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3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern

Gleichstellung regional

Ausschnitt Cover des "3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland"

Zeigt Fortschritte bei der Gleichstellung auf Landes- und Kreisebene
Foto: Ausschnitt Cover/bmfsfj.de

Wie sieht es mit der Umsetzung von gleichstellungspolitischen Zielen auf Landes- und Kreisebene in Deutschland aus? Darüber gibt nun der „3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland“ Auskunft.

In der vom Bundesfrauenministerium veröffentlichten Publikation wurden 38 Gleichstellungsindikatoren zu Schwerpunkten wie "Partizipation", "Bildung, Ausbildung, Berufswahl" und "Arbeit und Einkommen" untersucht und mit der Entwicklung seit Jahr 2008, dem ersten Jahr einer entsprechenden Veröffentlichung verglichen. Hinzugekommen sind Indikatoren wie "Frauen in Führungspositionen in der Justiz" und "eigenes Alterssicherungseinkommen" (Gender Pension Gap).

Frauenanteil beim Minijob um etwa 12 Prozent höher als bei Männern
So werden regionale Unterschiede in der Entwicklung der Gleichstellung deutlich. Konkret heisst dies etwa in Bezug auf einen Minijob: 2014 hatten 16,5 Prozent der 30- bis 54jährigen Frauen und nur 4,2 Prozent der Männer der gleichen Altersklasse einen Minijob. Mit 22 Prozent liegt der Anteil der Frauen mit Minijob in Nordrhein-Westfalen am höchsten, mit jeweils rund 7 Prozent in Thüringen, Sachsen und Brandenburg am niedrigsten.

Ausgehend vom ebenfalls untersuchten Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen (Gender Pay Gap) sieht das Ministerium einen engen Bezug zum aktuell verhandelten Lohngerechtigkeitsgesetz.

Der Atlas wurde von der Länderfachgruppe Gleichstellungsatlas unter Vorsitz des Landes Baden-Württemberg erarbeitet.

Weitere Informationen:

3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland


AutorIn: Christine Müller

Erstellt am: Dienstag 21. Februar 2017

Thema: Gleichstellungspolitik, Lohndiskriminierung

Mehr Stolz, ihr Frauen! Wie ist es nur möglich, dass ihr euch nicht aufbäumt gegen die Verachtung, die euch noch immer trifft. - Auch heute noch? Ja, auch heute noch.

(Hedwig Dohm, deutsche Publizistin und Frauenrechtlerin, Theoretikerin der radikalen Frauenbewegung, 1831-1919)