegen sie hervor.

(Simone de Beauvoir, französische Philosophin und Feministin,1908-1986)