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Ehegattensplitting: Ungleichheit zwischen Ost und West wächst

Foto: Stefan Leupold/www.pixelio.de

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes heiraten immer weniger Eltern - besonders in Ostdeutschland. Die finanziellen Entlastungen des derzeit heiß diskutierten Ehegattensplitting verteilen sich demnach sehr ungleich auf die neuen und alten Bundesländer.

Laut Statistischem Bundesamt lebten im vergangenen Jahr 54 Prozent der Eltern minderjähriger Kinder als Ehepaare zusammen. 15 Jahre vorher lag dieser Anteil noch bei 72 Prozent. Im Vergleich dazu waren in Westdeutschland deutlich mehr Eltern mit Kindern unter 18 Jahren verheiratet (75%). 1996 betrug dieser Anteil 84 Prozent.

Da in den neuen Bundesländern Paare mit minderjährigen Kindern seltener heiraten als in den alten Bundesländern, profitieren sie seltener von der Steuervergünstigung für Eheleute. Doch nicht nur, weil in Ostdeutschland seltener geheiratet wird, verteilt sich das Ehegattensplitting ungleich auf die neuen und alten Bundesländer: Die höhere Erwerbsbeteiligigung von Frauen in den neuen Bundesländern, befördert durch die gute Kinderbetreuungsinfrastruktur, geringere Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern sowie ein insgesamt niedrigeres Lohnniveau führen ebenso dazu, dass das Splitting in den neuen Bundesländern nicht in gleicher Weise zu Buche schlägt wie im Westen.

Weitere Informationen:

Öffnet externen Link in neuem FensterHaushalte und Familien - Ergebnisse des Mikrozensus - Fachserie 1 Reihe 3 - 2011


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Samstag 01. September 2012

Thema: Ehegattensplitting

Die Emanzipation des Weibes ist das Recht des Kindes.

(Hedwig Dohm, deutsche Publizistin und Frauenrechtlerin, 1831-1919)