
Der Deutsche Frauenrat (DF) betont die gleichstellungspolitische Bedeutung eines armutsfesten Mindestlohns. Von einer Erhöhung profitieren Frauen in besonderem Maße, da sie überproportional häufig im Mindestlohnbereich arbeiten. Die Erhöhungen der letzten Jahre und die Eindämmung des rasanten Wachstums des Niedriglohnsektors sind zu begrüßen, reichen angesichts der enormen Preissteigerungen aber nicht aus, um armutsfeste Löhne zu sichern. Immer noch heißt es: Armut trotz Arbeit ist oft weiblich.
Ein höherer Mindestlohn wertet frauendominierte und systemrelevante Berufe auf und insbesondere Beschäftigte mit Behinderung oder mit Migrationshintergrund, in kleinen Unternehmen und Privathaushalten und in Firmen ohne Tarifbindung, spüren die direkten Auswirkungen. Die Anhebung des Mindestlohns leistet so einen Beitrag zur Reduzierung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern und trägt zur langfristigen, eigenständigen Existenzsicherung von Frauen bei. Die EU-Mindestlohnrichtlinie muss entsprechend umgesetzt werden.
Der DF betont, dass weiterhin dringender Handlungsbedarf bei der Erhöhung des Mindestlohns sowie der Eindämmung von Niedriglöhnen und geringfügiger Beschäftigung, der Einhaltung des Arbeitsrechts, der Aufwertung frauendominierter und systemrelevanter Berufe sowie der Stärkung der Tarifbindung und des Rückkehrrechts aus Teilzeit besteht. Nur so kann die Armutsgefährdung von Frauen reduziert werden – im Erwerbs- und im Rentenalter.
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