
Zur am 20. April 2026 veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik sagt Sylvia Haller, Sonderbeauftragte des Deutschen Frauenrats für das Thema Gewalt gegen Frauen: „Die Kriminalstatistik für 2025 zeigt erneut auf, was in der Debatte um sexualisierte Gewalt viel zu oft vernachlässigt wird: Tatverdächtige von Vergewaltigungen sind weiterhin überwiegend Freunde, Bekannte und (Ex-)Partner. Um Frauen wirksam vor Gewalt aus dem sozialen Umfeld schützen zu können, braucht es hierzulande dringend mehr Schutz- und Beratungseinrichtungen sowie gesellschaftliche Solidarität, damit mehr Betroffene den Mut fassen, Taten anzuzeigen und öffentlich zu machen.“
Dabei erfasst die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 knapp 10 % mehr Anzeigen wegen Vergewaltigung als im Vorjahr: 14.454 Vergewaltigungen, sexuelle Nötigungen und sexuelle Übergriffe einschließlich Todesfolge sind in den heute veröffentlichten Zahlen genannt. Laut LeSuBiA-Studie nur ein kleiner Bruchteil tatsächlicher Vorfälle, da immer noch nur 3 % der betroffenen Frauen Anzeige bei sexuellen Übergriffen erstatten.
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