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Öffentlicher Dienst

Vorgesetzte sollen sich gegen Alltagssexismus einsetzen

Stempel mit der Aufschrift "Wichtig" in roter Farbe

Gerade Vorgesetzte im Öffentlichen Dienst sollten Gewaltschutz priorisieren
Foto: Jonas Wolff/123rf.com

Bei der im Sommer beschlossenen Verschärfung des Sexualstrafrechts alleine darf es nicht bleiben, es braucht auch einen Gesinnungswandel. Dies fordert die Bundesfrauenvertretung des Deutschen Beamtenbundes (dbb). Auch und gerade im Öffentlichen Dienst sieht sie Vorgesetzte in der Pflicht, eine klare Position zu Alltagssexismus und eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber gewalttätigem Verhalten am Arbeitsplatz zu vertreten.

„Neben politischen und gesellschaftlichen Akteuren sehen wir vor allem auch die Dienstherren und öffentlichen Arbeitgeber in der Pflicht, aufzuklären und niedrigschwellige Hilfsangebote für von Gewalt betroffene Mitarbeiterinnen bereitzustellen. Nein heißt Nein, egal, ob es laut oder leise ausgesprochen wird“, so Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung.

Gewalt gegen Frauen enttabuisieren
Denn Gesetze allein könnten den Gesinnungswandel nicht bewirken. Stattdessen müsse das Thema aus der Tabuzone geholt werden. Dafür brauche es gezielte Aufklärungskampagnen, am besten mit Unterstützung der EU-Kommission europaweit. „Damit sexualisierte Gewalt und solche, die hinter verschlossenen Türen zu Hause oder aber auch im Arbeitskontext geschieht, nicht länger akzeptiert wird“, so Wildfeuer weiter.

Vorgesetzte sollen MitarbeiterInnen gezielt schützen
„Vorgesetzte können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen“, sagte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung. Auch bei der EU-Kommission steht das Thema Gewalt gegen Frauen auf der Agenda. Für 2017 ist eine entsprechende Aufklärungskampagne europaweit geplant.  

Weitere Informationen:

www.dbb.de/der-dbb/frauen.html

 


AutorIn: Christine Müller

Erstellt am: Dienstag 13. Dezember 2016

Thema: Gewalt gegen Frauen, Öffentlicher Dienst, Nein heißt Nein

Ich frage mich manchmal, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie einfach nebeneinander wohnen und sich nur ab und zu besuchen.

(Katherine Hepburn, amerikanische Schauspielerin, 1907-2003)