
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat gestern drastische Einschnitte beim Unterhaltsvorschuss angekündigt. Dazu Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende Deutscher Frauenrat: „Alleinerziehende, darunter 85 Prozent Frauen, sind überdurchschnittlich von Armut bedroht. Ausgerechnet bei ihnen und der Unterstützung ihrer Kinder zu sparen, ist schlicht skandalös: ganz besonders vor dem Hintergrund, dass Union und SPD im Koalitionsvertrag finanzielle Verbesserungen für Alleinerziehende vereinbart hatten. Unzählige Frauen werden so in Armut getrieben und fühlen sich von den politisch Verantwortlichen zurecht im Stich gelassen.“
Der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss soll für Kinder ab dem 16. Lebensjahr entfallen. Zusätzlich soll das Kindergeld weiterhin voll auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet werden. Im Koalitionsvertrag war eine verbesserte Anrechnung vereinbart worden.
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