Themen / Allgemein

Prävention gegen digitale Gewalt und Hilfen für Betroffene

Beschlüsse | 27. Juni 2025

Der Deutsche Frauenrat fordert die Bundesregierung (und die Länder) auf:

  • Prävention gegen digitale Gewalt und Hilfen für Betroffene in starkem Maße auszubauen und finanziell verlässlich und ausreichend zu fördern.
  • Den Rechtsrahmen für den Schutz vor digitaler Gewalt zu erweitern.
  • Sich in ihrer Definition digitaler Gewalt am Gewaltbegriff der Istanbul-Konvention und an der EU- Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu orientieren und dies zur Grundlage ihrer Arbeit zu machen.
  • Mehrsprachige Angebote für Gewaltbetroffene sichtbar zu machen. Erst-Informationen, dass es Hilfestrukturen gibt und wo es diese Anlaufstellen gibt, müssen in einfacher und mehrsprachiger Weise dargestellt werden.
  • Bei der Bekämpfung digitaler Gewalt die Bedarfe der Betroffenen und konsequente Diskriminierungsfreiheit in den Mittelpunkt der Maßnahmenentwicklung zu stellen.
  • Eine flächendeckende und kontinuierliche Prävention und Sensibilisierung gegen digitale Gewalt in allen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen zu implementieren.
  • Den demokratiegefährdenden Aspekten digitaler Gewalt adäquat zu begegnen.
  • Verpflichtende Fort- und Weiterbildungen einzuführen, um Polizist*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen für das Thema digitale Gewalt zu sensibilisieren.
  • Prozessuale Anpassungen beispielsweise im Hinblick darauf, dass viele der betreffenden Delikte nur auf Antrag der Betroffenen verfolgt werden können.
  • Im Hinblick auf Strafverfolgungsbehörden durch die Bereitstellung von einheitlichen und einfachen elektronischen Verfahren die strafrechtliche Verfolgung digitaler Gewalt sicherzustellen.
  • Die Meldesysteme (auf Plattformen) in Bezug auf digitale geschlechtsspezifische Gewalt weiter zu verbessern und effizienter zu gestalten sowie elektronische Verfahren bereitzustellen, etwa um Beweismittel rechtssicher hochzuladen.
  • Wissenschaftliche Studien, Datenerhebungen unterschiedlicher Fachrichtungen und eine stärkere Vernetzung von Akteur*innen im Bereich der digitalen Dimension von Gewalt zu fördern.
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