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Rechtspopulismus

AfD: Keine Alternative für Frauen

Junger Mann mit Hip-Hopper-Mütze neben dem Spruch:

Auf Stimmenfang in der Hauptstadt

Der große Erfolg, den die AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erzielt hat, geht vor allem auf die Stimmen von Männern zurück. Deutlich weniger Wählerinnen als Wähler sehen in der rechtspopulistischen Partei eine Alternative zum politischen Establishment.

So wurde die AfD zwar von 25 Prozent der Männer aber nur von 16 Prozent der Frauen gewählt, wie eine Nachwahlbefragung des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap ermittelt hat. Ein ähnlich signifikanter geschlechtsspezifischer Unterschied im Wahlverhalten zeigt sich bei dieser Wahl – aber in umgekehrter Form - nur noch bei der SPD: Für diese entschieden sich 34 Prozent der Wählerinnen aber nur 27 Prozent der Wähler. Bei allen anderen Parteien liegt die geschlechtsspezifische Differenz bei maximal einem Prozent.

Damit bestätigen sich die Erkenntnisse früherer Wahlen: Frauen neigen deutlich weniger zu rechtspopulistischen oder rechtsextremen Parteien. „Männlich, Realschulabschluss, arbeitlos“ bezeichnet Die Welt den typischen AfD-Wähler. Es sind vor allem Männer zwischen 30 und 59 Jahren mit Mittlerer Reife, Arbeiter oder arbeitslos, die die Parolen der RechtspopulistInnen attraktiv finden.


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Dienstag 06. September 2016

Thema: Wahlen, Demokratie, Rechtspopulismus AfD

Mehr Stolz, ihr Frauen! Wie ist es nur möglich, dass ihr euch nicht aufbäumt gegen die Verachtung, die euch noch immer trifft. - Auch heute noch? Ja, auch heute noch.

(Hedwig Dohm, deutsche Publizistin und Frauenrechtlerin, Theoretikerin der radikalen Frauenbewegung, 1831-1919)