
Wirtschaftliche Eigenständigkeit ist eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Doch genau das liegt für viele Frauen in Deutschland in weiter Ferne. Rund ein Drittel fühlt sich finanziell abhängig vom Partner. Und über die Hälfte der erwerbstätigen Frauen kann langfristig nicht vom eigenen Einkommen fürs Alter vorsorgen.
Um dieses Problem zu begegnen, lud Bundesfrauenministerin Karin Prien vergangenen Donnerstag zum Verbändeaustausch ins Familienministerium. Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende des Frauenrats, kritisierte bei der Zusammenkunft zahlreicher Fachverbände, dass die Politik die strukturellen Hürden nicht abbaue, die sich zwischen Frauen und ihrer ökonomischen Eigenständigkeit auftürmten. Stattdessen lockten falsche staatliche Anreize wie Minijobs, Ehegattensplitting und kostenlose Mitversicherung Frauen weiterhin in die Teilzeitfalle.
Eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen präsentierte die DF-Vorsitzende als Win-Win-Situation auch mit Blick auf die fiskalischen Herausforderungen, vor denen Deutschland steht: Frauen könnten dann nicht nur ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, sondern stärkten gleichzeitig den Wirtschaftsstandort substanziell. Grundvoraussetzung dafür seien Männer, die mehr unbezahlte Arbeit rund um Kinder, Angehörige und Haushalt schulterten und eine verlässliche Betreuungsinfrastruktur. Aufgaben, für die der Staat die finanziellen Mittel im eigenen Interesse bereit stellen müsse.
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