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Statistisches Bundesamt

Geburtenrate in Deutschland weiter gestiegen

Bunte Schnuller an einer Wäscheleine

Vereinbarkeit von Beruf und Familie wirkt sich auf Geburtenrate aus
Foto: Maksym Yemelyanov/fotolia.de

Die Geburtenrate in Deutschland ist im Jahr 2015 auf 1,5 Kinder pro Frau gestiegen. Sie hat damit den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung 1990 erreicht, bleibt aber nach wie vor unter dem europäischen Durchschnitt. Dieser lag bei 1,58 Kindern pro Frau, so das Statistische Bundesamt.

Europaweit hat Frankreich demzufolge die höchste Geburtenrate. Dort wurden 2015 im Durchschnitt 1,96 Kinder je Frau geboren, gefolgt von Irland (1,92) und Schweden (1,85). Portugal hat mit 1,31 Kindern je Frau die niedrigste Geburtenziffer. Rein rechnerisch wäre eine Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau hierzulande notwendig, um den Bevölkerungsrückgang aufzuhalten.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie wirkt sich auf Geburtenrate aus
Ein Grund für die steigende Geburtenrate in Deutschland liegt für Martin Bujard, Forschungsdirektor beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung darin, dass wieder mehr Akademikerinnen Kinder bekommen. Er sieht dies als einen Beleg dafür, dass die Familienpolitik wirkt. "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann vor allem dazu beitragen, dass Menschen überhaupt Eltern werden und sich für ein oder zwei Kinder entscheiden", so der Wissenschaftler im Spiegel.

Ein weiterer Grund für den Anstieg der Geburtenrate ist der Zuzug von Geflüchteten. Unter ihnen bekommen viele Frauen Kinder nach Ankunft in Deutschland.


AutorIn: Christine Müller

Erstellt am: Dienstag 16. Mai 2017

Thema: Geburtenrate, Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Der reine Männerstaat ist das Verderben der Völker.

(Helene Weber, deutsche Politikerin, eine der vier "Mütter" des Grundgesetzes, 1881-1962)