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Mona Lisa soll bleiben II

Foto vom Vorstand des Deutschen Frauenrats

Vorstand des DF (von links nach rechts): Mona Küppers (Vorsitzende), Carla Neisse-Hommelsheim (Fachausschuss-Leiterin), Hannelore Buls (Fachausschuss-Leiterin), Susanne Kahl-Passoth (stellv. Vorsitzende), Anna-Maria Mette (Fachausschuss-Leiterin)
Foto: Deutscher Frauenrat

Das gesellschaftspolitische Magazin ML Mona Lisa steht für Qualitätsjournalismus und gut recherchierte Hintergrundsgeschichten jenseits des Mainstreams. Trotzdem soll das Magazin im Sommer eingestellt werden (wir berichteten). Der Widerstand im Internet wächst. Zu den UnterstützerInnen der Petition #rettetmonalisa zählt auch der Deutsche Frauenrat (DF).

„Der Deutsche Frauenrat steht für eine vielfältige Gesellschaft, die sich auch in der Medienvielfalt widerspiegeln soll. Daher möchten wir die Online-Petition #rettetmonalisa unterstützen. Gleichzeitig möchte der DF für eine breite Aufmerksamkeit für das Thema Medienvielfalt sorgen“, so Mona Küppers, Vorsitzende des DF. Küppers ruft die Mitgliedsverbände des DF zur Unterstützung der Petition auf.

Knapp 40.000 UnterstützerInnen für Erhalt von ML
„ML Mona Lisa ist eines der wenigen gesellschaftsrelevanten Formate im ZDF, das gesellschaftliche Entwicklungen kritisch analysiert und aufgreift, diese aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, bewertet, einsortiert“, erläutert Silke Mader, die die Petition startete. „Woche für Woche wird bei ML Mona Lisa mit hoher Professionalität und Kompetenz fundiert über aktuelle und relevante Themen berichtet, durch exzellent recherchierte Hintergrundgeschichten Interesse geschaffen und dabei eine Nähe zum Zuschauer entwickelt, die sich von anderen Formaten der Fernsehlandschaft abhebt“, so Mader weiter, deren Petition mittlerweile knapp 40.000 UnterstützerInnen fand.

ML berichtet frühzeitig über relevante Themen jenseits des Mainstreams
Exemplarisch für die Bedeutung des Magazins verweist Mader, die die Stiftung „European Foundation for the Care of Newborn Infants“ mitgründete und leitet, auf ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Magazin. Maders Zwillinge kamen zu früh zur Welt, eines der Kinder starb und Mader selbst war damals in Lebensgefahr. Vor zwanzig Jahren jedoch, so Mader, war die Thematik der Frühgeborenen eine Randthematik: „ML Mona Lisa war das erste Magazin, das über meine Situation berichtet hat. Aufwendige Recherchearbeiten mit vielen Gesprächen wurden nicht nur mit mir und meiner Familie geführt, nein, verschiedenste Fachleute und Experten kamen zu Wort. ML Mona Lisa hat das Thema „Frühgeborene“ immer wieder aufgegriffen und somit den über 60.000 Frühgeborenen, die jährlich in Deutschland geboren werden, und deren Familien, sowie den engagierten und spezialisierten Fachleuten eine Stimme gegeben.“

KDFB-Vorsitzende Schießleder: Genderorientierte Themen nicht überholt
Die bayrische Landesvorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Elfriede Schießleder subsummiert: „Die Sendung stellt anschaulich unter Beweis, dass gleichstellungspolitische Forderungen und Fragen oder genderorientierte Themen keineswegs überholt sind.“


AutorIn: Christine Müller

Erstellt am: Dienstag 11. April 2017

Thema: Medien, Gleichstellung

Insbesondere Geld, gesellschaftliche Akzeptanz, Ungebundenheit und Macht sind auch heute noch so ungleich verteilt, dass wir schlechterdings nicht behaupten können, Frauen rivalisierten unter gleichen Bedingungen.

(Christine Bergmann, deutsche Politikerin, Berliner Senatorin, 1998-2002 Bundesfrauenministerin)