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Stellungnahmen

Entgeltransparenzgesetz

Entgeltgleichheit wird mächtigen Wirtschaftsinteressen geopfert

Richterhammer auf einem 100-Euro-Schein-Bündel

Keine Entgeltgleichheit ohne gesetzlichen Rahmen
Foto: Sergey Yarochkin/Fotolia.com

Der Deutsche Frauenrat kritisiert den aktuellen Referentenentwurf eines Gesetzes für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern als unzureichend bis kontraproduktiv. „Es scheint, als ob das Gebot des gleichen Entgelts für Frauen und Männer bei gleicher und gleichwertiger Arbeit mächtigen Wirtschaftsinteressen geopfert wurde“, heißt es in seiner Stellungnahme gegenüber dem BMFSFJ vom 11. November 2016.

Im Einzelnen begründet die Frauenlobby die Ablehnung des Gesetzentwurfs mit dem individuellen Auskunftsverfahren, das eine zu hohe Hürde für die einzelne Frau darstellt, um gegen Entgeltungleichheit vorzugehen. Weiter wird das betriebliche Prüfverfahren nicht von Verpflichtungen und Sanktionen begleitet; von der Berichtspflicht der ArbeitgeberInnen sind keine nachhaltigen Auswirklungen zu erwarten; außerdem wird Entgeltungleichheit durch die mögliche Geltendmachung arbeitsmarkt- leistungs- und arbeitsergebnisorientierte Kriterien legitimiert anstatt abgebaut.

Stellungnahme des Deutschen Frauenrats zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - Entwurf eines Gesetzes für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern


 

Erstellt am: Montag 14. November 2016

Frauen werbt und wählt, jede Stimme zählt, jede Stimme wiegt, Frauenwille siegt.

(Elly Heus-Knapp, deutsche Politikerin, Sozialreformerin und die Gründerin des Müttergenesungswerks, 1891-1952. Wahlwerbung anlässlich des ersten Wahlgangs von Frauen am 19.1.1919)