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EU-Initiative

Sozialeres Europa durch neue Arbeitszeitmodelle und Frauenförderung

Frau mit Kind vor einer Wand mit Begriffen wie "Arbeitszeitmodelle", "Karriere", "Teilzeit", "Vereinbarkeit" usw.

Bedürfnisse der EU-BürgerInnen besser wahrnehmen
Foto: Pathfinder/fotolia.com

Für ein sozialeres Europa, das flexiblere Arbeitszeiten für Eltern ermöglichen soll, macht sich EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen mit der Initiative "Aufbau einer europäischen Säule von sozialen Rechten" stark. Ziel sei es, Ängste der BürgerInnen aufzunehmen und Ungleichheiten zwischen den Mitgliedstaaten abzubauen.

Die Mitgliedstaaten müssten die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass ArbeitnehmerInnen mit Kindern bis mindestens zwölf Jahren und Betreuungspersonen, "das Recht haben, flexible Arbeitsbedingungen zu Betreuungszwecken in Anspruch zu nehmen", forderte Thyssen.

Rückkehrrecht von Teilzeit- auf Vollzeitstelle
Teil der geplanten Reform der EU-Elternzeit-Richtlinie von 2010 ist es zudem, Betreuungspersonen nach Teilzeit die Rückkehr auf eine Vollzeitstelle zu ermöglichen. Die Pläne decken sich in Teilen mit der von Bundesarbeitsministerin Nahles auf Bundesebene geforderten Rückkehrrecht auf eine Vollzeitstelle. Diese werden bislang noch von der Union blockiert.

Fortschritte bei Frauenförderung untersuchen und vergleichbar machen
Darüber hinaus möchte die EU-Kommission untersuchen, inwieweit die einzelnen Mitgliedsländer Ungleichheiten abbauen, Frauen fördern oder Armut bekämpfen. Dafür sollen Indikatoren wie Arbeitslosigkeit, Einkommensentwicklung oder Armutsrisiko mit Hilfe eines Punktesystems bewertet und beobachtet werden.

Katalog für soziale Rechte festlegen
Auf konkrete soziale Rechte wie faire Löhne, ein Mindesteinkommen, Recht auf Gesundheitsvorsorge oder die Gleichbehandlung von Männern und Frauen will sich die EU-Kommission in einem Katalog gemeinsam mit den Mitgliedsländern und dem EU-Parlament verständigen.

Maßnahmen gegen Vorwürfe, EU sei nicht sozial genug
Wie die Tagesschau berichtete gehen KritikerInnen je nach politischer Couleur die Vorschläge nicht weit genug bzw. zu weit. In jedem Fall jedoch seien die Maßnahmen ein Zeichen gegen die Vorwürfe, die EU sei nicht sozial genug.

Weitere Informationen:

Video auf tagesschau.de


AutorIn: Christine Müller

Erstellt am: Dienstag 02. Mai 2017

Thema: EU, soziale Gerechtigkeit, Frauenförderung

Die Emanzipation des Weibes ist das Recht des Kindes.

(Hedwig Dohm, deutsche Publizistin und Frauenrechtlerin, 1831-1919)