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Zukunft ist weiblich

Portrait Malala Yousafzai

Junge Kämpferin für Mädchen- und Frauenrechte: Malala Yousafzai
Foto: Francis Dean/123rf.com

Unter dem Motto „Zukunft ist weiblich“ startet der Fernsehsender 3sat eine Themenwoche rund um den Internationalen Frauentag. Vom 6. bis 11. März erzählen mehr als 20 Beiträge davon, wie Frauen weltweit um ihre Rechte kämpfen.

Dabei werden Geschichten von Frauen aus Afghanistan, dem Libanon, Indien, Kambodscha, Kuba oder dem Senegal gezeigt. Auch prominente Frauen wie die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai kommen zu Wort.

Es gibt noch viel zu tun in Deutschland
Auch für Deutschland sehen die Programm-MacherInnen nach wie vor Handlungsbedarf in Sachen Frauenrechte: „Frauen werden nach wie vor oft für gleichwertige Tätigkeiten schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen, sie sind es, die meist in prekären Beschäftigungsverhältnissen gefangen sind. Und auch das Erstarken eines ultrakonservativen Frauenbildes stellt die weibliche Selbstbestimmung zunehmend in Frage. Es gibt also noch viel zu tun.“

Dokumentation zu Ehegattensplitting 
Die Dokumentation „Ehe-Bonus vor dem Aus?“ widmet sich dem Ehegattensplitting. Denn im Steuerrecht hierzulande spiegelt sich das Rollenverständnis der 1950er Jahre wider, wonach sich Frauen um Haushalt und Kinder zu kümmern haben, während Männer die Versorgerrolle übernehmen. Im Widerspruch dazu stehen die Forderungen aus Politik und Wirtschaft sowie die Realität vieler Paare, die sich die Arbeit rund um Haushalt und Kinder teilen wollen oder es sich gar nicht leisten können, von nur einem Gehalt zu leben.

Modernisierung des Steuerrechts zugunsten von Kinderbetreuung
In Gesprächen mit ExpertInnen namhafter Forschungsinstitute zeigt die Dokumentation von Sabine Jainski und Ilona Kalmbach auf, wie das Steuerrecht modernisiert werden könnte: „Eine erfolgreiche Reform (...) müsste das Existenzminimum des Ehepartners steuerfrei belassen – und es müsste Übergangsfristen geben, ähnlich wie bei der Rentenreform. Denn wir brauchen die Milliarden, die der Staat derzeit für das Splitting ausgibt, für qualitätiv und quantitativ bessere Kinderbetreuung für alle – nur so kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle Frauen und Männer gelingen.“

Weitere Informationen:

Zur Sendereihe bei 3sat


AutorIn: Christine Müller

Erstellt am: Dienstag 28. Februar 2017

Thema: Internationaler Frauentag, Medien, Gleichstellung

Gerade die von Frauen errungenen Erfolge rufen neue Angriffe gegen sie hervor.

(Simone de Beauvoir, französische Philosophin und Feministin,1908-1986)